Wütend auf Gott – Versöhnt mit Gott

Bei „Mensch, Gott!“ berichtet Josef Rihm wie Jesus in sein Leben eingreift und es verändert.

Josef Rihm ist 14 Jahre alt als sein Bruder stirbt. Kurze Zeit später nimmt sich seine Mutter das Leben. Er ist erschüttert und fragt sich, wie Gott nur so etwas zulassen kann. Er ist wütend auf Gott.

Aus der Bahn geworfen
Die nächsten Jahre gerät Josef Rihm immer weiter auf die schiefe Bahn. Schon bald raucht er seinen ersten Joint, knackt mit seiner Jugendgang Autos, begeht Einbrüche und Diebstähle.

Dann wird er Zuhälter und Drogendealer. Für ihn existiert das Wort „Gewissensbisse“ nicht. Er sagt selbst, dass sein Gewissen wie totgeschlagen oder ertränkt durch Alkohol, Kokain oder Heroin war. Selbst die diversen Aufenthalte im Knast bringen ihn nicht zur Vernunft. Er nutzt die sechseinhalb Monate Untersuchungshaft und verkauft auch im Knast Drogen. Nicht einmal vor dem Gefängnisgottesdienst macht er Halt. Dort ist für ihn ein lukrativer Umschlagplatz für seine Drogen.

Im Gefängnis von Jesus berührt
Bis eines Tages ein Chor der Freien evangelischen Gemeinde aus Breitscheid auftritt und die folgenden Zeilen singt: „Mag sein, du kannst es nicht verstehen. Und trotzdem, und trotzdem ist es wahr. Es ist am Kreuz geschehen. Für dich und für mich auf Golgatha.“ Das bleibt ihm in Erinnerung.

Als Josef Rihm überraschend nach nur 5 Monaten entlassen wird, obwohl er eigentlich eine dreijährige Haftstrafe hätte absitzen sollen, will er erst mal Party machen. Doch statt zu feiern, ist er traurig und fällt in ein tiefes Loch. Einige Zeit später erinnert er sich an einen Christen aus der Bibelgruppe im Gefängnis. Er nimmt Kontakt zu ihm auf und beginnt, sich wieder mit dem Glauben zu beschäftigen.

Ein langer Weg zur Umkehr
Josef Rihm entschließt sich, trotz großer innerer Kämpfe, in eine christlich-therapeutische Wohngemeinschaft einzuziehen. Immer noch beherrscht ihn die Wut auf Gott. Für ihn war es Gottes Schuld, dass die Mutter und der Bruder nicht mehr am Leben sind. Er will eigentlich nichts mehr mit Gott zu tun haben.

In der Gruppe wird viel für ihn gebetet und langsam öffnet er sein Herz für die Liebe Gottes. Es ist noch ein über Monate dauernder Prozess, bis Jesus ihm die Sündenerkenntnis ins Herz schenkt:

„Und da wusste ich ganz klar: Jetzt ist die Entscheidung zu fällen. Das war wirklich vom Kopf auf einmal ins Herz gefallen. Und dann habe ich mit einem Christen zusammen gebetet. Wir sind auf die Knie gefallen und ich habe eine Bekehrung erlebt. Jesus hat mir meine Schuld vergeben. Das habe ich richtig gemerkt in dem Moment. Das war ein tiefer Frieden mit Gott. Und eine Riesenlast von mir abgefallen. - Meine Wut auf Gott, die war weg.“

Endlich Frieden mit Gott
Bis zum heutigen Tag erlebt Josef Rihm immer wieder Höhen und Tiefen. Ihm wurde eine behinderte Tochter geboren, seine geliebte Frau stirbt 2012 an Krebs. Und auch er weiß aus eigener Erfahrung, was krank sein bedeutet. Doch er nimmt innerlich Gott von der Anklagebank und sieht ein, dass er die Vergangenheit weder verändern noch beeinflussen kann. Inzwischen hat er seinen Frieden gemacht. Seinen Frieden mit Gott, seinen Frieden mit sich selbst.

„Mensch, Gott!“ bringt Geschichten zum Nachdenken und Umdenken
Wir haben die bewegende Lebensgeschichte von Josef Rihm in der Sendung „Mensch, Gott!“ aufgezeichnet. Sie können sie ansehen unter www.erf.de/mediathek. Die Reaktionen auf die Sendung ermutigen uns zur Suche nach weiteren Geschichten, die wir erzählen können. Geschichten, die Menschen zum Nachdenken und Umdenken bringen.

Um eine Sendung zu produzieren, sind ca. 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. An prominentester Stelle natürlich unsere Moderatorin Sigrid Röseler und ihr Kollege Marcus Walter. Er resümiert:

„An ‚Mensch, Gott!‘ liebe ich, dass ich durch die Geschichten immer wieder eine Ahnung von der Vielfalt Gottes bekomme. Als ob sich ein Vorhang öffnet und ein Lichtstrahl aus der Ewigkeit in mein Herz fällt. Durch jeden Bericht unserer Gäste vergrößert sich auch mein Vertrauen in Gott.“

Die Sendereihe „Mensch, Gott!“ wird ausschließlich aus Spenden finanziert. Ihre Unterstützung ist sehr willkommen!