Andacht

Die Ich-Gemeinschaft

Facebook und Twitter sind gemeinschaftsfördernd - oder nicht? Die Bibel stellt sich etwas anderes darunter vor.

Die Bibel fordert mich immer wieder heraus. Da lese ich z. B. in der Apostelgeschichte folgendes:

"Und alle, die gläubig geworden waren, bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam."
Apostelgeschichte 2,44

Irgendwie unvorstellbar in der heutigen Zeit. Denn trotz boomender Online-Communities wie StudiVZ, Facebook & Co. zählt vor allem das Ich. Sich selbst präsentieren, cool sein, sich selbst verwirklichen. Gemeinschaft? Nur solange es nicht kompliziert wird.

Diese Gedanken machen oft auch vor mir und meinem Verhältnis zu Gemeinde nicht halt. Wenn bei mir nicht alles glatt läuft, muss das doch nicht unbedingt jeder dort wissen. Die Mitarbeit sollte mir Spaß machen, meine Hauskreisteilnehmer hip sein und der Pastor sollte nicht unbedingt mein Privatleben kritisieren. Gemeinschaft? Gerne! So lange es nicht kompliziert wird.

Die etwas andere Gemeinschaft

Ohne zu viel in den genannten Vers hineinzulegen - bei den ersten Christen war es allem Anschein nach anders. Dadurch war es sicher nicht einfacher. Es ist nicht leicht, authentische Gemeinschaft zu leben, nach Einheit zu streben und sogar dann aneinander Anteil zu haben, wenn es anstrengend wird oder etwas kostet. Aber es scheint mir, dass diese Christen durch ihre Einheit und ihrer Anteilnahme bereichert, gesegnet und beschenkt wurden. Und dass ihre Einheit im Sinne Gottes war.

Und ohne das Innerste immer nach außen kehren zu müssen ist dieser Vers Grund genug, mich für heute inspirieren zu lassen.

 


Kommentare

Von Wilfried D am .

Abgesehen von den Königen und wenigen Priviligierten hatte es die Masse der Menschen damals scheinbar leichter als wir heute. Warum? Weil sie kaum persönlichen Besitz hatten. Zudem erwarteten sie die baldige Wiederkunft des Herrn.
Und heute? Für einen Christen sind persönlicher Erfolg und Besitz doch Geschenke, Ausdruck von Gottes Segen. Nichts können wir wirklich festhalten oder irgendwo hin retten. So gesehen muss es nicht schwerfallen, andere an den uns anvertrauten Pfunden teilhaben zu lassen, in welcher Form auch immer ...

Von Micha K. am 24.09.2012 am .

"Sie bildeten eine Gemeinschaft und hatten alles gemeinsam." Also, zuerst einmal muss wohl die Gemeinschaft stimmen, dann entwickelt sich Wunderbares daraus.... Wir bilden jedoch keine Einheit, weil wir nicht in der Lage sind, die Beziehungen untereinander in Ordnung zu halten. Die Beziehungsfähigkeit ist bei einigen gestört. Konflikte werden nicht zufriedenstellend gelöst, man kann nicht miteinander reden, Unklarheiten nicht klären. Niemand will die Wahrheit wissen. Die Tatsachen werden mehr

Von Heiderose B am .

Füreinander da sein,das will doch heute keiner mehr,denn jeder ist sich selbst der Nächste,oft auch unter Christen,und das sollte nicht so sein,wenn wir unseren Herrn Jesus nachahmen würden!!!!

Von Horst P am .

Die ersten Christen waren ausschließlich Juden und zum Judentum Konvertierte. Die Idee vom gemeinsamen Besitz wird dort teilweise in den Kibbuzin fortgesetzt. Dort findet man heute noch Ansätze vom gemeinsamen Eigentum und dessen Nutzung im Ansatz. Das Gemeineigentum wurde bei uns durch den Kommunismus und Sozialismsus in Veruf gebracht. Was in der Gemeinschaft mit dem Herrn in der Gemeinde vielleicht noch teilweise funktioniert - einer trage des anderen Last - kann allerdings auf unsere mehr

Von R. von Istler am .

Gemeinschaft, nein danke. In Krisenzeiten bist Du sicher allein! Dann doch lieber ohne. Zeitverschwendung. Glauben geht auch ohne Gemeinde.

Von Harry Puschel am .

?Leider kommt in den meissten Gemeinden der Biblische aspekt völlig zu kurz.In Gesprächen kommt es zu erschreckenden Äusserungen (keine Zeit,kein Geld.zu krank usw.Gemeinschaft ist nicht nur auf den Sonntag beschränkt.Sondern heisst auch Brotbrechen im vollem Sinne.Aber bin ich als Christ wirklich frei.Oder bin ich noch gebunden an die Götter dieser Zeit ?

Von Renate am .

Kurz, knapp, bündig! Danke!


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