Zum Safer Internet Day

Wie Kinder und Jugendliche sicher surfen

Am 8. Februar ist weltweit der Safer-Internet-Day. Wir haben für alle Eltern und Pädagogen 5 hilfreiche Tipps für sicheres Surfen.

Das Internet bietet für Kinder und Jugendliche viele tolle Möglichkeiten. Doch wie bei jedem Medium gibt es Fallen. Damit Sie wissen, worauf es ankommt und Gefahren deutlich verringern können (vermeiden wird nie ganz klappen), geben wir 5 Tipps, wie Kinder und Jugendliche sicher surfen.

 

1. Surfen Sie mit den Kindern und reden Sie darüber.

  • Das ist der erste und auch wichtigste Punkt! Gemeinsames Surfen mit den Kindern ist die halbe Miete. Setzen Sie Kinder niemals einfach vor den Computer, damit sie es selbst erforschen können. Wichtig ist, dass Sie gemeinsam mit den Kindern ins Netz gehen und erklären, wie sicheres Surfen funktioniert, wo Fallen sind, was Sie vermeiden sollten usw.
  • Gemeinsames Surfen macht nicht nur Spaß, sondern gibt den Kindern Sicherheit. Zusätzlich verbringen Sie damit automatisch Zeit mit den Kindern. 
  • Ganz wichtig: Drohen Sie nicht. Viele Kinder haben Angst, es zu erzählen, wenn sie auf falsche Seiten geraten sind. Sie befürchten, dass sie dann nicht mehr surfen dürfen. Geben Sie den Kindern immer die Sicherheit, dass es mit Ihnen über das Internet sprechen kann. Auch - oder gerade - dann, wenn sie auf falsche Seiten gelangt sind.

2. Achten Sie auf Datenmissbrauch, Treffen und Abzocke.

  • Gerade Kinder geben schnell persönliche Daten weiter, da sie dahinter nicht gleich einen Missbrauch der Daten vermuten. Deswegen ist es ganz wichtig, dass Sie den Kindern erklären, dass Sie niemals auf Seiten oder in Chats und Foren persönliche Daten wie Telefonnummer, Adresse, Geburtsdatum usw. weitergeben dürfen.
  • Müssen sich die Kinder für Seiten registrieren, dann helfen Sie den Kindern dabei, aber machen Sie ihnen klar, dass sie das niemals alleine machen sollten. Und bevor Sie sich registrieren, prüfen Sie die Seite, ob mit den Daten verantwortungsbewusst und sicher umgegangen wird.
  • Erklären Sie den Kindern, dass sie niemals ohne Zustimmung der Eltern Geschenke, Abos oder Einkäufe annehmen bzw. durchführen dürfen. Denn häufig verbirgt sich dahinter reine Abzocke der Kinder.
  • Machen Sie den Kindern klar, dass sie sich niemals mit neuen „Bekannten“ aus dem Internet treffen sollten. Denn es ist niemals sicher, dass die Person im Chat, Forum etc. auch wirklich so ist, wie sie sich ausgibt. Sie können die Kinder dann zwar zu einem Treffen begleiten, aber besser ist es, diese Gefahrenkomponente schon im Voraus auszuschließen.    

3. Richten Sie zusätzlichen Schutz ein.

  • Richten Sie für jedes Familienmitglied ein eigenes Benutzerkonto ein. Jedes Familienmitglied erhält ein eigenes Passwort und hat damit nur Zugang zu bestimmten, vorher festgelegten Bereichen des PCs.
  • Es gibt Jugendschutzfunktion, die Sie für ihre Kinder einrichten können. Sie benötigen dafür ein eigenes Administrator-Benutzerkonto, um "Jugendschutz" für Ihr Kind einzurichten. Bevor Sie beginnen, stellen Sie sicher, dass jedes Kind, für das Sie "Jugendschutz" einrichten möchten, über ein standardmäßiges Benutzerkonto verfügt. Eine Anleitung für die Einrichtung des Jugendschutzes finden Sie hier.
  • Inhalte, die Kinder nicht sehen sollten, können Sie auch im Voraus sperren lassen. Dazu kann direkt im Browser eine Filterfunktion eingerichtet werden und so der Zugriff auf bestimmte Seiten unterbunden werden. Wer dann versucht, eine gesperrte Seite aufzurufen, muss erst ein Passwort eingeben, das von den Eltern eingerichtet wird. Aber Achtung: Kein Filter arbeitet 100% genau. SO kann es vorkommen, dass zu viele Seiten geblockt oder nicht altersgerechte Seiten trotz Filter angezeigt werden. Jedoch sollten Sie trotzdem nicht auf diese Einstellungen verzichten, da zumindest ein Teil der ungeeigneten Seiten herausgefiltert wird. Eine Anleitung für die Einrichtung der Filterfunktion finden Sie hier.
  • Viren-Scanner bieten zusätzlich Schutz. Sie müssen nicht alles kaufen, wo "Sicherheit" drauf steht. Aber ein guter (auch kostenloser) Viren-Scanner ist sehr ratsam.

4. Beugen Sie Gefahren und falsche Seiten vor.

  • Mit der Funktion „Lesezeichen“ bzw. „Favoriten“ können Sie gemeinsam mit den Kindern die sicheren Lieblingsseiten in dem Browser des Kindes einrichten. So müssen die Kinder die Seiten erst gar nicht über Google und Co. suchen und umgehen den Weg, auf falsche Seiten zu gelangen.
  • Einrichten geht ganz einfach: Seiten mit dem Tastendruck [Strg]+[D] zufügen, wenn Sie im Browser die gewünschte Seite haben. Das Ganze können Sie auch bearbeiten und übersichtlich machen, wenn Sie [Strg]+[B] drücken.
  • Sie können die meist besuchte Lieblingsseite der Kinder auch als Startseite einrichten, dann gelangt es sofort beim Öffnen des Browsers bereits auf die gewünschte Seite.

5. Bilden Sie sich selbst weiter und verbreiten Sie keine Angst.

  • Wenn Sie sich selbst unsicher fühlen, dann bilden Sie sich unbedingt weiter. Das können Sie im Internet unter den empfohlenen Links oder Sie fragen Bekannte und Freunde, die sich damit auskennen. Nur wenn Sie selbst informiert und sicher sind, können Sie den Kindern helfen.
  • Oder besuchen Sie Computer-Weiterbildungen und speziell angebotene Informationsveranstaltungen zum Thema „Kinderschutz im Netz“.
  • Ganz wichtig: Internet ist nicht nur böse und gefährlich. Gehen Sie selbst ohne Angst an das Internet ran und machen Sie auch den Kindern keine Angst davor, nennen Sie auch Vorteile und Möglichkeiten. Trotzdem ist es natürlich wichtig, die Gefahren zu beachten und aufzuzeigen.

 


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