Meinung

Die Burka geht uns alle an

In Frankreich dürfen sich Muslima nicht mehr verschleiern. Dabei ist nicht die Burka das Problem, sondern die Angst vor dem Fremden. Ein Kommentar.

Ich erinnere mich noch gut an den Nachmittag, an dem ich zusammen mit Fatma und Djamila* einen Einkaufsbummel machte. Als streng gläubige Muslima trugen sie nicht nur den landesüblichen schwarzen Ganzkörperumhang, ein schwarzes Kopftuch und einen schwarzen Schleier, sondern auch schwarze Handschuhe. Für mich war klar, dass sie damit zum Ausdruck bringen wollten, wie viel ihnen ihr Glaube bedeutet. Ganz unabhängig davon hatten wir in den engen Gässchen der orientalischen Altstadt eine gute Zeit miteinander.

Vor allem diese beiden Frauen stehen vor meinem inneren Auge, wenn ich an das Burka-Verbot denke, das das französische Parlament in den letzten Tagen verabschiedet hat. Ich frage mich, wie es ihnen gehen würde, wenn sie in Frankreich leben würden. Vielleicht hätten sie in dieser Umgebung keine Probleme damit, nur ein Kopftuch als Zeichen ihres aufrichtigen Glaubens zu tragen. Vielleicht kämen sie aber auch in Gewissensnöte, weil sie ihre Überzeugung nicht mehr so ausleben könnten, wie sie es für richtig halten. Was würde das für sie bedeuten? Sie hätten nur die Alternative, gar nicht mehr aus dem Haus zu gehen oder sich dabei schlicht und ergreifend nackt zu fühlen.

Frauen wie Fatma und Djamila sind nicht der einzige Grund, warum ich es für falsch halte, dass Frankreich seinen muslimischen Bürgerinnen bei Geldstrafe verbietet, einen Ganzkörperschleier zu tragen. Eine ganze Reihe weiterer Gründe sprechen dagegen. So war ich zum Beispiel froh, dass mir bei meinem Aufenthalt im Nahen Osten weder von staatlicher noch von religiöser Seite vorgeschrieben wurde, wie ich mich zu kleiden habe. Es stand mir als westlicher Frau frei, mich den Landessitten anzupassen oder nicht. Diese Freiheit wünsche ich auch jeder muslimischen Frau, die in einem europäischen Land lebt.

Eine Frau ist trotz Verschleierung eine eigenständige, selbstbewusste Persönlichkeit

Zum anderen stellt sich für mich die Frage, ob die Burka den Frauen wirklich derart ihre Persönlichkeit raubt, wie immer wieder behauptet wird. Sicherlich gibt es viele Frauen, die sich der schwarzen Umhänge liebend gern entledigen würden, wenn sie es könnten. Für diese Frauen ist die Burka ohne Frage ein Symbol der Unterdrückung, das sie außerdem darin hindert, ihre Persönlichkeit auszuleben. Das gilt jedoch nicht für alle Burkaträgerinnen.

Wer einmal verschleierte Frauen in einer arabischen Stadt beobachtet hat, der weiß, wie lebendig und individuell diese Frauen unter ihrem Schleier sein können. Ich selbst habe mich nie verschleiert, habe aber aus Respekt gegenüber der Kultur und zum Schutz vor Anzüglichkeiten ein Kopftuch und einen langen, schwarzen Umhang getragen. Darunter habe ich mich immer als eigenständige Persönlichkeit gefühlt. Darüber hinaus habe ich neben Fatma und Djamila noch andere selbstbewusste, gebildete Frauen kennengelernt, die sich im Kreis ihrer Familie und Freundinnen als eigenständige Persönlichkeit bewegten.

