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„Damit wir noch weiter zusammenwachsen“

Suse Chmell von „Jugend mit einer Mission“ redet mit jungen Menschen über die Ereignisse der Friedlichen Revolution in Deutschland.

 

 

„Das Einzige, was mir damals bewusst war als Fünfzehnjährige, als wir zu den Demonstrationen gegangen sind: Es könnte sein, dass es schiefgeht. Es könnte sein, dass sie losschießen oder mit Panzern über uns rollen.“ Suse Chmell war vor dreißig Jahren auf den Montagsdemonstrationen im Thüringischen Saalfeld unterwegs. Die Christin demonstrierte wie viele tausend Andere in der DDR gegen die Diktatur des SED-Regimes, für Meinungs- und Glaubensfreiheit.

„Wir wussten nicht, wie es ausgeht. Und das Risiko, dass man sein Leben für etwas einsetzt, was dem großen Ganzen dient: Ich denke, das ist eine Sache, die ist heute noch genauso brandaktuell wie damals. Und das, was glücklich macht und unserem Land dient.“
 

Auch heute für die Einheit arbeiten

Suse Chmell arbeitet und lebt heute im thüringischen Bad Blankenburg. Im Rahmen von „Jugend mit einer Mission“ kommt sie zusammen mit jungen Menschen, die oft mit der deutschen Teilung überhaupt nichts mehr anfangen können. Deshalb ist es Suse Chmell wichtig mit ihnen zu sprechen über das Leben in der DDR und über die mörderische Mauer, hinter der der Staat seine Bürger einsperrte. Ihre Botschaft: Wer die Geschichte Deutschlands kennt, kann auch noch heute – 30 Jahre später – etwas für die Einheit Deutschlands tun.  „Dass sie mit ihrem Leben dazu beitragen, dass wir als Volk auch noch weiter zusammenwachsen. Dafür schlägt mein Herz.“

Und deshalb steht an jedem 3. Oktober – wie auch in diesem Jahr – ein besonderes Fest im Kalender von „Jugend mit einer Mission“ in Bad Blankenburg, bei dem die Deutsche Einheit gefeiert wird. „Wir erinnern daran, dass die Einheit ein Geschenk ist, das Gott dem deutschen Volk gemacht hat.“
 

Die erste Adresse für den Dank ist Gott

Die Menschen, die bei den Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten auf die Straßen gegangen sind, haben viel bewegt. Die Zusammenkünfte in den Kirchen, die Gebete und die anschließenden friedlichen Demonstrationszüge waren sozusagen die Waffen, denen die Staatsmacht nichts entgegenzusetzen hatte. Dennoch: Es hätte alles anders kommen können. Und so richtet sich der Dank von Suse Chmell am 3. Oktober – dem Tag der Deutschen Einheit – vor allem an Einen.
„Die allererste Adresse ist Gott. Denn er hat das Wunder bewirkt.“


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Kommentare

Von Klaus Kükenshöner am .

Über das Erlebnis von Suse Chmell in der Wendezeit in Bebra hat mich besonders aufgewühlt - waren der damalige Prediger Siegfried Belicke und die Landeskirchliche Gemeinschaft doch maßgeblich an meiner persönlichen Christwerdung beteiligt!


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