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Jesus loves Osama

Osama Bin Laden ist tot. Die westliche Welt atmet auf, samt vieler Christen. Dabei hat Jesus diesen Mann aufs Innigste geliebt.

„Jesus loves Osama“ – Jesus liebt Osama. Dieses Plakat an den Mauern einer Kirche hat im australischen Sydney schon im Jahr 2007 für Aufsehen gesorgt. Gemeint war Osama bin Laden, ehemaliger Kopf des Terror-Netzwerkes al-Qaida, der am vergangenen Montag von amerikanischen Spezialkräften getötet wurde. Steve Turner, Pastor der St. Clement’s Church war zunächst überrascht, wie viel Aufmerksamkeit das Plakat bei Passanten erregte.

„Wir haben das schon am ersten Tag erlebt, als das Plakat dort hing. Als wir die Kirche verließen, bemerkten wir, wie einige Personen davon Fotos geschossen haben. Uns hat das amüsiert – aber das Plakat hat die Leute zum Anhalten gebracht. Sie blieben wie angewurzelt stehen und haben das Schild gelesen. Das hat uns sehr ermutigt, denn auf dem Schild steht auch: „Jesus sagt: Betet für Eure Feinde und die, die Euch verfolgen.

Wir wünschen euch die Hölle!
Eigentlich sind es eher Hass und Wut, die einen Menschen beim Gedanken an Terroristen befallen. Die deutsche Boulevardpresse wünschte den Verantwortlichen für die Anschläge des 11. September gar die ewige Hölle. Es stellt sich also die Frage: Warum sollte Jesus ausgerechnet einen radikal-islamischen Terroristen, lieben?

„Natürlich wollten die Leute wissen, warum Jesus Osama lieben sollte. Und so konnten wir ihnen erzählen, dass Jesus für alle Menschen gestorben ist – alle Männer, Frauen und Kinder. Und sein Tod am Kreuz ermöglicht wieder eine Beziehung zum Vater im Himmel. Und natürlich: Das Konzept der Vergebung ist ja ein Thema, das im Zentrum unseres Glaubens steht. So waren wir hier in Australien in der Lage, in den Medien über das Thema zu diskutieren.“

Es bleibt herausfordernd
Dass Jesus Christus selbst den schlimmsten Verbrecher liebt, deckt sich durchaus mit der Botschaft der Bibel. Doch für Menschen, die selbst Angehörige bei einem Terroranschlag verloren haben, ist die christliche Sicht der Dinge schwer nachzuvollziehen.

„Ich erhielt einen Anruf. Es war ein Mann, der seinen Sohn bei einem Bombenanschlag auf Bali verloren hatte. Er war überaus beunruhigt, dass wir ein Schild mit der Aufschrift „Jesus liebt Osama“ aufgehängt haben. Es war so wichtig, mit ihm zu sprechen. Er erzählte uns vom Einfluss des Todes seines Sohns auf seine Ehe und dass sein Leben seitdem auseinanderfällt. Ich konnte ihm zuhören und ihm von Gott erzählen. Und obwohl er überhaupt nicht an Gott interessiert war, wollte er sehr gerne, dass wir für ihn beten.“

„Jesus loves Osama.“ Gottes Liebe begegnet dem unbändigen Hass der Terroristen. Der Slogan bleibt herausfordernd. Die Aussage Jesu bleibt herausfordernd. Auch nach dem Tod von Osama bin Laden.


Kommentare

Von THomas am .

@achim
Liebe schafft das Gericht keineswegs ab! Liebe ohne Gericht wäre geradezu lieblos, z. B. für diejenigen, die unter Osama und Hitler zu leiden hatten.
Aber Gericht ohne Liebe? Nein danke! Bitte ERF, dieser Tendenz weiter folgen!

Von Achim am .

Jesus liebt Osama, Jesus liebt Judas, Jesus liebt Hitler oder?
Doch was soll das in der Verkündigung?
Journalistisch natürlich ein Aufmerker. Es führt aber zur Abschaffung der Gerichtsbotschaft in der Bibel und dass jeder Mensch sich für seine Taten zu verantworten hat.
Bitte ERF - dieser Tendenz und diesem Geist, im ERF, durch solche Veröffentlichungen, nicht weiter zu folgen.

Von judith am .

Der Spruch "Jesus loves Osama" stellt keine Distanz zu den Taten dieses Mannes dar.
Das ist das Problem...
natürlich nur für die Betroffenen..
Mich wundert es, dass noch kein Donnerblitz vom Himmel gefallen ist angesichts der ganzen christlichen Schmusesprüche...
Langsam wird es klebrig!
"Jesus loves ____________ "
(einfach irgendeinen Täternamen einsetzen....?)
Jesus loves Hitler?
Wer heute wirklich unbedingt provozieren will, soll sich etwas Besseres einfallen lassen.
Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar unbequemen Sprüchen wie:
"Kehr um, __________!"
(einfach igendeinen Namen einsetzen)

Von Stoffel am .