Vielleicht würden diese Frauen keine Burka tragen, wenn sie wählen könnten. Das scheint mir aber nicht das Kernproblem zu sein. Es sind eher der restriktive Ehemann oder die übermächtige Schwiegermutter, die das Leben für eine Muslima zu einem Gefängnis machen können – wofür die Burka durchaus als Symbol stehen kann. Ist das der Fall, sind aber nicht staatliche Verbote gefragt, sondern Anlaufstellen, an die sich die Frauen wenden können und wo ihnen mit einem ausreichenden Feingefühl für ihre Kultur geholfen werden kann. Wo aber die familiären Umstände stimmen, ist die Frage nach der Verschleierung eher zweitrangig. Vielleicht steht hier vielmehr die Anfrage im Raum, ob wir es uns vorstellen können, dass eine Frau auch unter dem Schleier glücklich ist und ihn möglicherweise sogar bewusst trägt.

Darüber hinaus verkennt das Verbot, wie der Familienverband und ihre Sozialisation viele Muslime prägen. Nicht das Ich des Individuums steht hier im Vordergrund, sondern das Wir der Familie und der Glaubensgemeinschaft. Ein Staat, der per Gesetz in dieses Gepräge einzubrechen versucht und westlich – individualistische Normen durchsetzen will, wird vermutlich scheitern. Wenn ein Mann seine Frau zu Verschleierung zwingt, helfen auch eine Gefängnisstrafe und das angedrohte Bußgeld in Höhe von 30.000 € nichts. Die Folge dieses Gesetzes könnte stattdessen vielmehr sein, dass nun gerade diese Frauen, denen das Gesetz eigentlich helfen sollte, noch mehr in die Isolation gezwungen werden.

Wir müssen den Blick hinter den Schleier der fremden Kultur wagen

Deswegen ist es ein Schritt in die falsche Richtung, wenn ausgerechnet der laizistische französische Staat seinen Bürgerinnen vorschreibt, dass sie keine Burka tragen dürfen. Zumal sich die Frage stellt, was für einen Sinn ein Gesetz hat, das schätzungsweise gerade einmal 2000 Frauen betrifft. Für einige wenige davon mag das Verbot einen Schritt in die Freiheit bedeuten. Für viele wird es die Kluft zwischen ihrer Kultur und dem Gastland nur noch mehr vergrößern und jegliche Integration verhindern.

Letzteres gilt auch für unsere westlich geprägte Gesellschaft. Integration gelingt nur dann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen. Hier stellt sich die Frage, warum uns die Burka ein solcher Dorn im Auge ist. Geht es uns wirklich darum, den vermeintlich unterdrückten Frauen zu helfen oder ist es nicht eher das Andersartige, das uns abschreckt und zu einer extremen Reaktion nötigt? Auf lange Sicht gesehen schneiden wir uns ins eigene Fleisch, wenn wir uns nicht bewusst mit der fremden Kultur auseinandersetzen und stattdessen einfach ihre Symbole aus der Öffentlichkeit verbannen.

Nicht Verbote sind gefragt, sondern Kontakte. Fatma und Djamila haben mich zum Bummel mitgenommen, auch wenn ich nach ihrem Wertesystem nicht ganz korrekt gekleidet war. Darüber hinaus haben sie mir ihre Freundschaft angeboten und mich zu sich nach Hause eingeladen. Solche Beziehungen bringen das Andersartige näher und helfen, den einzelnen Menschen hinter dem Schleier der fremden Kultur zu verstehen und ihn vielleicht sogar als Freund zu sehen.

* Die Namen sind von der Redaktion geändert.


Weitere Artikel und Webseiten zum Thema Islam:

Muslimen begegnen: Fünf Dinge, auf die Christen im Gespräch achten sollten

Orientdienst.de

Iman-Glaube.de (in Deutsch und Türkisch)

EAD: Koranverbrennung hat mit christlichem Glauben nichts zu tun

Zur der Debatte um Terry Jones finden Sie auch mehrere Beiträge auf unserem Notizblog:

Radikaler geht nicht - auch nicht für Muslime

Die Terry-Jones-Katalysatoren

"Koranverbrennung" und "Evangelikale Christen" - über die richtige Titelwahl


Kommentare

Von Boris am .

@ Gudrun Ihren Zynismus können Sie sich sparen. Es ist schon erbärmlich, dass Sie mit keinen stichhaltigen Argumente meine These entkräften können, stattdessen greifen Sie in die unterste Schublade. Sie haben absolut nichts verstanden. Ich habe in keiner Weise ein Interesse mit kleinkarierten Menschen zu diskutieren.
Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Von Gudrun am .

