ERF GlobalHope Lesezeit: ~ 4 min

Radio macht Bibel begreifbar

Trotz der Pandemie läuft in Zentralasien die christliche Radioarbeit weiter. Willi Epp berichtet.


Willi Epp koordiniert die Arbeit von ERF Medien in Zentralasien – dazu zählen die Länder Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. In seinem monatlichen Gebetsbrief berichtet er von aktuellen Entwicklungen und Gebetsanliegen. Einen Auszug davon lesen Sie hier.



Liebe Gebetsfreunde,

ich grüße Sie mit den Worten aus dem Psalm 121: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Psalm 121,1-2). Diese Zusage gilt uns und allen Menschen auf der ganzen Welt. Wir schätzen alle Bemühungen von Forschern, Medizinern, Investoren und Politikern, die sich dafür einsetzen, dass wir gut durch die Corona-Pandemie kommen. Aber im Endeffekt kommt unsere Hilfe „vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat“ und dessen Möglichkeiten sind im Gegensatz zu unseren menschlichen Möglichkeiten unerschöpflich.

„Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht“ (Psalm 121,3-4) heißt es weiter in Psalm 121. Das ist unser Trost. Das ist auch der Trost unserer Geschwister in Zentralasien, die wir im Gebet unterstützen wollen. Dazu möchten wir Sie herzlich einladen.

Ihr

Willi Epp
 


Ein neuer Leiter für Zentralasien

Am 6. April hat Andre Krahn die Leitung der Arbeit von ERF Medien und TWR in Zentralasien übernommen. Beten Sie dafür, dass er als Gottes Werkzeug das Reich Gottes in Zentralasien vergrößern kann!

Der Apostel Paulus brauchte für seine Dienste Gebetsunterstützung, deshalb schrieb er an die Gemeinde: Betet zugleich auch für uns, auf dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir vom Geheimnis Christi reden können (Kolosser 4,3). Das braucht auch Andre Krahn für seine neue Aufgabe.
 

Radiosendungen machen Bibel einprägsam und begreifbar

Bei einem unserer letzten Besuche in der Region fuhren wir nach dem Frühstück zum Gottesdienst in eine Gemeinde. Wegen der Ferienzeit war der Gottesdienst nicht gut besucht, aber das Programm lief wie immer ab. Es gab viele Wortbeiträge, etliche gemeinsame Lieder und auch einige Vortragsstücke verschiedener Gruppen. Besonders beeindruckend waren die Lieder einer Musikgruppe in nationaler Tracht mit nationalen Musikinstrumenten.

Straßenbild in Zentralasien
Straßenbild in Zentralasien (Foto: Willi Epp / ERF Medien)

Dann sprach der erste Redner. Er las aus Psalm 32: „Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet“ (Psalm32,1-2). Der Prediger erzählte, wie er diesen Psalm zum ersten Mal gehört hatte. Er war von dieser Wahrheit so angetan, dass er den Text mit einem Rekorder aufnahm, um ihn sich im Alltag immer wieder anhören. Er hoffte, dass Gottes Wahrheit so tief in sein Herz dringen konnte.

Beim Zuhören dachte ich mir, dass wir das Gleiche auch mit unseren Radiosendungen tun. Wir machen die Wahrheiten der Bibel hörbar und somit begreifbar. Bestimmte Wahrheiten über Gott und den Menschen muss man immer wieder und wieder hören.

Etwas später kam ein junger Mann nach vorne und zitierte auswendig einen Teil der Bergpredigt. Ich musste staunen. Nicht jeder Christ in der Region hat Zugang zur Bibel, aber durch unsere Bibelsendungen können Hörer sich die Bibel einprägen und sogar auswendig lernen.

Nicht jeder Christ in der Zentralasien hat Zugang zur Bibel, aber durch unsere Bibelsendungen können Hörer sich die Bibel einprägen und sogar auswendig lernen.

 

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch in eine andere Stadt zu einem Treffen mit unseren Hörern. Nacheinander erzählten sie, was die Sendungen ihnen bedeuten. Eine Frau erzählte, dass durch das Hören der Sendungen die Ehe ihres Bruders wieder in Ordnung gekommen sei. Eine andere lädt Nachbarsfrauen zum Hören ein und spricht mit ihnen über den Glauben. Gott benutzt unseren Radio-Dienst auf vielfältige Weise zu seiner Ehre!
 

Radioarbeit in Zentralasien in Zeiten von Corona

ERF Medien unterstützt seit vielen Jahren die Produktion von Sendungen in Zentralasien. Durch Ihre Spende helfen Sie uns dabei, dies weiterhin tun zu können. Erfahren Sie mehr über die Projekte in Zentralasien.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind in den Ländern Zentralasiens viel stärker als bei uns. Das macht Treffen unserer Teams sehr schwierig. Schulen wurden geschlossen, Reisen sind verboten, es wird zuhause gearbeitet. Die Lebensmittelpreise sind stark gestiegen. Uns wird berichtet, dass die häusliche Gewalt alarmierend zugenommen hat und die Selbstmordrate immer höher wird. Für uns von außen ist eine Reise nach Zentralasien zurzeit unmöglich.

Trotz all dieser Sorgen arbeiten die Mitarbeiter vor Ort ohne Unterbrechung weiter und die Programme werden unter eingeschränkten Verhältnissen weiter produziert.

 

Gebetsanliegen für Zentralasien in der Coronakrise:

  • Bewahrung unserer Teams und ihrer Familien
  • Schutz der Sendeanlagen, damit die Verbreitung des Evangeliums weitergehen kann
  • Menschen in Zentralasien: Wir beten, dass sie – während sie zuhause bleiben müssen – über unsere christlichen Radiosendungen Jesus kennenlernen und bei ihm Trost finden.
     

Banner Verfolgte Christen


Weitere Beiträge zum Thema

 

 

 

 

 


Ihr Kommentar

Die E-Mail wird nicht veröffentlicht.
Alle Kommentare werden redaktionell geprüft. Wir behalten uns das Kürzen von Kommentaren vor. Ein Recht auf Veröffentlichung besteht nicht.