Das Leben lieben

Das Leben lieben - bis zum Schluss

Ein Nigerianisches Sprichwort sagt: „Das Alter ist unheilbar.“ Je älter man wird, desto mehr zwickt und zwackt der Körper. Doch Altern besteht aus mehr als Leid, Schmerzen und Abschied. Manche Menschen starten im hohen Alter noch einmal so richtig durch. So wie Christian und Ursula Gruhl. Die beiden haben im hohen Alter beschlossen, noch mal etwas ganz Neues angefangen: Ein Restaurant im eigenen Wohnzimmer. 

 

 
Im Artikel „Schlechte Zeiten gibt's immer“ geben Elsa und Heinz Jahrling jungen Paaren Tipps für eine funktionierende Ehe.

Aber auch ohne neue Ziele und Herausforderungen ist das Leben im Alter ein Geschenk - besonders, wenn man es mit einem geliebten Menschen seit vielen Jahren teilen darf. Heinz und Elsa Jahrling sind ein Paradebeispiel dafür. Seit über 60 Jahren sind die beiden verheiratet und durch dick und dünn gegangen. Gerade weil sie wissen, dass sie vielleicht nicht mehr viele Tage zu zweit haben, genießen sie jeden gemeinsamen Moment. 

 

 

Doch natürlich ist das Alter selten frei von Beschwerden. Zwar steigt die Lebensdauer, aber damit auch das Risiko, an altersbedingten Krankheiten wie Demenz, Parkinson oder Arthrose zu erkranken. Viele Senioren stellen sich die Frage: Wie kann ich meinen Lebensabend gut gestalten? Wie kann ich möglichst lange ein eigenständiges Leben führen, ohne von der Pflege und Fürsorge anderer abhängig zu sein?

Zum Artikel „Den Zerfall ausbremsen“
(Foto: aerogondo / fotolia.com)

Dass dieses Thema immer wichtiger wird, zeigen auch einige Zahlen. 1965 gratulierte der Bundespräsident 276 Männern und Frauen zu einem dreistelligen Geburtstag. Heute gibt es rund 16.000 Menschen über 100 in Deutschland. Bis zur Jahrhundertmitte wird diese Zahl vorrausichtlich auf über 100.000 ansteigen. Was ist der Grund für diesen rapiden Anstieg? Neben den medizinischen Verbesserungen sind es vor allem die Erbanlagen, das gestaltbare Umfeld und das Sozialverhalten. Aber noch entscheidender als diese Faktoren ist eine positive Lebenseinstellung, so Prof. Kurt Witterstätter. Konkrete Tipps für ein glückliches Leben im Alter gibt er in unserem Artikel „Den Zerfall ausbremsen“.


Ein Auszug aus der Podiumsdiskussion „Dem Sterben Würde bewahren“ (Länge: 24:30)

Doch auch bei der besten Vorsorge um die eigene Gesundheit, ist das Altern an sich nun mal nicht aufzuhalten. Unweigerlich stellt sich oft irgendwann die Frage: Gehe ich ins Altersheim oder kann eine Pflege im eigenen Heim sichergestellt werden? Damit verbunden ist auch die Unsicherheit, wie  Sterben in Würde aussehen kann.  Mit genau diesem Thema hat sich die Stiftung ProVita (die lebensethischen Initiative des Bundes freier evangelischer Gemeinden und des Bundes evangelisch-freikirchlicher Gemeinden) in einer Podiumsdiskussion gewidmet. Hören Sie die gesamte Sendung „Dem Sterben Würde bewahren“.

Lesen Sie ein ausführliches Interview mit Markus Roll über die Zeit mit seiner sterbenden Mutter.

Auch für Markus Roll stellt sich die Frage danach, wie würdiges Sterben aussehen kann, als seine Mutter ihm erzählt, dass sie an Krebs sterben wird. Roll ist Ende 30 und als Autor und Theologe sehr erfolgreich, aber daraufhin sagt er alle Termine ab und zieht zurück zu seiner Mutter nach Lübeck. Gemeinsam verbringen sie noch zehn gemeinsame Wochen. Seine Erfahrungen schreibt er in einem Online-Tagebuch auf, aus dem schließlih ein Trauerbuch für Männer wird. In unserer Sendung „Gott sei Dank“ erzählt er davon, wie er seine Mutter in ihren letzten Monaten begleitet hat:

 

 

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