Kommentar

Leben ohne Kinder

Warum das Familienmodell für Christen nicht der einzige Lebensentwurf ist.

Ich wollte schon als Kind keine Kinder. Ich träumte nicht davon, einen Säugling in den Armen zu wiegen, ich malte mir keine Familienidylle aus und Mütter beneidete ich nicht. Nun befinde ich mich ungefähr in der Lebensmitte, aber im Wesentlichen haben sich diese Gefühle bislang nicht geändert. Ich bin verheiratet und habe keine Kinder. Es ist für uns okay so, wie es ist.

Christliche Meinungen
Mit unserer Kinderlosigkeit schien unser christliches Umfeld jedoch ein Problem zu haben. Heißt es in der Bibel nicht: „Seid fruchtbar und mehret euch“ (1Mo 1,28)? Wir kommen also unserem Reproduktionsauftrag nicht nach! Können wir dann „gute Christen“ sein? Sind dies nicht die „faulen Früchte der Emanzipation“?

Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man einige christliche Zeitschriften liest. Anscheinend träumen alle christlichen Frauen davon, Mutter zu sein. Keine Kinder zu haben ist offenbar für viele Christen unvorstellbar. Es scheint das einzig wahre Lebensmodell darzustellen.

Schaden Kinderlose Deutschland?
In manchen christlichen Artikeln melden sich unfreiwillig Kinderlose zu Wort. Sie leiden in der Regel unter ihrem Zustand. Die in Partnerschaften lebenden freiwilligen Kinderlosen hingegen stehen im Verdacht,  Egoisten zu sein und dem gesamten deutschen Volk zu schaden, denn sie setzen keine zukünftigen Steuerzahler, Rentenzahler und Konsumenten in die Welt. Und wer soll die vielen Alten in Zukunft einmal pflegen? So lautet häufig der Tenor in manchen Kommentaren oder Forendiskussionen. Man müsse die Kinderlosen „bestrafen“, indem man sie mehr zur Kasse bittet.

Wenn man Veröffentlichungen zu diesem Thema liest, seien sie christlich oder nicht, fühlt man sich regelrecht unter „Gebärpflicht“ – aus einer zunächst privaten Angelegenheit wird unversehens eine politische. Ob man Kinder hat oder nicht, ist keine rein persönliche Frage mehr, sondern interessiert plötzlich den Rest der Welt. Kinderlose stehen unter Rechtfertigungsdruck.

Nicht jeder ist für Elternschaft geeignet
Ich glaube hingegen daran, dass das Glück, Kinder zu haben, nicht das einzige Lebensglück auf Erden ist. Und wer nicht davon träumt, wer es sich nicht ersehnt und erhofft – warum sollte man ihn dazu zwingen?

Nicht jeder ist gewillt oder dafür geeignet, Vater oder Mutter zu sein. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und individuell, es können Prägungen aus der Kindheit, finanzielle Schwierigkeiten oder Krankheiten sein – körperlich oder psychisch. Manch einer hat vielleicht einen besonders großen Lebenstraum, den er nur ohne Familie verwirklichen kann.

Ledig um des Reiches Gottes willen
Es gab auch schon in früheren Zeiten freiwillige Kinderlosigkeit, denn im Neuen Testament findet sich das Modell der Ehelosigkeit für diejenigen, die sich berufen fühlen, ein Leben für Gott zu führen. Jesus sagt: „Und es gibt Menschen, die verzichten auf die Ehe, um Gott besser dienen zu können. Wer es versteht, der richte sich danach!“ (Mt 19,12). Mit dem Verzicht auf die Ehe verzichtete man in der Regel auch auf Kinder.

Jesus, Paulus und Johannes der Täufer entschieden sich somit offenbar freiwillig dafür, keine leiblichen Kinder zu haben. Ich gehe davon aus, dass sie es taten, weil sie für ihr Leben eine andere Berufung sahen und sich konsequent danach ausrichteten. Würde jemand ernsthaft behaupten, ihr Leben sei unglücklich, verfehlt oder gar sinnlos gewesen?

Verantwortung gegenüber der Gesellschaft
Ein Wort zum Thema "Kinderlose würden Deutschland schaden": Es stimmt, die Kinderlosen ziehen keine zukünftigen Steuerzahler und Rentenzahler groß. Man könnte aber auch provokant umformulieren: Sie ziehen ebenfalls keine zukünftigen Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger groß. Arbeitslosigkeit ist schon seit langer Zeit ein Problem unserer Gesellschaft, Millionen Menschen sind davon betroffen. Das wird voraussichtlich auch in Zukunft so sein. Wenn sich dies nicht ändert, werden viele der heute Geborenen in Zukunft daher keine Rentenzahler, sondern ebenfalls Sozialhilfeempfänger sein.