@ Uschi Bär: Danke für Ihren Beitrag. Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu. Auch ich habe spätestens beim Punkt "Zwangschristianisierung" begriffen, dass mir in diesem Dialog die Qualifikationen einer Heilungstherapeutin fehlen. Übrigens, auch in der Türkei gab es mal eine Frau als Regierungschefin. Gottes Segen und meine guten Wünsche für Sie, liebe Uschi Bär.

Von Uschi Bär am .

Liebe Gudrun, es hat keinen Sinn: Boris hat Recht und damit "basta". Ich verteidige ja nicht Frau Merkel. Dazu kann jeder seine eigene Meinung haben. Wohl aber die Tatsache, dass man eine Frau als BK nicht haben möchte. War denn Herr Schröder besser? Oder auch der ein oder andere? Ich denke, dass ist politisches Denken und das hat eben jeder anders. Der Einwurf, eine Frau habe unter ihrer weiblichen Chefin mehr gelitten als unter Männern, ist ja nun auch kein Beweis. Ich habe das auch schon mehr

Von Gudrun am .

@Boris
Lieber Boris, Ihnen muss ganz übel mitgespielt worden sein. Sie regen sich ja fürchterlich auf, wie an ihrer Argumentationsweise deutlich ablesbar. Ich möchte Sie nicht weiter quälen, sondern Sie sollen zur Ruhe kommen. Alles Gute für Sie!

Von Boris am .

@ Gudrun, regen Sie sich bitte nicht so auf. Ich glaube, dass Sie mein Posting vom 25.09.2010, 20:23 Uhr selektiv gelesen haben. Bevor Sie jetzt Ihr Gift weiter verstreuen, sollten Sie noch einmal sich die Mühe geben und in Ruhe mein Posting durchlesen.
Zur Erinnerung. Zitat: Moslems können auch nie eine Frau als Bundeskanzlerin und einen schwulen Außenminister als politischen Repräsentanten akzeptieren. Was soll daran falsch sein? Zitatende.
Wenn einige das lesen, gehen natürlich die rote mehr

Von Gudrun am .

@Boris
Ich verwahre mich vor Ihren sexistischen Aburteilungen. Sie qualifizieren die Bundeskanzlerin ab, weil sie eine Frau ist. Doch induktive Schlüsse sind schlicht falsch. Ich kann nicht vom Einzelfall auf die Gesamtheit schließen. Wenn ein ehemaliger Ministerpräsident eines Bundeslandes in seiner Grabrede seinen Amtsvorvorgänger als einen Widerstandskämpfer bezeichnete, obwohl dieser für Unrechtsurteile im NS-Regime verantwortlich war, dann schließen Sie doch auch nicht daraus, dass mehr

Von Boris am .

Liebe Uschi Bär kommen Sie mal wieder runter. Ich kann hier meine Meinung zum Ausdruck bringen, ohne von irgend jemand mir einen Maulkorb verpassen zu lassen. Ich möchte nicht im geringsten political correct sein, und bewege mich bewusst jenseits des Mainstreams. Haben Sie damit ein Problem?
Sorry, mir wird auch schlecht, wenn ich mich in einem christlichen Forum einer demagogischen Linie oder diktatorischen Meinungen unterwerfen muss, die in einem christlichen Mantel gehüllt sind. mehr

Von Uschi Bär am .

Lieber Boris, verstehe ich Sie recht, dass Sie eine Bundeskanzlerin als Frau falsch finden? He, wo steht denn das in der Bibel? Und die Position der Moslems können Sie in vieler Hinsicht nachvollziehen? Sorry, mir wird schlecht, wenn ich in einem christlichen Forum so etwas lese. Da können wir ja froh sein, dass eine Alice Schwarzer (deren Feminismus ich nun gar nicht schätze oder teile, aber die Folge solch hartgesottener Männer wie Sie ist) uns die Augen öffnet. Ja, unsere Gesellschaft mehr

Von Boris am .