Es ist immer das gleiche, die Diskussion darüber ob es christlich gesehen Recht oder Unrecht war Osama bin Laden zu töten konzentriert sich auf "berühmte" (positiv oder negativ belegt) Personen. Mich kotzt das an, die anderen Menschen die bei dieser und vielen anderen Aktionen ums Leben kommen spielen keine Rolle. Es war doch vorneherein klar dass dabei Menschen sterben werden (z.B. Leibwächter) egal ob das Ziel war Osama bin Laden zu töten oder zu verhaften. Das ist so typisch und wird mehr

Von Rainer Theurer am .

Osama bin Laden war ein Feind Israels. Unser Gott , gleichzeitig der Vater von Jesus , hat gesagt :
Wer mein Volk antastet , tastet mich an . Ein Feind Israels kann niemals Gottes Freund sein !

Von Christfried am .

Nach allem, was zu hören ist, war Osama bin Laden der Kopf einer Terrorgruppe.
So wie jedes höher organisierte Lebewesen aus Kopf und Leib besteht, die zusammen etwas bewirken, ist es mit jedem System. Der Schlagwortsatz: „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“, weist auf die die Schwachstelle: Wie sehr bin ich selbst einbezogen in Gewaltvollzug? Lasse ich mich gebrauchen? Weiß ich davon oder werde ich nur benutzt? Bin Laden hätte deutlich weniger Macht, wenn die mehr

Von Anton K. am .

Sagen wir mal so: Gott hat Osama auch geliebt, aber er hat die Liebe Gottes abgelehnt.Jesu Worte waren: "Wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist...", Matth.18,6.
Das hat nicht ein radikaler Pastor gesagt , sondern Jesus

Von hennig am .

Das nütz alles nicht, wie zum Beispiel mit Judas den Verräter. Ist Judas dadurch gerettet?

Von Konrad B. am .

JESUS liebt Osama!
JESUS liebt alle Menschen, auch SEINEN Verräter Judas. Aber, wenn wir SEINE Liebe nicht für uns in Anspruch nehmen, sind wir trotzdem verloren. Wenn Osama ohne Vergebung gestorben ist, dann ist er trotzdem verloren, dann gab es bei ihm nur ein Zu spät!
Unser Leben ist uns gegeben, damit wir mit GOTT versöhnt werden. Der Schächer am Kreuz hat noch rechtzeitig vor seinem Tod heimgefunden!
Laßt uns das nicht gleichgültig sein, dass JESUS für mehr

Von Doris am .

@Heiner C. (oder Konrad F.): Ich denke, da muss ich widersprechen - Gott hasst zwar die Sünde, aber er liebt den Sünder. Warum sonst hätte er seinen Sohn auf diese Erde geschickt und für uns Sünder sterben lassen? Natürlich, Vergebung bekommen wir nur, wenn wir Gott durch Jesus darum bitten. Aber seine Liebe bietet Gott uns allen an. Und wir sind alle Sünder.

Von Andreas Striegl am .

Wer sich wirklich über eine Tötung freuen kann, denkt nicht wie Jesus und hierzu sind wir Christen aufgerufen. Natürlich bin ich froh, dass es diesen Terroristen nicht mehr möglich sein wird, weiter Schrecken zu verbreiten.
Aber selbst D. Bonhöffer kämpfte bis zum Schluss mit seiner Entscheidung, Hitler zu ermorden, da er genau wusste: Mord bleibt Mord.

Von Martin Kugele am .

Sorry, es muss natürlich "Osama" heißen im ersten Satz meines Leserbriefes und nicht "Obama".
Eine gefühlsduseliges Christentum entsteht, wenn in der kirchlichen Verkündigung nicht mehr klar Gesetz und Evangelium einander richtig zugeordnet wird, wie dies Martin Luther getan und gezeigt hat.
EKD-Präses Katrin Göring-Eckardt erklärte, für sie als Christin sei es kein Grund zum Feiern, wenn jemand gezielt getötet werde. Bundeskanzlerin Merkel hatte aber nur erklärt: „Ich freue mich darüber, mehr

Von Martin Kugele am .

Jesus liebt Obama nicht. Jedenfalls nicht so, wie er war und handelte. Gewiss, Vergebung fand der reumütige Mörder am Kreuz, der andere aber nicht. Dass es auch Sühne gibt, ist leider bei vielen Christen heute ausgeblendet. Gott ist auch ein heiliger Gott, der Gericht hält über diejenigen, die sein Volk und seine Gemeinde verfolgen. Es ist nicht unchristlich, sich zu freuen, wenn das Böse bestraft wird (Römer 13). Im Psam 58 heißt es in Vers 11: "Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Vergeltung sieht." Alles andere ist fromme Schwärmerei.

