Kunst

TACO: ein besonderer Weg zu den Herzen von Menschen

Christliche Künstler treten vor Flüchtlingen auf.

Ein Einradfahrer saust über den Platz. Jongleure werfen sich Keulen zu. Es gibt Theater und eine Band tritt auf. Das ganze nennt sich TACO und ist ein internationales Projekt. Die Künstler gehen zur Zeit in Flüchtlingsheime in Deutschland. Sie wollen Menschen, die für sich keine Hoffnung mehr sehen, neue Zuversicht geben.

Eine Künstlerin ist die Malerin Margarita aus der Ukraine. Sie sagt: „ Die Situation der Flüchtlinge hier in Deutschland berührt mich sehr. In meiner eigenen Heimat haben wir auch Krieg. Ich kann ihre Lage gut verstehen. Ich versuche ihnen zu sagen: Wahrscheinlich kann keine Regierung eure Probleme wirklich lösen. Aber Hoffnung und Rettung kommt von Gott. Ich fühle mich in die Situation in meiner Heimat, der Ukraine versetzt.“

Erfahrung mit Flüchtlingen aus Venezuala

Margarita ist wie alle Künstler hier Christ. TACO  ist ein ständig wechselndes, sich erweiterndes Team aus vielen Kontinenten. Sandra choreografiert die Tänzer. Sie selbst kommt aus Kolumbien  und weiß um Flüchtlingsdramen in ihrer Heimat. „Zu uns kommen Flüchtlinge aus Venezuela. Es ist eine schwierige Situation für sie. Genauso wollen wir hier in Deutschland den Menschen signalisieren: Solltet ihr euch nicht willkommen fühlen, Gott heißt euch immer willkommen. Es ist für mich nicht leicht, die Geschichten von Gewalt, Vertreibung und Flucht anzuhören. Trotzdem weiß ich: Gott liebt diese Menschen. Ich wünsche so sehr, dass sie in ihrem Herzen verstehen, sie sind bei Gott angenommen.“

Dann tritt Rob aus Canada mit seiner Gitarre auf. Er singt von Hoffnung, von Jesus Christus, der selbst einmal Flüchtling war und Asyl in Ägypten gefunden hat. Rob: „So viele Menschen sind orientierungslos – Man könnte auch sagen, sie befinden sich in Dunkelheit – denn sie haben noch nie von Jesus gehört. Ich bin überzeugt: Als Christen sind wir dazu berufen, Licht zu verbreiten. Und die Art von TACO ist eine wirklich kreative Art, das zu tun. Gott hat mir die Gabe der Musik gegeben - und die will ich mit anderen teilen.“

TACO ist nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern vor allem des Nahen Ostens unterwegs. Entstanden ist TACO ursprünglich mit Künstlern in der Türkei. David hatte die ersten Künstler um sich gesammelt. Seine Erfahrung: Musik und Kunst: Das schließt die Herzen der Menschen auf. Nicht immer zur Freude der Regierungen.

Eine Offene Tür in der Osttürkei

„Wir waren im äußersten Osten der Türkei. Wir mussten durch mehrere Checkpoints. Und immer wieder wurde uns signalisiert: ‚Ihr habt keine Erlaubnis, hier irgendetwas zu tun. Wir werden euch filmen und Beweise gegen euch sammeln.‘ Okay, haben wir gesagt. Menschlich haben wir keine Chance. Wir haben gebetet, sind zur Regionalverwaltung gegangen. Und dann haben wir tatsächlich die Erlaubnis für öffentliche Auftritte an zwei Abenden bekommen. 600 Menschen waren da. Drei davon haben sich für ein Leben mit Jesus entschieden. Und jetzt entsteht dort eine Gemeinde.“


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