Im Allgemeinen halte ich jedoch die gesamte Diskussion über zukünftige Steuer- und Rentenzahler und über die demographische Entwicklung für verfehlt. Sie reduziert den einzelnen Menschen auf seine „Nützlichkeit“ für die Gesellschaft. Das halte ich für menschenverachtend.

Leben im Alter
Lange habe ich über das Thema Altern ohne Kinder nachgedacht. Während meines Studiums jobbte ich in der Altenpflege. Später erlebte ich sechs Jahre lang im familiären Umfeld einen besonders schweren Pflegefall. In dieser Zeit kam ich sowohl in der Familie als auch in der Gemeinde mit vielen älteren Menschen in Kontakt. Oft war ich in Krankenhäusern und Altenheimen zu Besuch, außerdem kannte ich persönlich Krankenpfleger und auch den Leiter eines Altenheimes.

So erfuhr ich: Nicht jeder alte Mensch wird pflegebedürftig, nicht jeder pflegebedürftige ältere Mensch wird von seinen Kindern gepflegt. Manches Mal können oder wollen es die Kinder nicht. Dafür gibt es die verschiedensten Gründe.
Kinder schützen auch nicht automatisch vor Einsamkeit im Alter und nicht jeder kinderlose Mensch ist im Alter zwangsläufig einsam.

Man trägt daher auch seinen eigenen Anteil dazu bei, wie es im Alter aussehen wird. Kümmert man sich um soziale Kontakte oder vernachlässigt man sie? Klammert man sich an seine Kinder, auch wenn das Familienleben unglücklich verlaufen ist oder die Kinder weit weg gezogen sind? Besteht man darauf, in der eigenen Wohnung zu verbleiben oder sucht man nach anderen Formen des Lebens und Wohnens?

Und ist es letztendlich nicht Gott, der zusammen mit uns unserem Leben eine Richtung und Bestimmung gibt? Dies betrifft auch unser Schicksal im Alter und unser Sterben. Bei aller Lebensplanung, die wir betreiben, können wir die Zukunft dennoch nicht absichern. Sie liegt in Gottes Hand.

Richtig – ob mit oder ohne Kinder
Diese Gedanken sind nur Impulse für eigene Überlegungen. Es geht mir nicht darum, ein Lebensmodell gegen das andere auszuspielen. Ich bemühe mich genauer hinzusehen. Gott hat uns als Individuen erschaffen – warum sollten wir dann alle gleich „ticken“? Unsere Schicksale, Lebensmodelle und Berufungen können sehr unterschiedlich sein.

Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und ich bekomme tatsächlich selbst noch Kinder – aber wenn nicht, wird das Leben eben wie bisher auf eine andere Weise verlaufen. Zusammen mit Gott wird es „richtig“ sein, was auch immer kommen mag. Ob mit oder ohne Kinder.
 

 

Weitere Artikel zum Muttertag:

Der Bär aus Papier - Gedanken einer Mutter

"Umtausch ausgeschlossen!" - warum es sich lohnt, Kinder zu haben

 


Kommentare

Von gast am .

Es kommt halt oft mehreres zusammen. Ich frage mich auch, ob es eine Art Berufung zum Muttersein bzw. Elternsein gibt. Was ist, wenn ein Paar einfach nur einen kleinen Kinderwunsch hat? Wenn zusätzlich noch hohe gesundheitliche Risken für Mutter und /oder Kind bestehen? Wenn keine finanziellen oder karrierebedingten Gründe gegen Kinder vorliegen? Soll sich das Paar dann dazu zwingen wegen dem "seid fruchtbar und mehret euch"? Wie geht es denn so einem "Zwangskind" hinterher? Kinder haben ist mehr

Von stein am .

Liebe Autorin,
ich suche verzweifelt nach Lebensmodellen / Vorbildern ohne Kind. Ich gehöre zu der Gruppe der Verzweifelten, weil nicht freiwillig Kinderlosen. Ich brauche Vorbilder, Leute, die glücklich sind, ohne Kinder. Was machen Sie? Mir kommt grade alles so sinnlos vor. Kann der ERF vielleicht mal eine Reihe machen mit alternativen Lebensmodellen? Glücklich auch ohne Kind - wie leben Sie? Was sind Ihre Schwerpunkte? Was machen Sie, während sich alle anderen über Ihre Kinder unterhalten? mehr

Von Sandra am .

