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© Priscilla du Preez / unsplash.com

01.03.2024 / Andacht / Lesezeit: ~ 3 min

Autor/-in: Leonie Nobiling

Wozu eigentlich Bibellesen?

Mit Paulus den Wert der täglichen Lektüre im Wort Gottes entdeckt. Eine Andacht.

Morgens früh aufstehen, das ist für mich schon die erste Herausforderung am Tag. Mein erster Griff geht direkt zum Handy. Eine neue Benachrichtigung von der Bibel App erinnert mich: „Vergiss nicht heute noch in Gottes Wort zu schauen.“ Na Dankeschön, auch das noch! So fängt mein Tag ja direkt mit einem To-do an. Wann soll ich das neben den anderen vielen Aufgaben denn noch schaffen?

Mehr Last als Freude?!

So ging es mir an vielen Tagen. Für mich als Christin gehört das Bibellesen zu meinem Alltag dazu, aber oft fühlte es sich eher an wie eine Last als eine Freude. Das lag daran, dass ich oft nur wenig von dem verstanden habe, was ich da las. Das hat mich demotiviert und daher habe ich auch keinen Sinn darin gesehen, mich weiter mit der Bibel zu beschäftigen.

Vielleicht geht es dir so wie mir und du musst dich zum Bibellesen überwinden und dir ist gar nicht so richtig klar, wozu das Ganze überhaupt gut sein soll. Oder du bist ein Bibelleser mit langjähriger Erfahrung und hast schon erkannt, welcher Wert und welcher Nutzen sich darin verbirgt. 

Aber wieso sollte man als Christ regelmäßig in der Bibel lesen? Was bringt es, sich tiefgehender mit einzelnen Bibelstellen zu befassen?

Warum es sich lohnt, in der Bibel zu lesen 

Die Antworten auf diese Fragen findest du in der Bibel selbst. In 2.Timotheus 3,16 steht : „Denn alles, was in der Schrift steht, ist von Gottes Geist eingegeben und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift: Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, bringt auf den richtigen Weg und erzieht zu einem Leben nach Gottes Willen.“  

Während ich den Vers lese, merke ich, dass es anscheinend doch einige Gründe gibt, warum es sich lohnt, die Bibel zu lesen.  

Erstens: Gerade in unserer heutigen Welt, wo sich Fake News viel schneller verbreiten als wahre Nachrichten, kann uns die Bibel Orientierung geben. Mir fällt es manchmal nicht leicht, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Wenn wir die Bibel lesen, dürfen wir uns darauf verlassen, dass wir dort Wahrheit entdecken. Denn in dem Vers oben heißt es, dass alles, was in der Bibel steht, von Gottes Geist eingegeben wurde, also von Gott selbst verfasst. Jesus, Gottes Sohn, sagt von sich, dass er selbst die Wahrheit ist (vgl. Johannes 14,6).

Zweitens: Die Bibel ist auch eine Hilfe zur Selbstreflexion. In 2.Timotheus 3,16 heißt es, dass die Bibel mir auch dabei helfen kann, meine eigene Schuld aufzudecken. Wenn ich regelmäßig in der Bibel lese, lerne ich mehr und mehr was in Gottes Augen gut und richtig ist. Ich kann mein Verhalten und meinen Charakter daran messen und prüfen, wo mir das nicht gelingt oder wo ich sogar schuldig geworden bin. Auf diese Weise entdecke ich öfter schlechte Eigenschaften an mir selbst.

Außerdem finde ich in der Bibel unterschiedliche Beispiele von Menschen, die sich falsch verhalten und gegen Gottes Willen gehandelt haben. Durch ihre Geschichten kann ich auch etwas für mein Leben lernen.  

Drittens: Die Bibel dient uns Menschen als eine Art Leitfaden für das Leben. Als Christin ist es mir wichtig, nach dem Willen Gottes zu leben. Denn ich glaube, dass er gut ist und Gutes für mich im Sinn hat. Wenn ich mich frage, was genau Gottes Wille für mein Leben ist, dann hilft der Blick in die Bibel. Dort hat Gott klare Äußerungen darüber gemacht.

Mir persönlich hat dieser Bibelvers geholfen zu verstehen, dass ich die Bibel auf alle Bereiche meines Lebens anwenden kann und sie mir dabei hilft mich selbst immer wieder zu reflektieren.

Bibel lesen – aber wie?

Deine Bibelleseroutine kannst du so frei gestalten, wie du möchtest. Hier sind ein paar Tipps, die mir geholfen haben. Vielleicht helfen sie auch dir, um mit mehr Begeisterung in der Bibel zu lesen.

Bevor du anfängst, bitte doch Gott erstmal darum, dass er durch die Bibel zu dir spricht und dir hilft den Text zu verstehen. Wenn du dann beginnst zu lesen, kannst du dir erstmal nur einen Abschnitt vornehmen, anstatt gleich ganze Kapitel zu lesen. Den Abschnitt kannst du dir mehrmals durchlesen und dazu deine Gedanken aufschreiben.

Und wenn das alles nicht hilft und es dir trotzdem noch schwer fällt, dann hilft dir vielleicht eine andere Person dabei. Du kannst dir jemanden suchen, mit dem du dich zum gemeinsamen Bibellesen verabredest und ihr könnt euch immer wieder gegenseitig ermutigen dranzubleiben und füreinander beten.

Letztendlich ist es für mich beruhigend zu wissen, dass ich mit der Bibel ein Buch habe, in dem Gott alle Wahrheiten offenbart hat, das mir als Lebensratgeber für jegliche Situationen dient. In einer Welt wie heute, wo es lauter Ungewissheit gibt, finde ich es richtig schön mich an etwas zu halten, das Bestand hat – die Bibel.

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