@ Gudrun am 24.09.2010, 10:41 Uhr
Alice Schwarzer setzt sich m. E. aus reinem Opportunismus für die muslimische Frau ein. Denn sie befürchtet vielmehr, dass der politische Feminismus, den sie mit ihren Mitstreiterinnen erfolgreich etabliert hat, durch den Islam aus den Fugen geraten könnte. Ich zweifle an ihrer aufrichtigen Besorgnis um unser System. Es geht ihr um ihr (Alice Schwarzer) eigenes installiertes System, das auf Sand steht!
Moslems können auch nie eine Frau als Bundeskanzlerin mehr

Von Gudrun am .

Ich muss Alice Schwarzer voll zustimmen, die in einem ZDF-Bericht von heute sagte, dass falsche Toleranz die Islamisten in Deutschland erst stark gemacht habe. „Objektiv ist das islamische Kopftuch, das alles verdeckt, die Flagge des politisierten Islam.“ Schwarzer geht es nicht um Glaubensfragen, sondern um Gefahren durch einen wachsenden Islamismus. Sie beobachtet eine systematische Unterwanderung unserer Universitäten und Medien, wie auch unserer Justiz mit dem Ziel der Islamisierung des Westens unter dem Deckmantel der Verschleierung und sie fordert: „Da dürfen wir nicht länger wegsehen!“

Von Gudrun am .

@ Grundzulage: Hallo aufwachen!! Es ist keine Frage, dass der moslemischen Mann mit einer unterwürfigen und hörigen Frau diese Position nicht aufgeben will und das islamistische System genau hier bei den Rechten der Frau sehr allergisch reagiert. Der Mann darf die Frau schlagen, sich weitere Frauen nehmen und sich sehr einfach von einer Frau trennen. Umgekehrt gibt es diese Möglichkeiten für die Frau nicht. Der Eifer mancher Muslima im Übertreffen an hingebungsvoller Erniedrigung hat in den mehr

Von Uschi Bär am .

@Grundzulage. Über Ihr Schreiben kann man nur erschrecken. In der Tat sind Christen leider oft keine Vorbilder. Aber welche Logik liegt darin, einem Lügenbuch gehorsam zu sein? Irgendwie hört sich Ihr Schreiben an, als würden Sie den Muslim beneiden, dessen Frau so hübsch gehorsam und gar unterwürfig ist. Aber das, bitte sehr, ist doch weit von dem entfernt, was Gott von der christlichen Ehe will. Von dem anderen, was sie noch schreiben, will ich lieber nichts erwähnen.
Ja, es wäre mehr

Von Rainer am .

@Grundzulage: Die islamische Frau entspricht eigentlich Ihren biblischen Vorstellungen von der christlichen Frau, wenn sie nicht das falsche Buch hätte, höre ich das richtig raus?

Von Grundzulage am .

Welcher Gott soll den alternativ zu dem Gott der Burkas angebetet werde? Der Gott femininer Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung, oder der Gott der Bibel? Wenn Ehebruch, Ehescheidung, Abtreibung, Unzucht, offen gelebte und propagierte Homosexualität in den westlichen Ländern auf der toleranten Tagesordung stehen und sogar noch als Vorbild für den Rest der Welt gelten sollen, welcher Moslem wird den da den Glauben wechseln wollen? Hallo, bitte aufwachen! Der hat seine Frau, die ihm treu und mehr

Von Thomas Schmidt am .

Sehr geehrte Frau Keller,
aus Ihrer subjektiven Sicht mag das ja so sein. Der Islam ist zutiefst politisch und kulturell dort verankert. Der Islam prägt in islamischen Ländern die Gesellschaft. Aber Frankreich und Europa ist nicht islamisch. Der Islam ist hier also nicht die Kultur. Die Leitkultur ist in Europa eine andere. Daher definiert die Mehrmeit die Parameter, nicht eine Minderheit. Dies ist zu akzeptieren. Die Burka ist Ausdruck des aggressiven Islam. Wenn die Frauen Burka tragen, dann in dem Land, wo das erlaubt ist. Punkt.
Thomas schmidt

Von Uschi Bär am .