Von Beate Skrodzki am .

An welchen gott hat Osama Bin Laden geglaubt?

Von Toni am .

Jeschua ( Jesus ) hat alle bestialischen Mörder geliebt, sogar Adolf Hitler.
Aber nicht ihr handeln !
Jeschua hat Osama bis zum letzten Atemzug geliebt, vorausgesetzt er hat sich nicht vorher bekehrt, dann würde SEINE Liebe endlos sein.
Jetzt wird Jeschuha Osama's Richter sein !
Ich bin froh und dankbar das alles bei Gott ans Licht kommt, das sich niemand dadurch wurschteln kann ins Paradies. Gott ist nicht käuflich !
Bitte schlagt diese große Liebe vom Vater nicht aus !
Es gibt nichts besseres ! ! !
Gruß
Toni

Von Helmut am .

Ich habe keinen Zweifel, dass Jesus sein Leben auch für Osama dahingegeben hat. Da dieser Jesu Liebesangebot aber ganz offenkundig mit Verachtung für seine Heilsbotschaft bis zum letzten Atemzug zurückgewiesen und Jesu weltweite Gemeinde mit allen ihm zu Gebote stehenden kriegerischen Mitteln bekämpft hat, sehe ich Osamas Tötung als einen Akt rechtsstaatlicher Gewalt zur Vollstreckung eines im Einklang mit der amerikanischen Verfassung stehenden Gebots zum Schutz der Bürger. Wir sollten uns mehr

Von Bernd Schneider am .

Die Menschen, die sich nicht vorstellen können, dass Jesus Verbrecher liebt, kennen ihr eigenes Herz nicht. Dass ein Mensch kein Verbrecher wird, ist kein Verdienst, sondern Bewahrung. Jeder Mensch neigt zum Bösen und jeder Mensch ist unter bestimmten Bedingungen zu JEDEM Verbechen fähig. Das lehrt Paulus, das lehrten den Reformatoren. Keiner von uns ist hoffentlich ein Verbrecher, aber jeder von uns ist dazu fähig. Extremsituationen z.B. im Krieg haben das in drastischer Eindeutigkeit gezeigt. mehr

Von Erich Heß am .

Lukas 23,34
Jesus aber sprach:" Vater vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!"
Es liegt in des Vaters Ermessen darauf die richtige Antwort zu geben.
Freude über Osamas Tod zu haben scheint mir nicht angebracht; denn Satan hat wider einmal einen von uns missbraucht: einen Menschern.
Was einst mit dem Widersacher geschieht ist nachzulesen in der Offenbarung 20, 10.

Von Angela am .

Joh 15,1-2 als Anlaß zu nehmen, Menschen aus der Gemeinde zu eliminieren, halte ich für heikel,. denn dieser Vers sagt eindeutig, daß der himmlische Vater die Aufgabe übernimmt, die faulen Reben abzuschneiden.(es geht hier m.M.n. um die Umgestaltung des einzelnen Menschen, der an Christus "hängt")
Was diese Pastoren meinen, nennt sich allgemein Gemeindezucht und basiert auf den verschiedenen Paulusbriefen, die Anweisungen geben, wie man sich verhalten soll, wenn einer sündigt.
Allerdings ist mehr

Von Martin Stobwasser am .

Sicherlich stimme ich der Angela zu, jedoch bringt das Plakat ins Gespräch, wie das gemeint sei. Somit entstehen Beziehungen und Gespräche über unseren Glauben.

Von Heiner C. am .

Nein - das tut er nicht. Er liebt den Sünder genau so wenig wie er die Sünde liebt. Ulrich Parzany hat völlig recht (und viele Pastoren die seiner Meinung gehen mit ihm konform), wenn er sagt, dass diese Menschen in die ewige Hölle kommen. Wenn das nicht stimmt, dann haben sehr sehr viele Pastoren (insbesondere radikale Pastoren) mit ihren Theologien ein echtes Glaubwürdigkeitsproblem:
Sie entfernen - auf die unterschiedlichste Art und Weise - zu viele Sünder aus ihren Gemeinden, (meist mit mehr

Von Angela am .

Ich glaube, das Plakat könnte leicht die Meinung erzeugen, daß Jesus das geliebt hat, was Osama Bin Laden getan hat. Darin liegt ein gewaltiger Unterschied. Daß Gott den Menschen liebt, heißt nicht, daß Er das liebt, was derjenige tut. Gott liebt den Sünder, aber Er haßt die Sünde. Osama Bin Laden war im Glauben, Er handele in Gottes Auftrag. Er hat seine Anhänger immer darauf hingewiesen, Gott nach Seinen Absichten zu fragen. Wie kann man das anhand des Korans einordnen? Gelten dort nicht auch die 10 Gebote?


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