Wirtschaftswachstum und seine Folgen

Die andere Art zu wachsen

Die Initiative „anders wachsen“ ist der Ansicht, dass gesellschaftliche Entwicklung nicht mehr über das Wirtschaftswachstum definiert werden darf. Ein Interview

Es ist eine weitverbreitete Auffassung, dass die Bürger mehr kaufen sollen, um der Wirtschaft zum Aufschwung zu verhelfen. Mehrere Ökonomen und Initiativen sind jedoch der Ansicht, dass der Zwang zum Wachstum längst nicht mehr die richtige Entwicklung ist. Die Initiative „anders wachsen“ sieht sich als Plattform, um die bereits bestehenden alternativen Konzepte bekannt zu machen. Dazu führt sie Seminare und Veranstaltungen zum Thema durch. ERF Online hat mit Walter Lechner, einem der Leiter der Initiative, gesprochen.

ERF Online: Sie wünschen sich weniger Wirtschaftswachstum. Heißt es nicht immer, die Wirtschaft muss wachsen, damit es uns besser geht?

Walter Lechner: Unsere Initiative „anders wachsen“ setzt sich nicht für weniger, sondern für eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum in unseren hochindustrialisierten Ländern ein. Es hat über Jahrzehnte hinweg unseren ungeheuren Wohlstand erzeugt, der nach dem Krieg undenkbar war. Damals war das Wachstum notwendig. Wenn nichts da ist, muss produziert werden, um die Menschen mit Grundgütern versorgen zu können und deren Grundbedürfnisse zu stillen. Doch heute haben wir in unserer mitteleuropäischen Gesellschaft einen so hohen Wohlstandslevel erreicht, dass ein weiteres Wachstum in ökologischer und sozialer Hinsicht schädlich und gefährlich ist.

Erst kürzlich ist die Klimakonferenz „Rio +20“ zum Klimaschutz und zur ökologischen Wende kläglich gescheitert. Auf der einen Seite wollen wir das Klima schützen, aber auf der anderen Seite streben wir nach einer steigenden Wirtschaft mit mehr Konsumgütern, die immer mehr Rohstoffe verbraucht und den CO²-Ausstoß in die Höhe treibt. Das lässt sich nicht miteinander vereinbaren.

ERF Online: Sie fordern die Kirche dazu auf, Alternativen aufzuzeigen. Warum?

Die Initiative „anders wachsen“ wurde im März 2011 von Mitarbeitern der Kirche gegründet und setzt sich für ein Wachstum in Lebensbereichen außerhalb der Wirtschaft ein. Ihr geht es nicht um qualitatives und nachhaltiges Wachsen, da dieses weiter das Wirtschaftswachstum als gesellschaftliches Leitziel verfolgt. Dazu Lechner: „Wenn der Zwang zum Wirtschaftswachstum wegfällt, eröffnet das andere Wachstumsoptionen. Es gibt Menschen, die 'anders wachsen' in der einen oder anderen Weise leben. Das kann ehrenamtliches Engagement sein, fair-ökologisch-saisonaler Konsum, spirituelles Leben, Musizieren, Befreiung vom Konsumstress, Bezug von Ökostrom oder Nutzung alternativer und sozial förderlicher Sparformen wie Oikocredit.“

Walter Lechner: Die Bibel lehrt, dass es Grenzen des Wachstums gibt. Wenn wir diese überschreiten, wird es für Menschen schädlich. Gott hat uns heilsame Grenzen gesetzt, um unserer selbst und der Schöpfung willen. Der christliche Glauben lehrt das Maßhalten. In diesem Fall kann es heißen zu erkennen, was man zum Leben braucht und was uns ein gutes Leben beschert.

Aber unsere Gesellschaft hat die Maßlosigkeit zum Maß aller Dinge gemacht. Nach unserer Überzeugung müssen Kirchen und Christen darauf aufmerksam machen, dass wir uns in eine falsche Richtung bewegen, die uns nicht mehr gut tut. Wir bedienen mit dem Zwang zum Wirtschaftswachstum eine gigantische Finanzindustrie, die auf Anhäufung von Geld ausgerichtet ist. Dem einzelnen Menschen kommt das Wirtschaftswachstum, das überall gefordert wird, nicht zugute. Und solange die Wirtschaft wächst, werden auch der Ressourcenverbrauch und die Verschmutzung der Welt steigen. Das kann nicht im Sinne Gottes sein.

ERF Online: In der Bibel wird Reichtum und Konsum per se nicht negativ gesehen, denken wir an Salomon oder Abraham.

