Hilfe zur Selbsthilfe Lesezeit: ~ 2 min

"Wir kommen, wir sehen, wir helfen!“

"Samaritan's Purse" versorgt Menschen mit sauberem Wasser.

 

 

Bestimmt haben Sie sich heute Morgen gewaschen oder geduscht. Sie haben sich einen Tee oder Kaffee gekocht. Und natürlich haben Sie für all das Wasser gebraucht. Frisches sauberes Wasser: Das ist in unseren Breiten etwas ganz Selbstverständliches. Doch leider gilt das nicht auf der ganzen Welt.

Und deshalb haben die Vereinten Nationen den 22. März als Weltwassertag ausgerufen. 2019 lautet das Motto  "Leaving no one behind – water and sanitation for all" – übersetzt: "Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle". Sylke Busenbender, die Deutschland-Chefin des christlichen Hilfswerks „Samaritan‘s Purse“ über die Ausmaße des Problems:

„Über 2 Milliarden Menschen auf  er Welt leben in Ländern mit hohem Trocken-Stress. Alle 90 Sekunden stirbt ein Kind an Wassermangel oder an verschmutztem Wasser. Eine ¾ Millarde Menschen hat überhaupt keinen Zugang zu sauberem Wasser.“
 

Sauberes Wasser kostet keine 20 Euro

Dabei kostet es weit unter 20 Euro – uns das auch nur einmalig – um einen Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Die Lösung dafür ist ein Bio-Sand-Wasserfilter. Es handelt sich dabei um eine etwa hüfthohe Kiste, die in jeder Küche Platz findet. „Samaritan‘s Purse“ verteilt diese in 16 Ländern, vor allem in den Trockenregionen Afrikas, aber auch in Kambodscha. Hier zieht das Wasserprojekt Kreise. „2018 haben 5.704 Personen an Wasser- und Sanitär-Schulungen teilgenommen.“ 2.700 Haushalte hätten einen Bio-Sand-Wasserfilter erhalten. „Dadurch kamen fast 2.200 Menschen mit dem Evangelium in Berührung“, sagt Busenbender. Denn „Samaritan‘s Purse“ arbeitet mit einigen der wenigen christlichen Gemeinden im Land zusammen. Kambodscha ist eine konstitutionelle Monarchie. Die Regierung stellt Majestätsbeleidigung unter harte Strafen und behandelt den Buddhismus wie eine Staatsreligion. In den letzten Jahre hat sich das Land zunehmend westlichen Einflüssen und damit auch dem christlichen Glauben verschlossen. Das Wasserprojekt von „Samaritan‘s Purse“, benannt nach der biblischen Figur des Barmherzigen Samariters, geht dennoch weiter. „Es ist wichtig ein Zeichen zu setzen: Wir kommen, wir sehen, wir helfen!“
 

Keine falschen Abhängigkeiten

Ein großes Plus des Bio-Sand-Wasserfilters: Er funktioniert wie eine natürliche Mini-Kläranlage. Pro Stunde produziert sie ein Liter sauberes Wasser. Die Materialen, die es dazu braucht, um über 99 Prozent der Keime aus dem Wasser zu entfernen, lassen sich vor Ort gewinnen. So entstehen nur niedrige Folgekosten, die die Familien selbst aufbringen können. Es sei Hilfe, „damit die Menschen ihre Situation vor Ort für sich verbessern.“

Nun sind mehrere tausend Bio-Sand-Wasser-Filter eine tolle Leistung. Und jeder Mensch, der nicht an verunreinigtem Wasser stirbt, ist jegliche Mühe wert. Dennoch: Angesichts von einer ¾ Milliarde Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser haben: Ist das Ganze nicht ein Tropfen auf den heißen Stein? Sylke Busenbender, die Chefin von „Samaritan‘s Purse“ Deutschland, widerspricht – und setzt auf einem Miultiplikations-Effekt.  Wenn Menschen entdeckten, dass auf Grund sauberen Wasser niemand mehr in der eigenen Familie sterbe, dann wirke das Prinzip: „Dankbarkeit macht selbst hilfsbereit!“


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