Sterbehilfe auf Knopfdruck: Ex-Justizsenator stellt Sterbehilfe-Automaten vor

Der Hamburger Ex-Justizsenator Roger Kusch hat mit der Präsentation eines Injektionsautomaten zur Sterbehilfe für Wirbel gesorgt. Das berichtete letzte Woche das Hamburger Abendblatt. Der Chef der Partei HeimatHamburg stellte bei einem Wahlkampftermin in einer Seniorenresidenz den Prototypen eines Geräts vor, mit dessen Hilfe Sterbewillige per Knopfdruck eine tödliche Injektion starten können.

Wie das Hamburger Abendblatt in seiner Ausgabe vom 5.September berichtet, sorgte Ex-Justizsenator Roger Kusch mit der Präsentation eines Injektionsautomaten zur Sterbehilfe für Wirbel. Der Chef der Partei HeimatHamburg stellte bei einem Wahlkampftermin in einer Seniorenresidenz den Prototypen eines Geräts vor, mit dessen Hilfe Sterbewillige per Knopfdruck eine tödliche Injektion starten können. Dies sei gemäß dem deutschen Strafrecht legale Sterbehilfe, so Kusch. Außerdem wolle er kein generelles Selbsttötungsinstrument anbieten, sondern ein Angebot, in Würde zu sterben.

Die Handhabung soll unter strengen ethischen Voraussetzungen erfolgen. Dazu gehört die Aufsicht von Ärzten und Sterbehelfern. Auch müsse gewährleistet sein, dass der Sterbewillige volljährig und unheilbar krank sei und eine freiwillige Entscheidung treffe.

Scharfe Kritik erntete Kusch von Vertretern der CDU und FDP in Hamburg sowie von Pastoren der Stadt. Äußerste betroffen zeigte sich auch der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorsitzende des Treffens Christlicher Lebensrechtsgruppen (TCLG) , Hartmut Steeb. Er erklärte gegenüber Glaube24.de: "Dass wir in Fragen des Schutzes menschlichen Lebens und in Fragen der Mißachtung der Menschenwürde schon weit gesunken sind, ist jedem aufmerksamen Zeitgenossen deutlich. Aber ich hätte es ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten, dass die Verwirrungen so kreativ sind, wie jetzt Roger Kusch deutlich macht. Seine Vorstellung eines Selbsttötungsautomaten zeigt die furchtbare Ahnungslosigkeit z.B. von Krankheitsbildern wie Altersdepression. Anstatt Menschen Hilfe auf dem Weg anzubieten, soll ihnen die Tötung erleichtert werden. Das ist das Bild einer kaltherzigen Gesellschaft, die den Alten, Behinderten und Lebensmüden gerne los haben will und lieber in einen Automaten investiert als in die lebenswichtige Liebe, die auch in schweren Zeiten mitgeht. Wer solche Automaten zur Verfügung stellen will, macht sich zum Helfer des Todes und nicht des Lebens. Er treibt die Kultur des Todes voran."