Soziales Lesezeit: ~ 1 min

Jeder Mensch braucht ein Zuhause

Caritas fordert eine Million neue Wohnungen.

Zwei Zimmer, Küche, Bad für 800 Euro kalt: In Berlin ist das schon fast ein Schnäppchen. Doch nicht nur in der Hauptstadt ist Wohnraum teuer. Im ganzen Bundesgebiet fehlt bezahlbarer Wohnraum. Und dabei trifft es nicht nur die Armen im Land, beklagt der Präsident des Deutschen Caritasverbands, Prälat Dr. Peter Neher: „Auch Menschen aus der Mittelschicht – Krankenpfleger, Polizisten, Erzieherinnen – spüren mittlerweile, dass bezahlbarer Wohnraum Mangelware ist.“

Schutz der Intimsphäre

Deshalb startet die Caritas jetzt eine Kampagne mit dem Titel „Jeder Mensch braucht ein zu Hause“. Auf Plakatmotiven sind Menschen zu sehen, die ihr Wohn- oder Arbeitszimmer auf der Straße aufgebaut haben. Neher will damit zeigen: Eine eigene Wohnung ist wichtig. „Eine Wohnung schützt die Intimsphäre. Sie bietet Geborgenheit. Kinder spielen hier mit Freunden. Verwandte werden bewirtet.“

Kurzum: Eine Wohnung ist das Zentrum des sozialen Miteinanders. Eine Million Wohnungen fehlen nach Angaben der Caritas in Deutschland. Peter Neher sieht vor allem die Kommunen, also die Politik, in der Pflicht. „Sie besitzen mit dem Bauplanungsrecht ein starkes Instrument, mit dem sie mitbestimmen können, wo, wie und was gebaut wird.“

Eigenheimbesitzer sind gefordert

Immer wieder scheitern aber auch Projekte für günstige Wohnungen am Widerstad der Nachbarschaft. Der Caritas-Chef richtet daher einen Appell an alle Eigenheimbesitzer und stellt die Frage: Könnte eine nette Familie, die demnächst in die Nachbarschaft zieht, nicht wichtiger sein als der unverstellte Blick auf den Horizont?

 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Wohnungsnot und was dagegen getan werden kann.


Kommentare

Von Gast am .

Ohne Christus wird die Gesellschaft immer ärmer.
Deutschland muss umkehren und Buße tun.


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