Dialog

Muslimen begegnen: Fünf Dinge, auf die Christen im Gespräch achten sollten

Der Karrikaturenstreit hat erneut deutlich gemacht: Der Umgang mit dem Islam ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft, der sich auch Christen nicht verschließen können. Der beste Weg zur Verständigung liegt dabei in der persönlichen Begegnung. Fünf Gesprächs-Tipps für Christen.

Der Karrikaturenstreit hat erneut deutlich gemacht: Der Umgang mit dem Islam ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft, der sich auch Christen nicht verschließen können. Der beste Weg zur Verständigung liegt dabei in der persönlichen Begegnung. Fünf Gesprächs-Tipps für Christen.

1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennenlernen
Meist ist es einfach, mit Muslimen über Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen. Weil der Koran und die Bibel inhaltliche Berühungspunkte haben, ergeben sich viele natürliche Gesprächsmöglichkeiten: Muslime glauben z. B. an einen allmächtigen Schöpfer und Richter. Für Christen ist Gott auch der liebende Vater, der sich in Christus offenbart. Was bedeutet Gottes Vater-Sein für mich? Was bedeuten Jesu Tod und Auferstehung ganz praktisch für mein Leben?

2. Niemals über den Islam, Muhammad oder den Koran urteilen
Nur zu schnell wird man seinen Gesprächspartner mit unzutreffenden Urteilen in die falsche „Schublade“ stecken oder ihn sogar persönlich verletzen. Besser sind Fragen: Welcher der vielen verschiedenen islamischen Richtungen gehört mein Gesprächspartner an? Von welchem Familienhintergrund stammt er? Wie praktiziert er seinen Glauben? Statt über den Islam oder die Politik des Nahen Ostens zu urteilen, ist es lohnender, über die Einzigartigkeit Jesu und sein Handeln in meinem Leben zu sprechen.

3. Zuhören - Respekt zeigen - ein Freund sein
Zu einer guten Begegnung gehört das Zuhören. Selbst großes Wissen über den Islam kann persönliche Fragen nicht ersetzen. Ist mein Gegenüber praktizierender Sufi und sucht Gott in der mystischen Versenkung? Ist er Theologe, geschult im Islam? Oder vielleicht ein innerlich zutiefst vom Islam Enttäuschter, dem noch nie eine Alternative kennengelernt hat? Nicht pauschale Antworten sind hier gefragt, sondern echtes Interesse und praktzierte Liebe Jesu.

4. Keine theologischen Debatten
Widerspruch und die Überzeugung, die „besseren Argumente“ zu haben, mögen zu Streitgesprächen führen, Herzen werden so kaum gewonnen. Viel besser ist das Zeugnis von Jesus Christus im Rahmen einer persönlichen Beziehung: wie Jesus Christus nicht nur Schuld vergibt, sondern auch Charakterschwächen verändert oder Frieden in aussichtslose Situationen bringt. Die Gewißheit, Vergebung und das ewige Leben zu erben, weil Gott selbst Liebe ist und deshalb Liebe zum Nächsten und sogar zum Feind schenkt, sind Gesprächsthemen, die von praktischem und geistlichem Nährwert sind. Viele ehemalige Muslime, die heute Christen sind, wurden als erstes von der Atmosphäre der Liebe, des Vertrauens und der Vergebung in einer christlichen Familie oder Gemeinschaft angesprochen.

5. Gottes Wort kommt nicht leer zurück
In einer persönlichen Beziehung kommt der Zeitpunkt für die direkte Begegnung mit dem Wort Gottes: Die gemeinsame Betrachtung des Lebens Jesu nach einem der Evangelien oder des „Jesusfilms“. Gottes Wort erreicht direkt die Herzen der Menschen, die ihn suchen. Gesucht werden Menschen, die bereit sind, den ersten Schritt zu tun und Muslimen von der wichtigsten Person in ihrem Leben zu erzählen: Jesus Christus. Er kann Muslimen begegnen und ihnen neues Leben schenken.