Liebe Frau Keller, ich bin ehrlich entsetzt über Ihren Artikel. Ja, wenn Sie in einem streng muslimischen Land sind, dann sind dort evtl. die Frauen verschleiert. Aber das ist letztlich der Ausdruck der Unterdrückung und was Sie dazu schreiben, entspricht doch nicht der Wirklichkeit. Gewiss, wenn ich in ein mslimisches Land gehe, dann muss ich mich auch entsprechend kleiden. Und reden Sie nicht davon, dass Sie das nicht mussten. Ja, ich würde es auch tun. Um erstens nicht angepöbelt zu werden mehr

Von Margott Domke am .

Die meisten Kommentare zu dem Bericht von Frau sprechen mir aus der Seele, doch am besten hat mir der von Herrn Ulrich Zahn gefallen, dem ich nichts mehr hinzufügen möchte!
Viele Grüße!

Von khr am .

Liebe Frau Keller,
hier scheint mir manches in ein falsches Licht zu rücken - und ich finde in ihren Ausführungen genau den gleichen schwammigen und unheiligen Toleranzaufruf, der mich auch in Politik und Kirche immer mehr irritiert. Ich kann eine Menge Menschen nennen, die mit dem Islam ihre - leider negativen - Erfahrungen gemacht haben (bis hin zu Morddrohungen!). Wenn ich mit Menschen spreche, die einen großen Teil ihres Lebens in direktem Kontakt mit Muslimen in deren Heimat verbracht mehr

Von js176806 am .

@Boris
Ich wünsche Ihnen alles Gute! Und Gottes Segen! Wo soll's denn hingehen? Wenn ich jünger wäre und nicht familiäre Verpflichtungen hätte, würde ich es auch im Ausland versuchen. Wer weiß, vielleicht kommt es soweit, dass mir nichts anderes mehr übrigbleibt. Hoffentlich ist es dann nicht zu spät.

Von Karlheinz Schäfer am .

In einem demokratischen Land, wie Frankreich, werden Gesetze von Frauen und Männern gemacht. Das islamische Gesetz, dass Frauen eine eine Burka tragen müssen, ist in den kranken Gehirnen von Männern geboren, die Frauen als Ihr Eigentum betrachten und glauben, sie könnten über dieses Eigentum verfügen, wie es ihnen gerade passt.
Ich glaube nicht, dass von den 2000 verschleierten Frauen in Frankreich, die es nach Ihren Angaben dort geben soll, viele dabei sein werden, die freiwillig ihre mehr

Von Gerhard Schäfer am .

Die Scheinheiligkeit und Verlogenheit des Islam hat sich neu bewiesen: Als der durchgeknallte Terry Jones die Verbrennung von Koranbüchern ankündigte, entbrannte die Wut der weltweiten Muslime. Nun wurde wieder einmal eine Schule in Afghanistan zerstört und verbrannt. Darin befanden sich viele heilige Islambücher, darunter viele Exemplare des Koran. Täter: Taliban. Muslimische Reaktion: Keine! Proteste: Keine! Fazit: Sollte man sich merken!

Von Astrid am .

Jedes Land hat seine Sitten/Glauben. Europäisches Land hat (meist) christlichen Glauben und westliche Sitten (wenn auch nicht immer sittsame..). Das Burka/Verhüllungs-Verbot sagt eindeutig, dass es eine Beleidigung der westlichen Sitten ist, sich zu "verstecken" und sein GEsicht nicht zu zeigen. Wieso sollen Christen sich den Sitten und der Glaubensauslegung des Islam anpassen? Gibt es dazu eine Bibelstelle? Islam sagt ganz klar, dass Andersgläubige getötet werden sollen, sie verflucht werden mehr

Von Jürgen D. am .

Wißt Ihr was? Wenn Ihr 50 Menschen verschiedener Religion vor einen Tom und Jerry Trickfilm setzt und alle finden Trickfilme lustig, dann lachen 50 Leute gemeinsam. Wenn Ihr 50 Leuten theoretisch erklären wollt, wie Trickfilm funktioniert, dann werden sich 50 Leute langweilen.
Wenn Ihr Ihnen aber nach dem Film erklärt, warum sie gelacht haben und wie Trickfilm funktioniert, damit so eine lustige Szene entsteht, dann werden sie interessiert lauschen.
Ganz ähnlich ist es mit dem Glauben. Wenn ich mehr

Von Bettina am .

