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Spielrezension „Crazy Lab“

Es gibt Spiele, bei denen man zunächst das Gefühl hat, dass man Spiele dieser Art schon zur Genüge gesehen hat. Und doch kann es durchaus immer wieder positive Überraschungen geben. Eine solche Überraschung hält „Crazy Lab“ von Amigo Spiele bereit.

„Crazy Lab“ – zu Deutsch „Verrücktes Labor“ – ist ein kleines Kartenspiel; genauer ein Stichspiel, bei dem es darum geht, innerhalb von zehn Runden möglichst viele Pluspunkte zu sammeln und gleichzeitig Minuspunkte zu vermeiden. In fünf Farben gibt es jeweils einen Stapel mit vier Karten. Jeder Spieler entscheidet sich für einen dieser Stapel. Die gewählte Farbe ist die Farbe, die ihm im Laufe des Spiels Minuspunkte einbringt. Alle Spieler kennen die Minusfarbe der Mitspieler. Auf der anderen Seite der vier Karten, befinden sich die vier restlichen Farben, die der Spieler nicht gewählt hat. Eine dieser Farben muss er als jene bestimmen, die ihm im Spiel Pluspunkte bringt. Das macht jeder Spieler, nachdem alle Mitspieler von einem verdeckten Stapel zehn Karten erhalten haben. Sie zeigen Reagenzgläser, mit den fünf verschiedenen Farben in unterschiedlicher Kombination und in verschiedenen Werten. Die gewählte Farbe für die Pluspunkte bleibt vor den Mitspielern verborgen. Zwei weitere Farben legt er verdeckt in die Tischmitte. Sie bilden im Laufe des Spiels Trumpffarben.

Nach und nach werden die zehn Karten mit den jeweiligen Trumpffarben in der Tischmitte aufgedeckt. Beginnend mit dem Startspieler legen alle Spieler nacheinander eine Karte offen vor sich hin. Dabei gibt es – anders als in anderen Stichspielen – keinen Zwang eine bestimmte Farbe spielen zu müssen. So ist es relativ schwierig vorauszusagen, wer noch welche Karten hat. Wenn die letzte Karte in der Tischmitte aufgedeckt wurde, endet das Spiel und die gesammelten Plus- und Minuspunkte werden miteinander verrechnet. Wer dann die meisten Pluspunkte hat, der gewinnt.

„Crazy Lab“ wirkt zunächst ein wenig verwirrend. Dabei sind die Regeln klar und auch schnell erklärt. Aber weil „Crazy Lab“ doch anders läuft als sonst gewohnte Stichspiele, muss man sich erst „reinfinden“. Zudem steckt an etlichen Stellen auch eine Portion Taktik mit drin. Das beginnt schon mit der Wahl der Farbe, die Pluspunkte einbringt. Und es braucht auch Einiges an Gehirnakrobatik, um die Absichten und Plusfarben der Mitspieler zu erahnen. Deshalb erfordert „Crazy Lab“ auch ein bis zwei Runden Spielerfahrung, um ein Gefühl für das Spiel und seine Mechanismen zu bekommen. Insgesamt ist „Crazy Lab“ ein kurzweiliges und spaßiges Stichspiel, das durch seine neuen Ideen absolut überzeugt.

„Crazy Lab“
Autor: Gregorio Morales und Jordi Gene
Verlag: Amigo Spiele
Für 3 - 5 Spieler
Ab 10 Jahren
Dauer: 20 Minuten
Preis: ca. 8 Euro

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