Filmrezension Lesezeit: ~ 2 min

„Paddington“

Der Bär aus dem beliebten Kinderbuch erobert die Filmleinwand

Ein Forscher entdeckt im peruanischen Regenwald eine unbekannte Bären-Art. Er freundet sich mit ihnen an, lehrt sie sogar die englische Sprache und Manieren. Als der Forscher abreist, lädt er die Bären nach London ein. Doch erst deren „Neffe“ schafft es in die Großstadt. Am Bahnhof Paddington muss er feststellen, dass London anders ist, als er es sich vorgestellt hat.

Als eine Familie auf ihn aufmerksam wird, nimmt sie ihn erstmal mit nach Hause und tauft ihn nach seinem Fundort. Und während sich Paddington und Familie Brown aneinander gewöhnen, ist eine elegante Frau aus dem Museum hinter dem knuddeligen Pelztier her, um ihn für die Sammlung auszustopfen.

Liebevolle Umsetzung des Kinderbuchklassikers

Die Kinderbuchvorlage von Michael Bond zu „Paddington“ entstand 1958. Längst ist das Kinderbuch in England zum Klassiker geworden. Doch erst im 21. Jahrhundert bekommt der pelzige Held seinen abendfüllenden Kinofilm.

Was in den Kinderbüchern nur wenige Seiten einnimmt, wird hier zu einer kompletten Geschichte ausgerollt. Das Drehbuch entwirft Paddingtons Anreise, das Kennenlernen der Familie und die Suche nach einem richtigen Zuhause so ausführlich, dass man meinen könnte, es würde langweilig werden. Wird es aber nicht! Denn schon die Vorgeschichte im peruanischen Regenwald ist so nett gestaltet, dass keine Langeweile aufkommt.

Die Regenwaldszene kann übrigens für Vorschulkinder durchaus beängstigend wirken, weil sie die wohl spannendste und dramatischste ist. Deswegen empfehle ich, den Film nur mit medial erfahrenen Kindern ab 6 Jahren anzuschauen.

Perfektes Leinwandmärchen für die ganze Familie

Regie: Paul King
Drehbuch: Michael Bond, Paul King
Schauspieler: Hugh Bonneville, Nicole Kidman, Sally Hawkins, Julie Walters, Elyas M'Barek als deutsche Stimme von Paddington
Verleih: Studiocanal
Laufzeit: 95 Minuten
VÖ: 4.12.2014
FSK: ohne Angabe
Website: www.paddington-derfilm.de

Abgesehen davon gelingt es Drehbuchautor und Regisseur Paul King, ein perfektes Märchen auf die Leinwand zu zaubern, das dank der modernen Animationstechnik wunderbar real wirkt. Es sind so viele herzige Einfälle in seinem Drehbuch, dass „Paddington“ wirklich zu einem tollen Kinoerlebnis für Groß und Klein wird.

Es waren die Macher von „Harry Potter“, die für Animation und Set-Design verantwortlich waren – und diese Qualität merkt man dem Film an. Die Realbesetzung kann sich ebenfalls sehen lassen: Neben Sally Hawkins, Julie Walters und Jim Broadbent hinterlässt Nicole Kidman als Bösewicht einen erstaunlich guten Eindruck. Trotzdem stiehlt der tapsige Bär allen Darstellern die Show. In der deutschen Fassung wird Paddington übrigens von Elyas M’Barek gesprochen.

 

 

 

Fazit: Gelungene Animationen, Detailreichtum und eine herzige Geschichte machen „Paddington“ zum ultimativen Kinoerlebnis für Groß und Klein.

 

 

Der offizielle Filmtrailer von Paddington

 

Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.