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Morgens halb elf im Kino

Auftakt der Internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz.

 

Sonntagsmorgens um halb elf ins Kino gehen? Wo gibt’s das denn? Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn ist das Foyer des Kinos Collosseum in der Schönhauser Allee gut gefüllt. Christen aus verschiedenen Gemeinden feiern hier den Auftakt der Internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz.

Bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn ist das Foyer des Kinos Collosseum in der Schönhauser Allee gut gefüllt. Christen aus verschiedenen Gemeinden haben ein buntes Büffet zusammengetragen. Es wird gegessen. Man tauscht Neuigkeiten aus und genießt die Gemeinschaft.

„Was hat der Andere?“

Nach dem gemeinsamen Warmwerden geht es in den großen Kinosaal. Auf der Bühne vor der Leinwand lädt eine Band zum Mitsingen ein. Dann spricht  Uwe Heimwoski, der politische Beauftragte der Evangelischen Allianz in Deutschland, über das große Thema der Gebetswoche: Einheit unter Christen. Es gelte zu fragen:  „Was hat der Andere? Was ist das Besondere an einer charismatischen Gemeinde? Die Erwartung, dass Gott heute handelt.“ Genauso seien die große Liebe zur Bibel unter brüdergemeindlich geprägten Christen hervorzuheben und das große Traditionsbewusstsein unter Katholiken.

Verfolgte Christen mahnen

Die Einheit unter Christen, die Gott selbst schafft, sei eine weltumspannende. Uwe Heimowski berichtet von seinen Reisen zu Christen in Ländern, in denen sie verfolgt, womöglich mit dem Tod bedroht werden. „Diese Chrsiten mahnen und: Betet für uns. Und verkündigt weiter unseren Herrn Jesus Christus.“

Viele dieser Menschen blieben trotz Bedrohung in ihrer Heimat. Es sei ihnen wichtig, die Hoffnung der guten Nachricht der Liebe Gottes in Ländern wie Syrien oder dem Irak hochzuhalten. Angesichts derer, die dann doch als Asylsuchende nach Deutschland kommen, bekommt das Gebet von Georg Schubert vom evangelischen Stadtkloster Segen ein besonderes – auch politisches Gewicht: „Wir bitten um eine Kultur der Liebe und des Verstehens des Anderen. Wir bitten um eine Kultur, in der wir auch uns mit unseres Schwächen und Grenzen angenommen wissen!“

Ein besonderes Zeichen der Einheit

Und schließlich setzen die rund 400 Christen aus unterschiedlichen Gemeinden und verschiedenen christlichen Konfessionen ein gemeinsames Zeichen: Sie feiern zusammen Abendmahl. Ein Ereignis, in dem es nicht um Oberflächliches geht, sondern um die Annahme des anderen Christen – auch in seiner Unterschiedlichkeit.


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