„Seid fruchtbar und mehret euch“ (1Mo 1,28)
Ich glaube Gott denkt tiefer als wir :) Ging es nicht immer in erster Linie darum Menschen zu Jesus Christus zu führen und zu Kindern Gottes zu machen?

Von Silke T. am .

Endlich kommt so ein Kommentar aus der
christlichen Ecke. Er ist informativ und ausgewogen. Andere Kommentare bestätigen mich darin, dass es richtig ist den Kontakt nicht zu allen Christen zu intensivieren, diese erinnen eher an biblischen Mißbrauch und Härte.

Von Diana am .

Die Autorin schreibt im letzten Abschnitt: "Zusammen mit Gott wird es „richtig“ sein, was auch immer kommen mag. Ob mit oder ohne Kinder." Diese Aussage gefällt mir ausgesprochen gut. Zusammen mit Gott haben wir immer Frieden im Herzen und Zuversicht, egal wie wir in der Gesellschaft oder in der Gemeinde angesehen werden.
Augustinus sol l einmal gesagt haben: "Gott liebt jeden einzelnen von uns so als gäbe es außer uns niemanden, dem Er Seine Liebe schenken könnte." Wie schön :-)))

Von Hans-Joachim V am .

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte anonyme Autorin,
zu einem Kommentar gehört, dass sich jemand mit seinem Namen dazu bekennt. Das wäre nur dann nicht nötig, wenn es sich um einen offiziellen Kommentar des erf handeln würde (ähnlich wie bei den Leitartikeln einiger Zeitungen) - was aber offensichtlich nicht der Fall ist. Daher ist das journalistische Genre falsch gewählt und auch die Debatte schwierig: Man kann zwar einerseits nur den Kopf schütteln über einige der Gedanken, die mehr

Von Kerstin am .

In den Kommentaren wird nicht nur freiwillig oder bewusst gewählte Kinderlosigkeit angesprochen, sondern vor allem das Bild der Frau und ihre Stellung in Familie und Gesellschaft. Anscheinend sind die männlichen Kommentatoren schneller mit dem Verurteilen von (kinderlosen) Frauen. Vielleicht sind heute viele Menschen verunsichert, was ihren Lebensweg angeht. Heiraten? Kinder bekommen? Berufliche Weiterentwicklung? Die Fragen müssen sich Männer jedoch genauso wie Frauen stellen. Unter ihnen soll mehr

Von Kerstin am .

Meine Kinder haben mich gelehrt, dass Lieben damit anfängt, den anderen mit all seinen Gefühlen und Bedürfnissen ernst zu nehmen und auch zu zu respektieren wenn er in eine andere Richtung will als ich. Es ist nicht meine Aufgabe über die Entscheidungen eines Menschen, von dem ich so wenig weiß, zu richten. Ich kann nur versuchen zu verstehen. Wenn eine Frau so garnichts mit Kindern anfangen kann - warum sollte sie auf Teufel komm raus eins in die Welt setzen?! (wie gut diese Redewendung hier mehr

Von Christine K am .

Hallo,
ich habe auch keine Kinder udn ich habe mit großem Interesse Ihren Artikel gelesen. Es hat mir sehr gefallen der Satz "Kinderlose ziehen auhc keine Sozialhilfeempfänger groß!" - sehr interessant. Ich für meinen teil sage mir halt immer: es hat sihc nicht gefunden... dann sollte es auch nicht sein. Un dihc beobachte oft genug, dass ich eine der wenigen Menschen bin, die zeit haben! Wer Familie, Haus Garten Auto etc hat, hat mehr oder weniger auch nie Zeit. Ihc habe schon zeit... fast zu mehr

Von Sabine am .

Auch ich möchte mich ganz herzlich für die ausgewogenen Gedanken bei der Autorin bedanken. Wie gut, dass Sie den Mut hatten, das so zu schreiben. Für mich beinhalten Ihre Gedanken viel tröstliches.
Mit freundlichen Grüßen,
Sabine

Von Jens P. am .

Der Artikel beginnt mit "ICH wollte..., ICH träumte..., ICH malte..., ..."
...und was will Gott?

Von Thomas S. am .

