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Immer gut gekleidet

Zum 60. Geburtstag der Barbie-Puppe.

 

 

Heute hat eine der berühmtesten Frauen der Welt ihren 60. Geburtstag: Barbie. Am 9. März 1959 wurde die erste Barbie-Puppe von Mattel auf der American Toy Fair in New York präsentiert.


Kindheitserinnerungen

Standardmäßig hat „Barbie“ – eigentlich Barbara Millicent Roberts – große blaue Augen, rosa Lippen, langes blondes Haar, lange Beine, schmale Hüften – die sogenannte „Wespentaille“ – und eine üppige Oberweite. Damit stellt die Figur / Puppe ein prägendes Schönheitsideal dar, dem viele junge Mädchen nacheifern.

Zudem ist Barbie immer gut gekleidet. All das macht sie zu einer der bekanntesten und meistverkauften Puppen der Welt. Statistisch gesehen werden heute pro Sekunde drei Barbie-Puppen verkauft. Durchschnittlich besitzt jedes Mädchen sieben Barbie-Puppen. Viele erwachsene Frauen erinnern sich gerne an die Zeit, als sie mit ihren Barbies gespielt haben:

Meine liebste Barbie war die sportliche Barbie. Sie hatte eine blaue Latzhose und trug richtige Sportschuhe.

 

Ich hatte zum Beispiel eine Seifenblasen-Barbie. Die konnte man in Seifenwasser halten und dann hat sie mit ihren Flügeln Seifenblasen gemacht.

 

Die Erfindung von Barbie

Bei der ersten Barbie waren die Augen noch in schwarz-weiß gehalten mit einem kessen Seitenblick. Kräftiger Lidschatten und ein knallroter Lippenstift rundeten das Gesicht unter dem Lockenwickler-Pony ab. Ruth Handler ist Mitbegründerin der Firma Mattel und gilt als Mutter der Barbie. Auf einer Europareise entdeckte sie eine deutsche Mannequinpuppe namens Lilli, die sie für ihre Tochter Barbara kaufte. Diese Puppe wurde das Vorbild für die erste Barbie-Puppe. Eines Tages beobachtete Ruth, wie ihre Tochter mit Papier-Puppen spielte. Barbara versah die Puppen mit verschiedenen Kleidungsstücken aus Papier. Da kam Ruth die Idee, eine Puppe aus Plastik herzustellen, die man mit verschiedenen Kleidungen ausstatten konnte. Und diese Puppe sollte dann nach ihrer Tochter Barbara benannt werden: kurz Barbie.
 

Barbie als Schönheitsideal

Barbies Aussehen wird immer wieder neu designed und sie ist immer der aktuellen Mode entsprechend gekleidet. Sie hat nicht nur eine Traumfigur, sondern sie ist auch noch eine intelligente Karrierefrau: Architektin, Pilotin, Ärztin, Pop-Star … Sie scheint einfach die vollkommene Frau zu sein.

Kritiker sehen in Barbie, die viel mit Make-up, Frisuren und Modedesign beschäftigt ist, eher ein Symbol für die Oberflächlichkeit der Konsumgesellschaft. Hinzu kommt, dass junge Mädchen an Magersucht leiden und psychisch krank werden, weil sie aussehen wollen wie Barbie. Dabei ist Barbies Traumkörper doch nicht so perfekt: Wissenschaftler haben festgestellt, dass ein Mensch mit diesen scheinbar perfekten Körpermaßen überhaupt nicht lebensfähig wäre. Gott wusste schon, was er tat, als er die Frau erschaffen hat, so wie er sie kreierte. 

Gott wusste schon, was er tat, als er die Frau erschaffen hat, so wie er sie kreierte. – Katja Völkl

 


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