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„Wenn Gott in die Chefetage möchte …”

Wenn Gott in die Chefetage möchte, scheitert er zumeist spätestens im Vorzimmer.

L e i p z i g (idea) – „Wenn Gott in die Chefetage möchte, scheitert er zumeist spätestens im Vorzimmer.“ Diese Beobachtung haben die Unternehmensberater Friedhelm H. Liers (Velbert) und Walter Tholen (Essen) gemacht. Bei einem Tagesseminar im Rahmen des Kongresses christlicher Führungskräfte sprachen die beiden am 17. januar in Leipzig über den scheinbaren Widerspruch zwischen gelebtem Christentum und wirtschaftlichem Handeln. Sie kritisierten, dass viele Manager den Glauben ins Privatleben verbannten. Christen dürften zwar ohne schlechtes Gewissen wirtschaftlichen Erfolg haben. Gewinn dürfe aber nicht das oberste Ziel wirtschaftlichen Handelns sein. Vielmehr sollte er als Geschenk Gottes angesehen werden.

Schmerzhafte Entscheidungen
Für einen in der Wirtschaft engagierten Christen dürfe nicht die eigene Zufriedenheit der entscheidende Maßstab seines Tuns sein. Zu beachten seien auch die Interessen von Mitarbeitern, Geschäftsfreunden und Kunden. „Schmerzhafte“ Entscheidungen könnten dennoch dem Ganzen dienen, wie etwa der Verzicht auf einen lukrativen Auftrag, der sich nur unter Missachtung der Arbeitsschutzbestimmungen erfüllen ließe. Der oberste wirtschaftliche Grundsatz Jesu Christi und seiner Jünger habe nicht gelautet „Was kostet es?“, sondern vielmehr „Wieviel ist genug?“ Das Seminarthema „Wirtschaften nach biblischen Grundlagen“ lockte ein erstaunliches Teilnehmerspektrum an: es reichte von einem Bankier über einen Abteilungsleiter, einen Schüler und einem katholischen Pfarrer bis hin zu einem Maschinenschlosser.

Quelle: www.idea.de