Erfahrungsbericht Lesezeit: ~ 2 min

Vom Punk zum Jesus-Nachfolger

Maria* aus der Ukraine erfährt eine radikale Kehrtwende.

„Mein Mann stammt aus einem christlichen Elternhaus, ging aber mit 16 Jahren von zu Hause weg. Wir lernten uns als junge Erwachsene kennen und kamen gemeinsam mit der Punkszene und der Rastafari-Bewegung in Berührung. Im Mittelpunkt unserer Religion stand die Göttlichkeit des äthiopischen Kaisers Haile Selassies. So wie viele Rastafaris trugen wir zum Zeichen der Naturverbundenheit Dreadlocks. Auch mit dem Buddhismus beschäftigten wir uns.

Eine Katastrophe für meinen Mann

Als ich erfuhr, dass die Eltern meines Mannes Christen sind, fing ich an, sie zu hassen. Doch kurze Zeit später kam ich selbst mit dem christlichen Glauben in Berührung. Das allein wäre eine Geschichte für sich. Nur so viel dazu: Mit 23 wurde ich Christ, was für meinen Mann eine Katastrophe war. Er hatte sich ja bewusst vom christlichen Glauben abgewandt. Die nächsten fünf Jahre waren für uns beide ein Albtraum. Ich wollte nicht so weitermachen wir vorher und weigerte mich, weiterhin auf Rastafari-Partys mitzugehen. Ich kappte die Beziehung zu alten Freunden und trennte mich von meinen Dreadlocks.

Trotz aller Schwierigkeiten blieben mein Mann und ich zusammen. Wir bekamen nach und nach fünf Kinder und kauften für unsere Familie ein Haus in den Wäldern. Hier draußen gibt es kein Internet und kein Fernsehen, nur das Radio funktioniert. Vor etwa fünf Jahren stieß ich zufällig auf eure christlichen Sendungen. Ich merkte sofort, dass ich Gleichgesinnte gefunden hatte. Ich fing an, jeden Abend zuzuhören, und mein Mann machte schließlich mit. Ganz allmählich stellte ich fest, wie er sich veränderte. Eines Tages entschied er sich auch für ein Leben mit Jesus.

Als Missionar unter die Punks

Heute sind eure Sendungen für uns eine große geistliche Kraft. Wir haben nur sehr wenige Kontakte und sehen nur am Sonntag unsere Freunde. Unser Leben ist ausgefüllt von Arbeit und Kindererziehung. Wenn unsere Kinder abends im Bett sind, hören wir eure Sendungen. Darauf freuen wir uns schon den ganzen Tag. Der Empfang ist qualitativ nicht gut, aber ich habe lange herumprobiert, um den bestmöglichen Empfang aus unserem Radio herauszuholen. Ich habe auch schon mit anderen Leuten über TWR gesprochen und CDs mit euren Sendungen verteilt.

Ich träume davon, dass mein Mann eines Tages als Missionar unter die Punks geht und ich ihm dabei helfe. Es liegt mir auf dem Herzen, mich um diese Leute zu kümmern. Schließlich habe ich mal unter ihnen gelebt und weiß, wie sie ticken.“


* Name geändert


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