International

Christen unter Druck

In Turkmenistan haben viele Christen Angst vor Anfeindung und Verfolgung. Durch christliche Radiosendungen erfahren sie mehr von Jesus und wachsen im Glauben.

Liebe Gebetsfreunde,

an Ostern haben wir uns an die größte Tat der Weltgeschichte erinnert. Der Apostel Paulus fasst es so zusammen: „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung“ (2. Korinther 5,19). Um dies zu ermöglichen, starb Jesus auf grausame Weise am Kreuz. Anschließend ist er am dritten Tag als Sieger auferstanden. Diese gute Nachricht wurde und wird bis heute angefeindet. Direkt nach Jesu Tod schlossen sich die Jünger aus Angst ein (vgl. Johannes 20,19-21).

Ähnlich wie den Jüngern damals geht es vielen Geschwistern in Turkmenistan. Ein Glaubensbruder ist während seines Studiums im Ausland zum Glauben gekommen und jetzt nach seinem Abschluss in sein Heimatland zurückkehrt. Er braucht viel Weisheit und Gottvertrauen in jedem Bereich seines Lebens. Seine Eltern erwarten von ihm, dass er eine Frau heiratet, die sie − entsprechend ihrer Kultur − für ihn ausgewählt haben. Bitte beten Sie für ihn!

Einige Frauen am Straßenrand in Turkmenistan (Bild: Willi Epp/ ERF Medien)

Unser Mitarbeiter vor Ort schreibt: „Wir leben in einem Land, in dem jeder unserer Schritte von den Behörden kontrolliert wird. Leider haben die Leute zu viel Angst uns zu schreiben, was die Radioprogramme für sie bedeuten, oder uns in irgendeiner Weise zu kontaktieren. Und die Informationen von denen, die tatsächlich so mutig sind uns zu schreiben, erreichen uns meist aufgrund der strengen Zensur nicht.“

Auch die Jünger von damals hatten berechtigte Angst. Aber Jesus kommt zu ihnen und spricht ihnen zu: „Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Johannes 20,21) Dieser Auftrag von Ostern gilt uns und allen Nachfolgern Jesu. Deshalb beten Sie bitte besonders für die Geschwister in Turkmenistan, dass auch sie mit Gottes Hilfe diesem Auftrag nachgehen.

Ihr

Willi Epp


Zeugnisse von Christen aus Turkmenistan

Mit Gottes Hilfe wächst die Gemeinde in unserer Stadt. Es gibt jedoch auch einige Schwächen. Es fehlt die Einigkeit und es herrscht eine Atmosphäre des Misstrauens unter den Gläubigen. Ermutigend ist aber, dass einigen das Gebet sehr wichtig ist.

Mitarbeiter S.

 

Die Behörden kamen und erwischten uns, als unsere Gemeinde sich bei uns zu Hause versammelt hatte. Es gab Ärger.

Kollege A.

 

Für uns persönlich sind die Radiosendungen „Die christliche Familie“ sehr hilfreich. Es gibt in unserer Stadt keine Gemeinde, die wir besuchen könnten. So können wir nur selten Gemeinschaft mit anderen Christen haben. Deshalb sind die Programme für die Familie so wertvoll. Wir sind eine junge Familie und profitieren von dem Material. Wir wünschen uns so sehr eine christliche Gemeinschaft in unserer Region.

Mitarbeiter F. u. M.


Die turkmenische Radiomissionsarbeit in 2017

Die ersten Aufnahmen von Sendungen wurden in einem Nachbarland aufgezeichnet. Es wurde unter sehr beschwerlichen Umständen gearbeitet, aber mit gutem Ergebnis. Die nächsten geplanten Aufnahmen sollen wieder in einem anderen Land der Region durchgeführt werden, aber die Reisebeschränkungen nach dem Putschversuch in der Türkei haben unsere Pläne durchkreuzt. Wir hatten keine andere Wahl, als einige Radiosendungen zu wiederholen.

Doch nun hat Gott eine Tür geöffnet: Im Herbst konnte ein Ehepaar verreisen und mit der Hilfe von einigen turkmenischen Glaubensbrüdern, die im Ausland studierten, konnten wir das dringend benötigte neue Sendematerial aufnehmen.

Wir erhalten sehr wenige Nachrichten aus Turkmenistan. Nur die Berichte von einigen Begegnungen mit Geschwistern aus dem Land geben uns einen Einblick. Die Situation der Christen ist immer noch kompliziert und schwierig. Deshalb ist es so wichtig, dass wir die Christen in diesem Land unterstützen. Wir wollen weiterhin den Samen des Evangeliums in diesem öden Land über Radiowellen verbreiten.


Gebetsanliegen für Turkmenistan

  1. Beten Sie dafür, dass Gott die Herzen der Regierenden so lenkt, dass das Land sich für die Verbreitung des Evangeliums öffnet!
  2. Bitte beten Sie für eine geistliche Erweckung in Turkmenistan!
  3. Beten Sie für die Einheit in den kleinen Gemeinden und für geistliches Wachstum!
  4. Bitte beten Sie dafür, dass Menschen durch die Radiosendungen zum Glauben an Jesus kommen!

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