Walter Lechner: Die Bibel beinhaltet durchaus kritische Aussagen zum Reichtum. (Lukas 12,16-21) Aber die Kirche muss nicht automatisch gegen Reichtum und Konsum sein, wenn sie sich gegen den Zwang zum Wirtschaftswachstum und für eine andere Prioritätensetzung in der Gesellschaft ausspricht. Wenn wir als Gesellschaft jedoch unseren Reichtum zu Lasten von Menschen in Billiglohnländern und durch kontinuierlich wachsende Ausbeutung natürlicher Ressourcen erreichen, dann lässt sich das nicht mit der Bibel in Einklang bringen.

„Es wird der belohnt, der das kurzlebigste Produkt erzeugt“

ERF Online: Welche Alternativen zum Wirtschaftswachstum gibt es Ihrer Ansicht nach?

Walter Lechner: Das Wirtschaftswachstum ist nur eine Maßeinheit. Es ist die jährliche Steigerung des Bruttoinlandprodukts, die Summe der erzeugten Warenwerte innerhalb eines Jahres. Das Problem ist, dass wir das Wachstum zum Gradmesser für den Wohlstand unserer Gesellschaft gemacht haben. Es gibt Möglichkeiten und Konzepte, gesellschaftliche Entwicklung anders zu definieren, indem man zusätzliche Faktoren mit einbezieht: wie viel Freizeit die Menschen haben, welche Qualität das Familienleben in einer Gesellschaft hat, welchen Stellenwert Kultur und Bildung haben.

Die moderne soziale Marktwirtschaft wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. Ludwig Erhard, einer der Gründerväter, hat damit gerechnet, dass nach einer Phase der Deckung der normalen Bedürfnisse das Wirtschaftswachstum endet und etwa in den 70er-Jahren in eine "stationäre Wirtschaft" übergeht. Doch zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits die Wachstumswirtschaft in eine "Wachstumsgesellschaft" verwandelt - d. h. in eine Gesellschaft, in der alle Bereiche bis hin zu den Sozialsicherungssystemen auf der Logik aufbauen, dass morgen mehr da ist als gestern. Diese Logik gilt es zu brechen.

ERF Online: Welche Rolle spielt die Politik in diesem negativen Kreislauf?

Walter Lechner: Die Politik hat die Möglichkeit festzulegen, wer durch Subventionen, Steuererleichterungen und Abbau von Handelshemmnissen belohnt oder benachteiligt wird. Im Moment wird derjenige belohnt, wer das meiste Kapital und das kurzlebigste Produkt erzeugt. Denn er produziert mit der Notwendigkeit, dass der Kunde so schnell wie möglich wieder etwas Neues nachkauft. Gleichzeitig werden aber soziale und ökologische Kosten ausgegliedert. Wenn man diese mit einrechnet, würden viele nicht mehr zum Wirtschaftswachstum beitragen. Vielleicht würden sie sogar ein Negativwachstum haben, weil sie enorme Schäden im Klima, im Rohstoffabbau und in sozialer Hinsicht erzeugen.

Die Politik belohnt Wirtschaftswachstum nicht direkt, aber sie hat im Moment das Anwachsen der Gesamtwirtschaftsleistung zur obersten Priorität der Gesellschaft erhoben. Man hat eine Wertung für alles, was in der Gesellschaft passiert, eingeführt und diese Wertung lautet: Wird durch eine Maßnahme mehr Gewinn, mehr Wirtschaftsleistung, mehr Effektivität, mehr Güterproduktion erreicht?

ERF Online: Sie haben Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung erwähnt. Gibt es noch weitere Gebiete, wo Wirtschaftswachstum abträglich ist?

„Es gibt bereits Gesellschaften mit anderen Prioritätensetzungen. Das asiatische Land Bhutan beispielsweise hat die alleinige Orientierung am BIP durch einen Nationalen Glücks-Index ersetzt. Seit 2008 wird dort das 'Bruttonationalglück' als Ziel der Gesellschaft verfolgt. Der Lebensstandard, gemessen an Faktoren wie soziale Gerechtigkeit, Bewahrung kultureller Wert, Schutz der Umwelt und Güte der Regierungs- und Verwaltungsstrukturen, ist das Maß der Politik und Wirtschaft. Ähnliche Gesellschaftsziele verfolgen manche südamerikanische Länder mit dem Prinzip des 'buen vivir' (gutes Leben).“ (Walter Lechner)

Walter Lechner: Wirtschaftswachstum basiert auch darauf, dass immer weniger Menschen immer mehr leisten. Es läuft darauf hinaus, dass Menschen ausgebeutet werden. Ich höre oft, dass die Leute gern weniger arbeiten und auch in Kauf nehmen würden, weniger zu verdienen. Aber sie können es nicht, weil sie entweder ihrer Firma zu 150% zur Verfügung stehen müssen oder keine Arbeit haben. Familien haben oft kein Familienleben mehr, weil beide Elternteile arbeiten gehen müssen, um einen gewissen Standard zu halten. Die meisten Leute wollen aber die Beziehungen und Familie pflegen und dafür Möglichkeiten und Raum haben.