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,
vielen Dank für Ihre Antwort. Nur stellt sich mir die Frage, warum Sie diesen subjektiven Kommentar, so verallgemeinernd veröffentlich haben. Welche Zielstellung, über das Ziel "sich eigene Gedanken zu machen) hat die Veröffentlichung?
Vielen Dank
MfG
Thomas S.


Anmerkung der Redaktion:
Zu verschiedenen Themen gibt es in der Christenheit unterschiedliche Sichtweisen. Zu einer ausgewogenen Berichterstattung gehört es, unterschiedliche mehr

Von Daniel am .

Dass wir Kinder benötigen, um weiter zu existieren möchte wohl niemand leugnen. Aber dass nicht jeder dazu "berufen" ist, Kinder zu erziehen sollte auch jedem klar sein.
Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn allgemein der Eindruck entsteht (oder es offen gesagt wird!), dass kinderlose dafür "bestraft" werden sollten dass sie keine Kinder haben.
Dennoch haben kinderlose Familien (oder/und Singles) eine deutlich geringere Belastung. Deswegen, und NUR deswegen finde ich es in Ordnung, wenn mehr

Von martin m. am .

ich bin single und habe mich aus gesundheitlichen gründen gegen kinder entschieden.
ich halte eine freie entscheidung für wichtig,mußt aber dabei etwas einschränken:
unser land ist kinderfeindlich geworden.
frauen mit mehr als zwei kindern werden
als asozial angesehen.

Von Jasmin E. am .

Ich finde es schade, dass die Autorin diesen Kommentar anonym geschrieben hat. Es wird nämlich vieles darin angesprochen, was einmal gesagt/geschrieben weren musste. Falls die Autorin wirklich irgendwo meint, sich für ihre Entscheidung zur Kinderlosigkeit rechtfertigen zu müssen: Ich wünsche Dir, liebe Autorin, die Kraft, zu deinem Lebensweg zu stehen! Ohne schlechtes Gewissen oder Scham. Jede(r) muss für sich selbst erspüren - im Dialog mit Gott - was das Richtige für das eigene Leben ist. Und mehr

Von Eckhard K. am .

Die Motivation für ERF zur Veröffentlichung dieses Beitrages war: "Er soll zu ähnlichen Gedanken anregen" (s. letzter Kommentar). Als Christ brauche ich nur meinen Glauben für diese persönliche Entscheidung, keine "ähnlichen Gedanken".

Von Thomas S. am .

Sehr geehrter Redaktion des ERF,
warum wird mit der Veröffentlichung dieses Artikels unter dieser Überschrift, dem Zeitgeist Rechnung getragen?
Die Autorin, schreibt ihr persönliche Meinung zu diesem Thema. Warum dann diese verallgemeinernde Überschrift?
Mfg
Thomas Schmidt


Anmerkung der Redaktion:
Es handelt sich um einen Kommentar - der ist subjektiv. Es ist die Meinung der Autorin, dass das Familienmodell nicht der einzige christliche Lebensentwurf ist. Ihre Begründung gibt sie im mehr

Von Robert am .

Vieles beleuchtet. Trotzdem scheint es mir eine Rechtfertigung zu sein.

Von C. M. am .

Liebe Autorin
ich finde Ihre Argumentation für eine freiwillige Enthaltsamkeit total spannend. Ich halte sie aber für nicht ganz biblisch.
Denn wir müssen immer unterscheiden und auch danach suchen was sagt die Bibel grundsätzlich und was lässt Gott in seiner großen Gnade zu und als dritter Aspekt: Was ordnet Gott im Einzelfall für die indivduelle Lebensplanung an.
Grundsätzlich gilt der Vers aus 1. Mo 1 denn dass ist die Schöpfungsordnung Gottes und wenn sich ein Ehepaar danach richtet mehr

Von Horst P. am .

Zunächst habe ich mich gefragt, wer steht im Mittelpunktdieses Artikels? Gott oder der Mensch, in diesem Fall die Frau schlechthin?
Wir müssen hier unterscheiden, zwischen Frauen, denen es nicht vergönnt ist Kinder zu bekommen und Frauen, die Kinder in ihrem Leben ablehnen, weil sie einfach nicht ins Lebenskonzept passen. Wer bestimmt denn mein Leben? Gott? oder ich selbst? Gott hat die Familie ganz bewußt unter seinen Schutz und Segen gestellt. Wenn Frauen ihre persönliche Lebensplanung der mehr

Von Diana am .