Ich finde den Artikel leider etwas verwirrend...
1. Zitat: So war ich zum Beispiel froh, dass mir bei meinem Aufenthalt im Nahen Osten weder von staatlicher noch von religiöser Seite vorgeschrieben wurde, wie ich mich zu kleiden habe. Es stand mir als westlicher Frau frei, mich den Landessitten anzupassen oder nicht.
Mindestens im Iran und in Saudi Arabien muss man sich als Frau verschleiern und ein langes Gewand tragen, und das auch als Europäerin. Das wird bereits im Flugzeug angesagt und mehr

Von Boris am .

@ js176806 am 17.09.2010, 9:43 Uhr. Ihr Statement kann ich voll untersteichen. Sie haben die bundesdeutsche Realität wahrheitsgemäß geschildert.
Ich finde es eine Schande, dass ich als qualifizierte Fachkraft (Ing.) in Deutschland nicht mehr gebraucht werde. Ich bin nicht mehr systemrelevant. Bevor ich deshalb in Depressionen verfalle, und mit der Politik hadere, bemühe ich mich derzeit die Sprache des Landes zu erlernen, in dem ich meinem Beruf ausüben kann.
Ich habe auch mehr

Von js176806 am .

Zum Thema "sich mit der islamischen Kultur beschäftigen".
Vor kurzem endete der Ramadan mit dem Zuckerfest. Es war mir schlicht unmöglich mich der Informationsflut darüber zu entziehen. In allen Blättern und Kanälen wurde ausführlich, verständnisvoll und wohlwollend darüber berichtet. Ich erinnere mich, wie ich nach Feierabend auf der Heimfahrt das Autoradio einschaltete und mir zum Xten Mal am Tag einen Beitrag zum Zuckerfest serviert wurde. Zu Beginn des Ramadan war es ähnlich. Ständig wurde mehr

Von js176806 am .

Frau Keller, ihr Rechtfertigungsversuch zeigt erst, wie weit entfernt Sie von der Realität tatsächlich stehen. Der Folgepost (ich-weiß-es-besser) bringt es auf den Punkt. Sie bringen noch weitere Falschaussagen ins Spiel, die sie tatsächlich zu glauben scheinen. Schon die Aussage, Deutschland sei ein Einwanderungsland, ist rein statistisch falsch, Deutschland ist unterm Strich ein Auswanderungsland. In den letzten Jahren haben knapp mehr Menschen Deutschland verlassen, als zugezogen sind. Es mehr

Von Gudrun am .

Als Nachtrag zu Ihrem Zitat: "Vielleicht würden diese Frauen keine Burka tragen, wenn sie wählen könnten. Das scheint mir aber nicht das Kernproblem zu sein." möchte ich noch anmerken, dass mir genau das das Kernproblem zu sein scheint.

Von Astrid Koller am .

Liebe Frau Keller,
ein Tipp: Es gibt eine ausgezeichnete Islamwissenschafterin Dr. Christine Schirmacher in Deutschland - Weiterbildung würde dem ERF in diesem Fall helfen
Herzliche Grüße

Von Boris am .

Ich denke, dass nicht so sehr das Burka tragen das Problem ist, sondern vielmehr der Missbrauch der moslemischen Frauen und Kinder durch radikale Kräfte im Islam. So wie Kinder und Frauen im Nahen Osten als Schutzschilder bei terroristischen Anschlägen missbraucht werden, so werden ebenso Burka – und Kopftuchträgerinnen im Westen für geistige Terroristen (islamitische Hassprediger) missbraucht. Religiöse Bräuche haben dann nur noch eine Alibifunktion, wenn sie politischen Zwecke dienen. Dazu mehr

Von Helmut Schubert am .

Liebe Frau Keller!
Ich bewundere Ihren Mut, diesen Beitrag auf dieser Website ins Netz zu stellen, denn die gehässigen und verletzenden Kommentare waren zu erwarten. Es juckt mir in den Fingern, jetzt meinerseits mit heftigen Worten diese Kommentare einzuordnen. Aber Ihre sachliche Schreibweise will ich nicht beschädigen. Es tut gut, dass im ERF-Bereich auch solche Beiträge wie Ihrer möglich sind.

