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Flüchtlingshilfe konkret

Wie die Chemnitzer Brücke christliche Werte mit Leben füllt

„Menschlichkeit-Gastfreundschaft-Nächstenliebe“ – das sind die drei Säulen, auf denen die Arbeit der Chemnitzer Brücke gegründet ist. Diese Brücke gibt es inzwischen schon seit drei Jahren an der Frankenberger Straße in Chemnitz-Hilbersdorf. Eine Adresse, die mittlerweile schon wohlbekannt ist und nötiger denn je. Das zeigen die bis zu 30 Flüchtlingen, die täglich die Begegnungsstätte aufsuchen. Dort werden sie herzlich von den ehrenamtlichen Mitarbeitern in Empfang genommen. Ich glaube das ist genau das Richtige für einen fremden Menschen in einem fremden Land, so ganz ohne Kontakte.

Hilfe geben – ganz konkret

Flüchtlinge sitzen auf dem Sofa und essen gemeinsam
© Brückenbauer Chemnitz

Bei der Brücke kann echte Begegnung stattfinden. Echt heißt in dem Fall von Mensch zu Mensch. Aber wie kann das genau aussehen, zwischen zwei Menschen, die die Sprache des anderen nicht kennen? Am Ende ist es gar nicht so unmöglich, wie es zunächst klingen mag. Man muss nur klein anfangen.  Manchmal reicht schon ein herzliches und ehrliches Lächeln, ein warmer Händedruck, ein interessierter Blick, damit sich jemand willkommen fühlt. Diese einfachen Dinge sind es, die jeder versteht. Sie fallen leicht und bereichern das Leben des anderen. Auch und gerade weil die Menschen, die kommen, oft in schwierigen Lebenslagen stecken. Sie haben vielleicht keinen Pass und keine Sicherheit. Sie haben ganz sicher kein zuhause und eine ungewisse Zukunft. Für mich ist das eine Lebenslage, die kaum vorstellbar ist.

Frauen spielen Memory
Spielerisch Deutsch lernen: Zum Beispiel mit Memory. © Brückenbauer Chemnitz

Die Brücke Chemnitz möchte aber nicht nur zwischenmenschlich, sondern auch konkret helfen. Zum Beispiel auf der einen Seite beim Lernen der deutschen Sprache und auf der anderen Seite durch seelsorgerische Betreuung.  Das ist sicherlich oft nicht leicht, denn die Flüchtlinge sind traumatisiert und haben eine Reise hinter sich, die ich mir mit all ihren Gefahren und Entbehrungen gar nicht vorstellen mag. Aber genau deswegen ist die Chemnitzer Brücke auch nah an der Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber gelegen. Die Mitarbeiter gehen dorthin, um Kontakte zu knüpfen und die Menschen dort zu besuchen, wo sie leben.

Jeder Mensch ist Gottes Geschöpf

Die Motivation der ehrenamtlichen Mitarbeiter ist in ihrem Glauben an einen liebenden Gott begründet. Die „Brückenbauer Chemnitz“ sehen in jedem Menschen ein von Gott geschaffenes und geliebtes Wesen. Jesus hat gezeigt, wie ein solches Menschenbild das Leben eines jeden ganz praktisch beeinflussen kann. Welches Bild habe ich von den Menschen, die hier hin kommen? Wie reagiere ich auf die Not, die mir durch sie begegnet? Barmherzigkeit und Anteilnahme, Verständnis und Hilfe – diese Worte möchte ich als Christ mit Leben füllen. Diesem Vorbild folgen auch die Mitarbeiter der Chemnitzer Brücke.


Sie möchten sich über mehr Projekte informieren, die sich für Flüchtlinge einsetzen? Hier kommen Sie zu unserer Sonderseite rund um das Thema Flüchtlinge


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