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Beten für die Regierung angesichts Corona? Ich mach's!

Ein Kommentar von Oliver Jeske.

 

 

Was kann jeder Einzelne tun angesichts der Corona-Krise? Natürlich die Hygiene-Vorschriften einhalten, sich regelmäßig mindestens 20 Sekunden die Hände waschen und  auf den Mindestabstand von 1,50 Meter zum Nachbarn achten. Doch es geht noch mehr, meint Oliver Jeske. Seine Überzeugung: Beten ist jetzt das Gebot der Stunde!
 

Beten Sie manchmal für unsere Regierung? Ich mach’s. Und dafür gibt es gute Gründe. Wir leben seit fast 75 Jahren in Mitteleuropa in äußerem Frieden. Wir haben nach wie vor eine funktionierende Demokratie. Sie garantiert mir Glaubens- und Gewissensfreiheit und Vieles mehr.

Was das mit Corona zu tun hat? Eine ganze Menge! Jeden Tag blicken wir in meiner Familie mit leichter Nervosität auf die Kurve der Infektionszahlen, Klinikeinweisungen und Intensivpatienten. Werden unsere Kliniken dem Anstieg von Beatmungspatienten gewachsen sein? Wird die Zahl der Neuinfektionen rechtzeitig zurückgehen?
 

Keine zwingenden Gesetzmäßigkeiten

Gerade weil unsere Experten keine genauen Vorhersagen machen können. Gerade weil sie sich von Tag zu Tag ein neues Bild der Lage machen müssen, kann ich daraus schließen: Die Ansteckung mit Corona folgt keinen zwingenden Gesetzmäßigkeiten. Die südkoreanische Regierung zum Beispiel hat offensichtlich das richtige Mittel gegen die Pandemie gefunden - mit Drive-In-Schaltern für Corona-Massentests und einer punktgenauen Isolierung der Infizierten. Hier wurde mit Weisheit und Weitsicht gehandelt. Nicht auszuschließen, dass das Gebet der Christen im Land hier zielführend war. Schon Hiob, ein wahrer Experte in Sachen Katastrophen, wusste nämlich: Alle Weisheit ist letztlich Gottes Weisheit. In seinen Worten formuliert heißt das:

Du, Gott, gibst Rat dem, der keine Weisheit hat, und lehrst ihn Einsicht in Fülle!
 

Corona ist keine Strafe Gottes

Bewahrt Gott die Südkoreaner also vor Corona, weil sie beten? Jein! Diese Frage ist nicht zu beantworten, weil sie zu einfach gestellt ist.

Erstens: Corona ist keine Strafe Gottes. Ein Gott, der seine Geschöpfe mit Krankheiten straft, weil sie ihm nicht ausreichend huldigen – das klingt nach finsterstem Mittelalter-Glaube. Doch bereits viel länger, vor 2.000 Jahren, hat Gott unter dieses Denken einen klaren Schlussstrich gezogen. Er straft uns nicht für unsere Verfehlungen, weil er die Strafe voll und ganz auf seinen Sohn Jesus Christus gelegt hat. Das ist übrigens die Botschaft des Festes, auf das wir gerade zusteuern: Karfreitag.

Zweitens: Gott straft nicht. Aber in der Krise freut er sich, wenn ich Gemeinschaft mit ihm suche, wenn ich bei ihm Kraft schöpfen will.

Für mich heißt das: Ich will dran bleiben am Gebet für unsere Regierungen in Deutschland und Europa. Ich will auch für sie vertrauen, dass Gott ihnen Weisheit in der aktuellen Situation schenkt. Am vorletzten Sonntag, bei der weltweiten Gebetskette angesichts von Corona, gingen uns als Familie die Gebetsanliegen nicht aus. Da gab es den Freund, dessen berufliche Existenz auf der Kippe steht. Da waren die eigenen Eltern. Sie zählen auf Grund ihres Alters längst zur Risikogruppe. Da war aber auch Dank, dass wir glauben dürfen: Über manchem Chaos wacht unser Gott, der nie den Überblick verliert.

Wir beten weiter. Meine Bitte: Klinken auch Sie sich ein!


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