Filmrezension

Possierliche Spezialagenten

Im Film Die „Pinguine von Madagascar“ endet der Versuch, die Welt zu retten, im Chaos

Seit der erste Madagascar Animationsfilm 2005 die Kinos eroberte, sind die vier Pinguine Skipper, Kowalski, Rico und Private die heimlichen Stars der Reihe. Jetzt haben sie endlich ihren eigenen Filmableger, der mit der ersten Zusammenkunft der Vier beginnt – und dabei ein klein wenig an „Ice Age“ erinnert. Nach dem „Kennenlernen“ geht das Chaos dann richtig los und ist bis zum Abspann nicht mehr zu bremsen.

Die vier New Yorker Pinguine stehen nämlich einem alten Feind gegenüber: Oktopus Dave alias Dr. Octavius Brine. Der ist auf die Seevögel gar nicht gut zu sprechen, denn die ziehen im Zoo aufgrund ihrer Niedlichkeit alle Aufmerksamkeit auf sich. Also schwört er Rache. Doch das unschlagbare, vierköpfige Team lässt sich nicht unterkriegen, zumal sie von einem Profiteam namens „Nordwind“ Rückendeckung erhalten. Das wird angeführt vom gutaussehenden Husky „Geheimsache“. Dessen richtigen Namen könnte ich verraten, aber dann müsste ich jeden, der das liest... Naja, Sie wissen schon.

Keine Schenkelklopfer, trotzdem viel zu lachen

Die drei Madagascar-Filme und viele kleine Kurz-Features haben Skipper, Kowalski, Rico und Private zu Stars gemacht. Jetzt dürfen sie sich endlich allein auf der Leinwand austoben. Dabei lebt der Film nicht vornehmlich vom Wortwitz, sondern eher von den vielen kleinen Einfällen, dem Chaos, das sie stiften und natürlich der Niedlichkeit, die tatsächlich von Pinguinen ausgeht – Selbstironie inklusive. Dabei verhalten sich die Pinguine wie klassische Film-Agenten à la James Bond. Damit stehen die vier coolen Typen aber auch mit den Nordwind-Agenten im Konkurrenzkampf.

Regie: Simon J. Smith, Eric Darnell
Drehbuch: John Aboud, Michael Colton, Brandon Sawyer
Originalsprecher: John Malkovich, Benedict Cumberbatch, Tom McGrath, Chris Miller, Christopher Knights, Conrad Vernon
Verleih: 20th Century Fox
Laufzeit: 92 Minuten
VÖ: 27.11.2014
FSK: ohne Angabe
Website: http://madagascar.de.dreamworks.com/

„Die Pinguine aus Madagascar“ ist zwar nicht das Beste, was 20th Century Fox je herausgebracht hat, aber auch nicht das Schlechteste. Ich persönlich finde den Film über die flugunfähigen Seevögel jedenfalls besser als die Madagascar-Filme und habe mich köstlich amüsiert. Schenkelklopfer gibt es hier nicht. Dafür aber ist der Film reich an Details, die zum Schmunzeln und Kichern einladen.

Für Kinder ab sechs und ihre erwachsenen Begleiter ist der Animationsfilm ein netter Spaß, der in 2D übrigens genauso gut funktioniert wie in 3D. Viele Extra-Features für das räumliche Gucken gibt es nicht zu sehen. Meine Schlussempfehlung: Beim Abspann noch kurz verweilen – denn da bekommt man noch ein wichtiges Detail zu sehen.

 

Fazit: Ein chaotischer Animationsspaß für die ganze Familie    

 

 

Der offizielle Trailer von "Die Pinguine von Madagascar"

 

 


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