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Wem antwortest du?

Wem gegenüber bin ich eigentlich verantwortlich? Wem antworte ich mit meinem Handeln?


Alle wollen, dass es besser wird. Aber keiner will sich darum kümmern. Niemand übernimmt Verantwortung. Kennen Sie das? Vielleicht engagieren Sie sich ehrenamtlich in einem Verein, aber es wird immer schwerer, Nachwuchs zu finden. Da werden beim Elternabend Helfer für eine Schulveranstaltung gesucht, aber niemand hebt die Hand. In Ihrer Kirche oder Gemeinde wird ein Arbeitszweig eingestellt, weil sich nicht genügend Mitarbeiter finden. Schnell erklingt dann die Diagnose: „Niemand übernimmt mehr Verantwortung!“

Jede Gruppe und jede Gesellschaft lebt davon, dass sich Einzelne für das Gemeinsame einsetzen. Dass Menschen „Was habe ich davon?“ ersetzen durch „Wie kann ich die Welt verbessern?“ Und es gibt viele mögliche Gründe, warum sie damit aufhören: der Verlust gemeinsamer Vision, Perspektive und Sinn. Die Komplexität von Gesetzen und Regelungen, die jede Initiative im Keim erstickt. Enttäuschung, Frust und Kritik durch die, die immer alles besser wissen, aber selber keinen Finger rühren. Und vieles mehr. Was motiviert Menschen, auch angesichts solcher Widerstände trotzdem Verantwortung zu übernehmen?

Jede Gruppe und jede Gesellschaft lebt davon, dass sich Einzelne für das Gemeinsame einsetzen. Dass Menschen „Was habe ich davon?“ ersetzen durch „Wie kann ich die Welt verbessern?“ – Dr. Jörg Dechert

 

Ich glaube, die Antwort darauf liegt nicht im „Wer?“ oder „Wofür?“, sondern im „Wem?“ Wem gegenüber bin ich eigentlich verantwortlich? Wem antworte ich mit meinem Handeln? Als Christ sage ich: Gott hat dich begabt! Gott hat dich in seine Welt gestellt! Du darfst, kannst, sollst ein Stück davon gestalten! Du hast dein Leben vor Gott zu verantworten! In dieser Gewissheit liegen Freiheit und Würde des Menschen.

Letzten Endes mündet Verantwortung nicht im eigenen Vorteil. Und auch nicht im Vorteil der eigenen Gruppe, Gemeinde oder Gesellschaft. Letzten Endes mündet Verantwortung in einem Leben, das auf Gott antwortet. Ich wünsche Ihnen und mir, dass wir in diesem Bewusstsein leben können, und aus dieser Gewissheit heraus neu Verantwortung übernehmen.

 

Wir bleiben in Verbindung!

Ihr Dr. Jörg Dechert


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