Auf der anderen Seite erleben wir auf globaler Ebene, wie Menschenrechte und der Umweltschutz systematisch umgangen werden, um der Wirtschaft nicht im Wege zu stehen. Die Wirtschaft sucht automatisch die Länder in unserer globalisierten Welt, in denen die Konzerne am billigsten und ohne irgendwelche Hemmschwellen sozialer oder ökologischer Natur produzieren können. Das führt zum Beispiel dazu, dass wir heute ungefähr 90% unserer Kleidung aus Billigstlohnländern wie China und Bangladesch beziehen, in denen die Menschen keine Rechte haben. Dort arbeiten die Menschen etwa 70 Stunden und sechs oder sieben Tage in der Woche. Aber genau das fördert die Wirtschaft, weil damit eine höhere Gewinnspanne entsteht. Es gibt Alternativen: man kann Arbeit und Wohlstand teilen, sodass alle unterm Strich mehr vom Leben haben.

ERF Online: Wenn wir wirklich zahlen müssten, was die Waren wert sind, könnten wir uns vieles doch überhaupt nicht mehr leisten.

Walter Lechner: Wir haben in den letzten Jahrzehnten die herkömmliche Landwirtschaft in unserem Teil der Welt zerstört, indem wir davon ausgegangen sind, dass Lebensmittel fast nichts mehr kosten dürfen. Während in den fünfziger Jahren die Menschen etwa die Hälfte ihres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben haben, investieren wir heute gerade noch 10 % unseres Einkommens für Essen und Trinken. Das hat eine Industrialisierung der Landwirtschaft zur Folge, die weder den Bauern eine Perspektive lässt, noch die Schöpfung bewahrt. Deutschland exportiert zudem billige Überschüsse in ärmere Länder und macht damit die dortigen Märkte kaputt. Zu niedrige Preise für Lebensmittel sind daher nicht ethisch.

ERF Online: Ist die Forderung nach dem Umdenken nicht an Menschen vorbeigedacht, die kaum Geld zum Leben haben?

Walter Lechner: Der Ruf nach Umkehr ist nicht an den Armen vorbeigedacht, sondern hat die Armut zum Anlass. Nicht die Ärmsten sind in erster Linie zur Umkehr in diesen Fragen zu rufen, denn sie sind häufig die Opfer der falschen Prioritätensetzung in der Gesellschaft. Warum muss es in einem der reichsten Länder der Welt überhaupt so viele Menschen geben, die oft trotz Vollzeitarbeit zu wenig zum Leben haben? Allein daran sehen wir, dass dauerndes Wirtschaftswachstum nicht automatisch mehr Wohlstand für alle bringt, sondern heute in erster Linie die Interessen großer Kapitalanleger bedient, die ihr Geld für sich "arbeiten lassen" und Zinsen erhalten wollen.

ERF Online: Vielen Dank für das Gespräch.

Weitere Links zu diesem Thema finden Sie auf anders-wachsen.de.

 


Kommentare

Von Jaques L. am .

Zitat aus dem Interview:
"Walter Lechner: Wirtschaftswachstum basiert auch darauf, dass immer weniger Menschen immer mehr leisten. Es läuft darauf hinaus, dass Menschen ausgebeutet werden. "
Die Ursache dafür sind in einer nie erwähnten Schieflage zu suchen. 70 Prozent der Deutschen leben von Transfereinkommen. Dazu gehören auch Gehälter im Öffentlichen Dienst. Finanziert wird der Spaß von 30 Prozent, die ausgebeutete Minderheit. Da eine solche Schieflage schlicht nicht lange aufrecht zu mehr

Von Jaques LeMouche am .

De facto Tendenz zum Nullzins:
There is a psychopathic fear of "excessive" interest rates. It is argued that if interest rates are too high it will not be profitable for industry to borrow and invest in new plants and machines. This argument has been so effective that governments everywehre in recent decades have pursued artificial "cheap-money" policies.
Henry Hazlitt (Econonmics in one Lesson, p. 185)

Von Jaques LeMouche am .