Mein Mann und ich waren viele Jahre ohne Kind glücklich. Ich habe mein ganzes Vertrauen auf Gott gesetzt, weil ich wusste, dass er es gut mit uns meint. Es kam mir nie in den Sinn, unsere Kinderlosigkeit als Problem zu sehen, ich war mir ganz sicher, dass man auch ohne Kinder glücklich sein kann und das Kinder nicht automatisch eine Garantie fürs Glücklichsein sind. Doch so nach und nach in all den Jahren schienen andere, vor allem im christlichen Freundeskreis ein Problem damit zu bekommen. mehr

Von Irmela am .

Vielen Dank für diesen für uns Singles mutmachenden Bericht! Man bekommt nicht sehr oft etwas ausgewogenes zu lesen!
God bless you!

Von Hartmut S. am .

Der Kommentar ist mir nicht tiefgründig genug. Dass es Kinderlosigkeit gibt, dass es eine Berufung zur Ehelosigkeit gibt, dass es Leiden an Kinderlosigkeit geben kann, dass manche Kinderlose auch unter Anderen leiden usw. - alles keine Frage. Aber gilt der Schöpfungsauftrag und der Vermehrungsauftrag oder ist das nur eine Option? Auch andere uns als Menschen von Gott zugewiesene Aufgaben sind ja nicht einfach beliebige Optionen - Nächstenliebe, Feindesliebe, Verantwortung für die Schöpfung, mehr

Von Marie am .

Vielen Dank an die Redaktion von erf.de und die Autorin für diesen differenzierten Artikel!

Von Christiane H. am .

Liebe unbekannte Autorin,
vielen Dank für Ihre Aussagen, die im christlichen Umfeld endlich gesagt werden mussten. Als eine kinderlose gläubige Frau, empfinde ich Ihre Worte als tröstlich und Schuldgefühle vermindernd. Ich wünsche mir, dass immer mehr Betroffene durch Ihren Mut Kraft finden zu ihrem Lebensentwurf, ob freiwillig oder erzwungen, zu stehen, ohne sich schamvoll wegzuducken.Ich grüße Sie herzlich und freue mich gerade am Muttertag dies zu lesen.


Vielen Dank Ihnen! - sagt die Autorin.

Von Harry P. am .

Ja das ist ein Interesantes Thema.Ich habe selber zwei Kinder.Es war und ist harte Erziehungsarbeit.Jahrelange Therapien wegen bestimmter Schwierigkeiten .Es kostet viel,was gerne Verschwiegen wird,nämlich,Geld,Kraft,Nerven,keine Ruhe,Anfeindungen,zu kleine Wohnung,kein Urlaub usw.Ohne Jesus Christus geht nichts.Meine Ehe musste viel aushalten.In diesen Sinne schalom...

Von Anonyma am .

Noch ein Wort zu den so hohen finanziellen Belastungen, die Kinder verursachen, wie einer meiner Vorredner erwähnte: ist es eigentlich im öffentlichen Bewusstsein, wie groß die finanzielle Solidarität der Kinderlosen eigentlich jetzt schon ist? Hier einige Stichworte: hohe Steuervorteile, Kindergeld, bald Betreuungsgeld, kostenlose Mitversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse von Kindern UND nicht-erwerbstätigem Ehepartner, Renten-Bonus-Punke, .... Dies sind alles Vorteile, die Kinderlose mehr

Von Anonyma am .

Endlich auch aus der christlichen Ecke ein sehr guter Kommentar zu diesem doch eigentlich so persönlichen Thema! Mir, als freiwillig kinderloser, verheirateter Frau kommt bei diesen Diskussionen, ob ein bewusst freiwilliges Leben ohne Kinder vor Gott in Ordnung ist oder nicht, dieser eine Satz aus der Bibel in den Sinn: "Du stellst unsere Füße auf weiten Raum" (Ps. 31,9). Damit lässt uns Gott die Freiheit der Wahl, auch bei diesem Thema. Und niemand hat das Recht, sich in diese so persönliche mehr

Von ERF-Fan am .

Mir scheint, die Autorin bezieht das Thema "Kinder" nur auf die Frage: Was bringen mir bzw. uns die Kinder?
Ein Mensch hat seine Würde dadurch, dass er von Gott gewollt ist.
Beim Lesen des Artikels fragte ich mich: Vor welcher Instanz verteidigt sich die Autorin eigentlich? Meldet sich zwischen den Zeilen nicht doch das schlechte Gewissen?

Von Peter am .