Von Gerhard Schäfer am .

Der Kommentar "Die Burka geht uns alle an" hat mich sehr verwundert. Mir ist es schnuppe, wenn in islamischen Ländern die Frauen derart verkleidet herum laufen und sich dadurch dem Willen ihrer männlichen Familienvorstände unterwerfen. Aber wenn man in ein Land mit anderer Kultur kommt und dann auch noch die Vorzüge dieses Landes genießen möchte, dann meine ich sollte man sich den Gepflogenheiten anpassen. Ich behaupte, dass es sich um einen Protest gegen die estliche Kleidungsweise handelt. mehr

Von ich-weiss-es-besser am .

Dummes Zeug. In welchem Wolkenkuckucksheim wohnen Sie?
Ihr Gutmenschenterror ist ja kaum zum aushalten. Nein, nicht der andere, der mich schlägt, ich bin es, der die Schuld trägt - denn ich stehe dem Anderen ja im Wege.
Wie würde Ihnen diese (zugegebenermassen etwas radikale) Lösung gefallen: Wir begehen kollektiven Selbstmord damit sich die Isamisten nicht mehr über uns aufregen müssen?

Von Hanna Keller am .

Zur Richtigstellung: Es geht mir in meinem Kommentar nich darum, einer billigen Integration oder Toleranz das Wort zu reden. Aber ich denke, wir müssen drei Dinge bei der ganzen Diskussion beachten:

Zum einen: Deutschland ist ein Einwanderungsland geworden - ob uns das gefällt oder nicht. Das verlangt einen entsprechenden Umgang und bedeutet, dass wir nicht mehr einfach von gegebene Tatsachen ausgehen können, sondern uns auf Veränderungen einstellen müssen. Die müssen übrigens nicht nur mehr

Von Rinaldo Hug am .

Ich bin Christ, der täglich Gottes wort hört und liest. Ich versuche die Gebote des HERRN einzuhalten.Wenn ich in ein anderes Land gehe, integriere ich mich mit meinem verhalten,den dort üblichen sitten.
Daher meine ich dies sollte auch von den Menschen, die sich in unserm Land aufhalten.
Daher bin ich gegen die Burka.
Gruss aus der Schweiz.

Von Gudrun am .

Meine Meinung: Wenn westliche Frauen in islamischen Ländern aus Schutz vor Anzüglichkeiten ein Kopftuch und einen langen schwarzen Umhang tragen, weist das hin auf ein eklatantes Problem. Wenn Frauen dort unverhüllt gehen, gelten sie als Freiwild und tragen im Islam nach männlichen Übergriffen die Schuld und Schande allein. Westliche Frauen in normaler westlicher Kleidung werden als „Ungläubige“ denunziert. Das empfinde ich als Beleidigung, weil ich nicht ungläubig bin. Für Intoleranz habe ich mehr

Von js176806 am .

Sie sagen "Integration gelingt nur dann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen." Das ist eine glatte Falschaussage und Sie offenbaren damit unfreiwillig eine entscheidende Ursache der gescheiterten Integration. Denn in den klassischen Einwandererländern war Integration unterschiedlichster Kulturen etwas, was im täglichen Überlebenskampf nebenbei geschah. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn dieser Überlebenskampf, das Ringen ums tägliche Brot im Schweiße des eigenen Angesichts, mehr

Von js176806 am .

Frau Keller, Sie verlangen, dass ich mich mit anderen Kulturen beschäftige, um diese hier in meinem eigenen Kulturkreis besser zu verstehen. Müsste es nicht umgekehrt sein, dass ein Gast sich mit der Kultur des Gastlandes auseinandersetzt und zumindest die Gesetze des Landes befolgt? Sie haben es doch selbst so gehalten, zwar nicht rundum verschleiert aber doch soweit es von Einheimischen akzeptiert wird. Wie steht's mit Europäischen bzw. Deutschem Recht, z.B. Tierschutzgesetzen, die von dieser mehr

Von ulrike am .