Die größten Verwerfungen, die im Zusammenbruch und in Währungsreformen endeten, gab es immer zu Nullzinszeiten. Stabiltät dagegen zu Hochzinszeiten. Der Zins drückt lediglich eine unterschiedliche Zeitpräferenz aus. Die Geldmenge M3 und die Schulden sind immer zu Nullzinszeiten und zu Negativzinszeiten gewachsen. Null-Zinsen sind eine Einladung, sich mit unermesslichen Schulden Wahlsiege zu erkaufen. Zinsen haben dagegen einen kontraktiven Effekt. Die gegenwärtige Krise ist die Folge von zu niedrigen Zinsen in Verbindung mit einer Politik des leichten Geldes.

Von Tristan A am .

In meinem Kommentar fehlt in dem Zitat das Wort Zins. Die richtige Fassung lautet:
> Wenn man bedenkt, daß ein so zinsenfreundlicher Gelehrte wie Helfferich später festgestellt hat, daß die Zinslast rd. 35 bis 40% des Volkseinkommens ausmacht, dann durfte Pestalozzi wohl mit Recht den Zins als „das raffinierte Aussaugungsmittel des Menschengeschlechts“ bezeichnen.< (S.32)

Von Tristan A am .

Die von Walter Lechner angeführte Initiative "anders wachsen" weist auf ein dringendes Problem hin. Zum einen muß auf die Wirkungen eines ständigen Wachstums ohne Steigerung der Lebensqualität aufmerksam gemacht werden und zum anderen sind die Ursachen des Wachstumzwanges und die Problemlösungen sichtbar zu machen. Wenn Ute H. Schreibt:
„Die Veränderung kann nur von dem Einzelnen ausgehen,ich muss mein Kaufverhalten ändern, ...“, dann ist das nicht falsch, greift aber zu kurz, weil die Ursache mehr

Von Jaques LeMouche am .

Vielleicht sollte zudem noch die Frage geklärt werden, was Wachstum eigentlich ist. Wie entsteht Wachstum? Die Antwort ist einfach und überraschend - über Statistik! Bereits in den dreißiger Jahren empfahl Keynes, Flaschen mit Geldscheinen zu verstecken, um sie von Arbeitslosen suchen zu lassen. Einer weiteren Empfehlung des Vordenkers moderner Ökonomie zufolge sollten Arbeitslose Erdlöcher ausheben, die andere Arbeitslose zuschütten! Das bringt Wachstum! Und genau in diese Richtung liefen die mehr

Von Andreas B am .

Über eine lange Zeit betrachtet (seit 1948 sind immerhin 64 Jahre vergangen) wurden mit risikolosen Geldanlagen bis heute durchschnittlich zwischen 5 und 6% Renditen erzielt. Jahrzehntelang hat jede Versicherungsgesellschaft damit geworben. Das bedeutet eine Verdoppelung der Geldanlagen ungefähr alle 14 Jahre. Die letzten Monate mit ihrem Niedrigzins auf risikolose Geldanlagen (für riskantere rechnet man bis heute mit hohen Renditen) zu betrachten und damit den Langfristeffekt kleinzureden, mehr

Von Jaques LeMouche am .

Was wir gegenwärtig erleben ist das Enstadium dieser Kriegsgeldwirtschaft. Nachhaltig ist an diesem System nichts. Wie Dr. Ingo Resch in einem auf ERF gesendeten Vortrag dargelegt hat, hat sich im gleichen Zeitraum, in dem sich die Gütermenge verfünffacht hat, die Geldmenge (M3) verfünfzehnfacht (Marios dicke Berta nicht mit eingerechnet). Die Implizite Verschuldung Deutschlands beträgt laut Prof. v. Prollius 230 Prozent des BIP. Gleichzeitig hat sich die Bilanz der Bundesbank verdreifacht, mehr

Von Jaques LeMouche am .

Die Zinsen sind schon lange faktisch null, inflationsbereinigt sogar negativ. Also kann der Zins wohl kaum die Ursache für hemmungslose Verschuldung sein. Im Gegenteil: Durch die Einführung des Euro hatten sich für Länder wie Griechenland, Spanien, Italien, und auch Frankreich auf einen Schlag die Zinsen halbiert bzw. gedrittelt. Die Folge waren hemmungslose Neuverschuldungen mit Deutscher Bonität im Rücken. Bei angemessenen Zinsen wären solche Verschuldungsorgien unmöglich gewesen.

Von Anselm Rapp am .

