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Christliches Bekenntnis und Integration

Angekommen! Angenommen? Migranten brauchen unsere Hilfe. Der Integrationskongress 2018 bietet hierfür wertvolle Impulse.

Auf der Suche nach Schutz und Sicherheit kommen Millionen Menschen nach Deutschland. Alleine im Jahr 2015 waren es fast eine Million. Nach der großen Fluchtbewegung folgt nun die Integration in unser Land. Das stellt Kirche und Gesellschaft weiterhin vor große Herausforderungen. Migration, Fluchtursachen und die Integration von Hilfe suchenden Menschen sind nach wie vor große Themen und werden kontrovers diskutiert. Für Christen ergibt sich die Frage: Wie können und sollen wir damit umgehen? Kann die Hilfe zur Integration nicht auch als Chance gesehen werden − eine Chance für Migranten, aber auch für uns selbst, unsere Gesellschaft und unsere kirchlichen Gemeinden?

Heike Knauff-Oliver: „Migration, Fluchtursachen und die Integration von Hilfe suchenden Menschen sind nach wie vor große Themen und werden kontrovers diskutiert.“

 

Als ERF Medien unterstützen wir Organisationen, die mit Migranten arbeiten. Wir berichten über einzelne Schicksale, wir stellen Projekte von Kirchen und Gemeinden vor, die sich um Migranten kümmern, und wir suchen nach Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen rund um das Thema Migration. Wir alle, die Gesellschaft als Ganzes und jeder einzelne kann dazu beitragen, dass Integration gelingt. Deshalb sind wir auch Kooperationspartner beim Integrationskongress 2018 im Juni auf dem Schönblick.

Getauft und dann?

Drei Tage lang stellen sich Veranstalter und Teilnehmer offenen Fragen wie: Wie begegne ich traumatisierten Flüchtlingen im Alltag? Wie begleite ich Geflüchtete weiter, wenn sie zum Glauben gekommen sind und getauft wurden? Wie kann ich Suchende zu Jesus führen? Wie kann ich den muslimischen Glauben verstehen und den eigenen formulieren? Und wo kann und muss ich zwischen Hilfe und Erschöpfung gesunde Grenzen ziehen?

Diesen und mehr Themen widmen sich Fachleute sowie namhafte Referenten aus Theologie und Politik. Praktiker in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit der Kirchen berichten über ihre Erfolge und über die intensive Arbeit mit einzelnen Menschen. Begegnung, Austausch und Netzwerken, wie auch viele Beispiele aus der Praxis sollen Helfer dazu ermutigen, dranzubleiben und weiterzumachen. Etwa 300 Teilnehmer aus allen Gesellschaftsschichten werden erwartet.  Dazu sind viele Migranten eingeladen, die ihre eigenen Sichtweisen und Bedürfnisse schildern.

Über 40 christliche Organisationen stellen sich den Chancen und Aufgaben der Integration. Sie zeigen und erklären, wie Heimat und Integration aus Sicht der Gesellschaft und Politik, aber auch aus Sicht der Kirche betrachtet werden kann. Vorgestellt wird zum Beispiel, wie interkulturelle Gemeindeformen und integrative christliche Gemeinschaften unter dem Dach von Ortsgemeinden entstehen können.  Oder auch, wie wir voneinander lernen und Interkulturelles neue Qualität in das Gemeindeleben bringen kann. Gezeigt werden verschiedene Erfolgsmodelle, Projekte und Konzepte aus der Integrationsarbeit.

Zum christlichen Glauben stehen

Das Thema Migration und die Auseinandersetzung mit dem Islam werden uns noch lange beschäftigen: Für uns Christen ist und bleibt es eine besondere Herausforderung und eine große Chance. Eine Chance, uns mit unserem eigenen Glauben und Werten auseinanderzusetzen. Selbstbewusster mit unserem Glauben umgehen, ist ein weiteres wichtiges Anliegen des Kongresses. Zu unserem christlichen Auftrag gehören neben der Verkündigung auch Handeln und konkrete Hilfe. Genauso wichtig ist es, dass wir zu unserem christlichen Glauben stehen – uns zu Jesus bekennen. Dazu ermutigt uns auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, wenn sie sagt: „Haben wir doch den Mut zu sagen, dass wir Christen sind!“

Angela Merkel „Haben wir doch den Mut zu sagen, dass wir Christen sind!“

 

Veranstalter sind mit dem Kongresszentrum Schönblick auch die AEM (Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen), die VEF (Vereinigung Evangelischer Freikirchen) und die Deutsche Evangelische Allianz. Kooperationspartner aus Staat und Kirche sind unter anderem die Akademie für Weltmission, Diakonie, Aktion Mensch, DMG, DRK, SRS, EIMI, Orientierung M, Refugee Ministries International und viele andere.

Unter der Thematik „Angekommen! Angenommen? Integration wagen“ findet der Integrationskongress 2018 vom 10. bis 12. Juni im christlichen Gästezentrum Schönblick (Schwäbisch Gmünd) statt.

 

 


Kommentare

Von Jörg S. am .

Auf die Frage, ob sie bete, antwortet Angela Merkel wortwörtlich: "Nur privat, Politik schaffe ich alleine". Und das Ergebnis dieses Hochmuts lässt sich ohne Zweifel an ihren faulen Früchten erkennen. Wie sagte Kirchenvater Augustinus: Da wir uns von Dir abgewandt haben, lieferst Du uns aus, und zwar an uns selbst. Dr. McGee hat es sehr gut formuliert: Zuerst kommt der Abfall, dann die Dekadenz, dann das Politische Chaos. Dekadenz ist also nicht die Ursache für politisches Chaos, sondern der mehr

Von Klaus V. am .

Die Bibel sagt uns ganz deutlich wie wir uns gegenüber Flüchtlingen verhaten sollen. Dies ist für mich maßgebend und als Christ meine Pflicht. Lesen der Bibel ist in jeder Lebenslage wichtig !

Von Klara am .

Zu diesem Thema auch interessant die Predigt von Pastor Jakob Tscharntke:
Pastor Tscharntke - Eine wahrhaftige Predigt 11.10.2015
Hierzu auch noch ein Artikel, in dem sich der Berliner Pfarrer Gottfried Martens für die Christen in Flüchtlingsunterkünften in Deutschland einsetzt:
Scharia im Flüchtlingsheim: Christen fliehen, Behörden wissen von nichts


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