Bericht

Die Reformation hat die Beichte nicht abgeschafft!

Bibelarbeit von MP Reiner Haseloff auf dem Kirchentag auf dem Weg

 

 

 

Spätestens seit dem Auftritt von Barack O‘Bama am Brandenburger Tor sind alle Augen auf Berlin gerichtet. Doch zum 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag gehören auch die sogenannten Kirchentage auf dem Weg. Ausrichter ist unter anderem die Stadt Magdeburg. Hier – im Dom der Landeshauptstadt – hat der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, eine Bibelarbeit über den Zöllner Zachäus gehalten.

 

Der Zöllner Zachäus: ein Vorbild

Haseloff outete sich als „alter Israel-Pilger“, der Jericho, den Schauplatz der historischen Begebenheit bereits besucht hat. Der Ministerpräsident betonte, der Zöllner Zachäus sei jemand gewesen, der als Steuereintreiber der römischen Besatzer oft illegal in die eigene Tasche gewirtschaftet habe. Dennoch sei er bis heute ein Vorbild, weil er in der Begegnung mit Jesus „sofort weiß, wo er gesündigt und versagt“ hat.
 

Demokratie baut auf bußfähige Menschen auf

Heute werde die Bereitschaft, Versagen einzugestehen, eher als Schwäche ausgelegt. Doch der demokratische Staat, so Haseloff, könne nur auf Menschen bauen, die sich ihrer eigenen Begrenztheit bewusst seien und Fehler zugeben.

Haseloff, selbst als Katholik in der Lutherstadt Wittenberg aufgewachsen, betonte, die DDR sei einen gegenteiligen Weg gegangen. Die Diktatoren hätten versucht, mit Gewalt ein vermeintlich gerechtes Gesellschaftssystem durchzusetzen in der Annahme, dies würde den Menschen verändern. Dieser Weg sei gescheitert.
 

Reformation hat Beichte nicht abgeschafft

Sündenbekenntnis und Buße seien heute so aktuell und nötig wie eh und je – auch in der evangelischen Kirche. Reiner Haseloff erinnerte daran, dass in der Wittenberger Stadtkirche, der Predigtstätte Martin Luthers, bis heute der größte Beichtstuhl Deutschlands stehe. „Er wurde in der Reformation nicht abgeschafft!“


Alle weiteren Informationen zum Kirchentag finden Sie auf unserer Sonderseite Kirchentag bei ERF Medien.


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