Im ersten Moment habe ich der Autorin recht gegeben. Aber im 2. dachte ich: ja wir wollen so liberal sein. Das sind die anderen aber nicht(siehe in der Beschreibung: wegen Anmache in dem Land lieber Kopftuch getragen)! Die Angst, dass wir überrant werden ist da und womöglich/vielleicht/wahrscheinlich?? nicht unbegründet. Unsere Toleranz wird von anders Denkenden als Dummheit bezeichnet. Leider!!!

Von Karin M. am .

Hier geht es nicht um Toleranz oder Intoleranz, sondern
Tatsache ist was Inhalt ist!
In der Bibel steht: Prüfet alles, und das Beste behaltet! Und an anderer Bibelstelle: ..seid wachsam und nüchtern!

Von Jürgen F. am .

Die Burka oder Verschleierung ist nicht das, was Angst macht. Es ist die Systematik der Religion, die darunter steckt. Jeder, der sich schon damit auseinander gesetzt hat, weiß, daß der Koran dazu aufruft, alle Ungläubigen zu beseitigen (vorsichtig ausgedrückt). Und die Burka oder Verschleierung sind für Viele Symbole für diese angstmachenden Suren. Und ja, warum soll die christliche Welt immer nur Andersdenkende und andere Religionen tolerieren? Warum können "Fremde" nicht unsere Kultur mehr

Von Norbert Hanschke am .

Vielleicht sollten wir uns ein Beispiel an Frankreich nehmen.
Und nicht so ,,toll" - Tollerant sein.

Von Ulrich Zahn am .

Es geht darum, das ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert (1. Kor 5,6) = Wehret den Anfängen". Was Sie locker als "Anzüglichkeiten" bezeichnen, hat bei Präsentation und Vertreten des christlichen Glaubens in der muslimischen Hemisphäre zur Ermordung "unserer" Glaubensträger geführt, erst vor kurzem wieder: Fahrer-Bischof- Türkei.
Solange in der muslimischen Welt keine unserer Kirchen errichtet werden darf, bin ich gegen Moscheen in Deutschland, die Burkas eine Heimstatt gibt.
Josua mehr

Von Myriam Seidt am .

Zitat: "Ich selbst habe mich nie verschleiert, habe aber aus Respekt gegenüber der Kultur und zum Schutz vor Anzüglichkeiten ein Kopftuch und einen langen, schwarzen Umhang getragen."
Können wir nicht auch von den Muslima "Respekt gegenüber unserer Kultur" erwarten? Wenn es sich im christlich geprägten Europa so schlecht leben lässt, sollte man sich als Muslim schon überlegen, ob man sich nicht lieber unter die Scharia stellt und in einem moslimischen Land lebt.
Wer bei uns sein Gesicht mehr

Von bianca am .

Was mich ängstigt ist nicht die Kleidung oder Kultur .Ich bin selber mit einer anderen Kultur aufgewachsen .Was mich ängstigt ist eine Religion in der es keine Gnade und Barmherzigkeit gibt .Es gibt keine Vergebung durch den Herrn .Das ist schrecklich .Und im eigenen Land werden Kopftücher an den Unis verboten und Menschen die Christen sind getötet und Bibeln verbrannt .Das macht mir mehr Angst als ein Multikulti Gedanke .Ich kenne auch Türkinnen die mit Schleier stolz sind ,aber ich finde darum geht es gar nicht .Davor fürchte ich mich nicht...

Von Scö am .

Angst vor der Fremde:
Zurecht sollte die Frage in den Raum geworfen werden, inwieweit das Misstrauen gegenüber einer Burka ein Kulturmissverständnis ist. Das Verbot ist sicherlich kritikwürdig.
Was aber, wenn reiligiöse Handlungen, Einstellungen, Rituale, Lebensausdrücke (oben war es das tragen einer Burka), usw. der westlichen Welt immer fremder werden? Wird das Verbot dann nicht auch Mittel, um auch diese Fremdheit abzustellen. Ich denke an Bekenntnisschulen, Kreuz, Kirchen, christliche mehr


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