Die Ursache liegt in der Missachtung des biblischen Zinsverbots. Bundesbank-Grafiken zeigen, dass ständig wachsenden Geldvermögen proportional wachsende Verschuldung gegenübersteht. Zins und Zinseszins bringen den einen leistungslosen Überfluss, den anderen bei aller Anstrengung bittere Armut. Mehr wissen die Christen für gerechte Wirtschaftsordnung www.cgw.de oder die Aktion 9,5 Thesen www.9komma5thesen.de (der ERF berichtete).

Von Jaques LeMouche am .

Paul F hat recht: Hauptverantwortlich für die gigantischen Schuldenberge sind die Politiker, deren Horizont bei der nächsten Wahl endet. Und somit wird auf Teufel komm raus (im wahrsten Sinn des Wortes) das Schlaraffenland versprochen und - da die nächste Wahl ja auch bald wieder vor der Tür steht - mittels Schulden eingelöst. Ganz zu schweigen von der Retterei: Weder Abwrack-Prämie, noch alle drei Griechenrettungen, Banken- und Opel-Rettung, noch die vielen schönen Konjunkturpakete bis zurück mehr

Von Samuel Diekmann am .

Wartet's mal ab. Genau zu dem Thema werd ich dieses Jahr noch ein Buch veröffentlichen;) danke für den Artikel.

Von Paul F am .

Die Hauptursache der Überschuldung in den Industriestaaten ist der Glaube an ständiges Wirtschaftswachstum. Anstatt in guten Zeiten, Rücklagen für schlechte Zeiten an zu legen wurden in schlechten Zeiten, Schulden für erhoffte bessre Zeiten angehäuft. Die Mehrheit unserer Politiker hat im Bibelunterricht geschlafen. Da gibt es doch die schöne Geschichte mit dem Traum von den sieben fetten und den sieben mageren Kühen. Verseht jedes Kind.
Die einzige mir bekannte wachstumskritische Partei ist mehr

Von Stefan W am .

"Die größte Tragödie in der Geschichte der Menschheit ist wohl die, dass die Moral von der Religion mit Beschlag belegt wurde."
Arthur C. Clarke
Ist die Natur in irgendeiner Weise sparsam und bescheiden? Nein, sie ist in ihrer überquellenden Fülle und Vielfalt geradezu verschwenderisch. Womit kann sie sich das leisten? Sie betreibt in allen Bereichen ein perfektes Recycling. Warum kann der Mensch das nicht, obwohl die Basistechnologien längst entwickelt sind? Er ist noch immer religiös!
Wer mehr

Von Jaques LeMouche am .

Überbordende Verschuldung braucht Wachstum, allein um die Zinsen zu zahlen. Dieser Posten, nämlich der Schuldendienst, ist der zweitgrößte Posten des Bundeshaushalts. Der mit Abstand größte, mit deutlich über 40 Prozent, kalkuliert auf die nächsten Jahre 50 Prozent, ist Arbeit und Soziales. Diese beiden Posten, Arbeit und Sozials und Schuldendienst machen somit zwischen 60 und 70 Prozent des Haushalts aus. Ist das nun soziale Kälte? Oder eher kalte Sozialmechanik? Oder Wohlfahrts-Sozialismus? mehr

Von Jürgen P am .

Ich glaube dieses Umdenken wird uns, in Zukunft noch lange beschäftigen. Gab es doch zu allen Zeiten Menschen im Überfluß deren Seelenheil dadurch in Gefahr stand. Nur heute sind die Zusammenhänge so deutlich wie nie zuvor. Globalisierung und Komunikationstechniken zeigen die Folgen von zügellosem und maßlosem Denken des Einzelnen in den Folgen für die Menschen, und das weltweit. Die Forderungen der Bibel sind allso nicht irgendeine Theorie, sondern ganz praktisch in der Gesellschaft und der mehr

Von Jochen K am .

Danke,dieser Artikel zeigt die Fehlentwicklung auf dieser Welt auf.Es ist eine
ehrliche und sachliche Darstellung des menschlichen Lebens auf unserer Erde.
Ich habe selten vernünftigeres im Internet gelesen.
J. K.

Von Ute H am .

Danke für diesen Artikel.Ich kannte bisher diese Initiative nicht und ich kann nur zustimmen,was Herr Lechner gesagt hat.
Die Veränderung kann nur von dem Einzelnen ausgehen,ich muss mein Kaufverhalten ändern,mich stark machen für Menschen,die in Billigländern hart und unter Tarif arbeiten müssen und so ausgebeutet werden.Auch hier im "reichen Deutschland"haben Firmen Subunternehmer und beuten durch Lohndumping Menschen aus und auch das gilt anzuprangern,wenn wir Christen sind und nach Gottes mehr


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