Liebe Schreiberin, Du machst Dir viele Gedanken. Treffen denn die angeführten, biblischen Grundsätze auf Dich zu? Hast Du Dich Jesus zur Verfügung gestellt? Fragst Du Ihn was Du tun sollst, ob Du so lebst, dass Du Ihm gefällst?
Ich wünsche Dir Gottes Segen!
Peter.

Lieber Peter,
ja, diese Fragen habe ich alle gestellt und ich glaube, darauf auch Antworten erhalten zu haben. Jedenfalls bemühe ich mich als Gottes Kind zu leben und ihm zur Verfügung zu stehen, wo ich nur kann. Dir auch Gottes Segen!

Von Myriam S. am .

Niemand gefährdet die Rente, wenn er keine Kinder in die Welt setzt.
Die Rente zahlen nämlich nicht die Kinder, sondern die Arbeitnehmer, die in Deutschland arbeiten. Und ob das Deutsche sind oder Ausländer, ist der Rentenkasse völlig egal...
Also: wenn es nicht genügend deutsche Arbeitnehmer gibt, dann werden die freien Stellen von ausländischen Arbeitnehmern besetzt. Wie jetzt z. B. die gut ausgebildeten Spanier, die zu uns kommen.
Deutschland ist keine Oase in der Wüste, sondern mehr

Von Lutz W. am .

Eine erstaunlich ganz gut durchdachte Betrachtungsweise, finde ich! Gerade vor dem Hintergrund des sozialen Dilemmas, wie es sich in Deutschland angesichts der demoskopischen Entwicklung darstellt. Der Artikel beinhaltet genug Zweitmöglichkeiten, sinnstiftende Perspektiven zu bilden und erscheint mir auch aus chr'l. Sicht differenziert 'durchdacht' genug.
Insoweit durchaus positiv.

Von Anna am .

Ich bin ein wenig enttäuscht, weil ich dachte, ich könne ein wenig Einblick bekommen in die Gedanken, wie eine Frau ohne Kinder glücklich leben kann. In Kontakt mit Bekannten, die keine Kinder haben (geplant und ungeplant) bewege ich mich als Mutter manchmal auf gefühlt dünnem Eis, wenn ich über mein Leben mit meinen Kindern rede. Wie kann ich den Gedanken überhaupt andeuten, dass ein Leben ohne Kinder durchaus sehr sehr wertvoll sein kann? Etwas irritiert war ich auch über den Lebenstraum. mehr

Von Femina am .

Dieser Artikel ist ehrlich mutig und lesenswert. Für mich ist es auch höchst befremdlich, zu meinen, jede Frau muss am besten gleich nach der Puppenphase von eigenen Kindern träumen. Letztlich ist das Thema nicht diskutierbar. Es ist die Entscheidung von zwei Personen. Dass möglicherweise das folgsam in die Welt gesetzte Kind gar nicht die Erwartungen erfüllt, die Renten- und Steuerpolitisch in den Köpfen herumgeistern darf durchaus gesagt werden.

Von Roesger am .

Gut geschrieben - aber bitte" wo haben Sie den Begriff des "Volksschädling" her?
Das ist ja Vokabular aus der dunkelsten Zeit.
Vielleicht deswegen genutzt: Frustabbau aus der Anonymität?
Kopfschüttel


Anmerkung der Redaktion:
Die Autorin hat den Begriff ohne NS-Bezug genutzt, das war von ihr nicht intendiert. Wir haben diesen Begriff ersetzt (wird bei der nächsten Aktualisierung der Seite im Laufe des Tages geändert). Dies ändert jedoch nichts an der von ihr beabsichtigten inhaltlichen Aussage.

Von Florian am .

Die Autorin verfehlt knapp das Ziel.
Richtig ist ihre Feststellung, es gibt einen Schöpfungsauftrag, uns zu vermehren. Richtig ist, in Gottes Reich gibt es für alles eine Ausnahme, auch Kinderlosigkeit mit guten Gründen (Leben für Gott, biologische Unmöglichkeit, kein Partner, ...). Richtig ist, wir sollen nicht respektlos über Kinderlose reden.
Ich würde niemand "Volksschädling" nennen, aber wer keine guten Gründe hat, lebt in Sünde und gefährdet die Rente. Ich möchte aber nicht über andere mehr

Von Erika M am .

Mir geht es damit sehr ähnlich,
vielen Dank für diesen Artikel, er spricht mir aus der Seele. In 17 Ehejahren und vielen Eheseminaren sind wir dieser Antwort nicht Näher gekommen. Uns sind aber die psychischen Erkrankungen in unserer Familie dabei bewußt geworden.


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