Glosse

Das Krippenkind

Skandal: Junge muss sofort nach der Geburt in die Krippe!

Unglaubliches hat sich in Bethlehem, Israel, abgespielt: Ein Junge ist direkt nach seiner Geburt in eine Krippe gegeben worden. Er hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, seinen unmittelbaren Geburtstag mit seinen Eltern im Krankenhaus oder Zuhause zu verbringen. Raus aus der Mutter, rein in die Krippe – das hat die Welt so noch nie gesehen.

Eine Friss-oder-stirb-Mentalität

Bei den Eltern des betroffenen Kindes handelt es sich um Maria (aus Insiderkreisen wird ihr Alter auf 14 Jahre geschätzt) und Josef v. N. (Alter unbekannt). Gerüchten zufolge hat es kurz vor der Geburt ihres Sohnes eine heftige Beziehungskrise gegeben. Josef sei drauf und dran gewesen, Maria zu verlassen. Wie Maria nun auf einer Pressekonferenz bestätigte, ist Josef nicht der biologische Vater des Kindes. Nichtsdestotrotz haben Maria und Josef v. N. sich kurz nach dieser Bekanntgabe für eine Heirat entschieden. Josef v. N. kann nun Marias Sohn adoptieren und als Erziehungsberechtigter fungieren. Inwieweit der Erzeuger eine Rolle im Leben des Kindes spielen möchte, ist zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt. Trotz investigativer Recherche konnte er bisher nicht aufgespürt werden. 

Als hätte das Kind somit nicht schon genug Patchwork zu händeln, hat sich nun auch noch der starke Arm von Vater Staat eingemischt: Aufgrund eines Umsiedlungsprojektes mussten Maria und Josef v. N. ihre Heimatstadt verlassen, als Maria bereits schwanger war. Nach langem und beschwerlichem Umzug hat Maria v. N. das Kind in der Stadt Bethlehem zur Welt gebracht. Aufgrund der fremden Umgebung konnten Maria und Josef v. N. keine Unterstützung aus ihrem Familien- oder Freundeskreis erhalten. Finanzielle Hilfe vom Staat gab es ebenfalls nicht – das Elterngeld wurde ihnen gestrichen. Schließlich sollen die frischgebackenen Eltern so schnell wie möglich zurück an ihren Arbeitsplatz – eine Entscheidung des Famschaftsministeriums (Zusammenschluss der Familien- und Wirtschaftsministerien). Um zu überleben, hatten Maria und Josef v.N. also keine andere Wahl als die Hilfe einer Krippe anzunehmen – die einzig staatlich geförderte Maßnahme.  

Keine Wahl, keine Qual?

Wie aus einer zuverlässigen Quelle hervorgeht, haben Maria und Josef v. N. zuvor nichts unversucht gelassen. Allerdings wurde ihnen jegliche Form der Unterstützung verwehrt – von der Aufnahme in ein Krankenhaus über die Betreuung durch eine Hebamme bis hin zu einer Tagesmutter, die das Ehepaar entlasten könnte. Nachdem sich Maria und Josef v. N. also für die Krippe entscheiden mussten, seien ihnen Geschenke im Wert von umgerechnet 20.000 Euro zugespielt worden. Steckt dahinter die „Eltern-zurück-in-die Wirtschaft-katapultieren-Lobby“? Das wäre gut möglich. Denn ihr Ziel ist es, weitere Eltern anzulocken, damit sie ihre Kinder direkt nach der Geburt abgeben.

 

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