Bibellese-Material für Ihren Hauskreis: Markus 16,1-8

Steigen Sie mit den Bibellese-Hilfen des Bibellesebundes gemeinsam im Hauskreis tiefer in die Bibellese ein - Hier finden Sie die Materialien für die Bibellese zu Markus 16,1-8

Erklärung zu Markus 16,1-8 - ab 23. März

Erklärungen

Das Geschehen am Auferstehungsmorgen ist von allen vier Evangelisten aufgeschrieben worden. Die Berichte unterscheiden sich in manchen Einzelheiten. Vergleicht man sie miteinander, kann man die große Bestürzung der beteiligten Personen über die aufregenden Ereignisse geradezu spüren. Jeder hat das aus seiner Sicht besonders Auffallende und ihm Wichtige hervorgehoben.

1: Es ist nicht eindeutig, wann die Frauen die Salböle gekauft haben. Nach Lukas 23,56 sowie der Ausdrucksweise im griechischen Grundtext könnte es noch am späten Nachmittag des Karfreitags, und zwar vor Sonnenuntergang, gewesen sein. Möglich ist auch der Samstagabend, als der Sabbat mit dem Sonnenuntergang vorüber war.
Bei der Totensalbung ging es nicht darum, die Verwesung des Leichnams zu verhindern. Es war eine Geste der Ehrung des Toten, ihn in guter Erinnerung zu behalten – so wie man sich gern an den angenehmen Geruch der Salböle erinnert.

3-5: Das Grab war eine in Fels gehauene Kammer, die man in gebückter Haltung begehen konnte. Der Tote lag dann auf einem Absatz, auf dem hier – nach der Auferstehung – der göttliche Bote sitzt. Das Leintuch, in das der Leichnam gehüllt war, wurde mit Binden zusammengehalten. (Der Bericht des Johannes unterscheidet deutlich das [Schweiß-]Tuch und die [Leintuch-]Binden.) Vor den Eingang des Grabes wurde nach der Beisetzung ein scheibenförmiger Stein gerollt, der nur mit großem Kraftaufwand zurückgerollt werden konnte.

6: Wörtlich heißt es hier: „Er ist auferweckt worden.“ Durch diese passive Wendung wird indirekt auf Gott hingewiesen, der das getan hat.

Fragen

Beobachten

* Wer waren die Frauen, die zum Grab gingen (vgl. Joh 19,25)?
* Was haben die Frauen am und im Grab selbst gesehen?
* Was alles haben die Frauen – und nach ihnen Petrus und Johannes – gesehen, als sie ausdrücklich dazu aufgefordert worden waren (6)?
* Mit welchem Auftrag wurden die Frauen weggeschickt und zu wem?

Verstehen
* Auf wessen Hilfe für das Öffnen des Grabes mögen die Frauen zu der ungewöhnlichen Tageszeit gehofft haben?
* Worauf weist die Bekleidung des jungen Mannes hin, der im Bericht des Matthäus „Engel“ (das heißt „Bote“) genannt wird?
Tipp: Markus 9,3.
* Lukas berichtet von zwei männlichen Boten. Wo befand sich der eine und wo der andere?
* Was war bei diesem Erleben so erschreckend? Und warum sollten die Frauen eigentlich nicht davor erschrecken (6)?
* Was mag der Grund sein, weshalb sie ausdrücklich aufgefordert werden, auch Petrus zu sagen, wo er Jesus wiedersehen kann (7)?
Tipp: Lesen Sie dazu Matthäus 16,13-20 und 26,69-75.
* Was war das für eine Furcht, die sich sogar körperlich äußerte (8: #Zittern#)?
Tipp: Lesen Sie dazu Markus 4,41.
* Wer könnte mit „niemand“ (8) gemeint sein? Schließt das womöglich zunächst auch die Jünger ein (9-11)?
* Worauf konnten sich die Frauen bei ihrem Bericht an die Jünger berufen? Auf welche „harten Fakten“ konnten sie hinweisen?
* Woran mag es liegen, dass es keinen biblischen Bericht gibt, der das Ereignis der Auferstehung selbst schildert?
* Reichte das, was die Frauen am Grab erlebt hatten, aus, um selbst gewiss zu sein und andere davon zu überzeugen, dass Jesus auferstanden war und lebte? Warum bzw. warum nicht?
* Wie kann man erklären, dass Matthäus (28,8) nicht nur von Furcht, sondern auch von großer Freude der Frauen berichtet?

Anwenden
* Mit welchen Bräuchen bringen wir heute die Ehrung von Toten zum Ausdruck?
* Für den Auferstandenen war das verschlossene Grab gewiss kein Hindernis (vgl. Joh 20,19). Für wen und wozu war es dann geöffnet worden?
* Von wem haben Sie zum ersten Mal gehört, dass Jesus auferstanden ist? Wie haben Sie darauf reagiert?
* Wenn Sie nach der Auferstehung Jesu gefragt werden, was würden Sie als Erklärung sagen? Können Sie „harte Fakten“ nennen? Welche?

Anregungen
* Um häufiges, zeitraubendes Hin- und Herblättern in der Bibel zu vermeiden, sollten alle vier Auferstehungsberichte (also auch Mt 28,1-10; Lk 24,1-12 und Joh 20,1-10) übersichtlich nebeneinander gedruckt oder als Kopien allen Teilnehmern vorliegen.

* Stellen Sie Bilder aus unterschiedlichen Epochen und Stilrichtungen nebeneinander, die das Geschehen am Auferstehungsmorgen darstellen. (Vielleicht genügt auch ein einziges, besonders ausdrucksstarkes.) Was darauf entspricht den biblischen Berichten? Was geht über sie hinaus und hilft doch, an den Auferstandenen zu glauben? Was darauf lenkt von dem zentralen Ereignis ab und verleitet zu falschen, also nicht der Heiligen Schrift entsprechenden, Vorstellungen und Gedanken?

* Dieser Bibelabschnitt handelt von „Furcht, Zittern und Entsetzen“. Die Gründe dafür sollten deutlich angesprochen werden. Vielleicht können Teilnehmer sogar von ähnlichen Erfahrungen berichten, zum Beispiel wie für sie angesichts des Todes eines nahen Menschen die Botschaft von der Auferstehung unwirklich klang, aber auch davon, wie sie ihnen später zum freudigen Trost geworden ist.

* Schließen Sie mit einem Lied vom Osterjubel!



Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.