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© Stacey Koenitz / unsplash.com

22.04.2024 / Andacht / Lesezeit: ~ 3 min

Autor/-in: Carmen Schmidt

Gott macht Pause

Wie Gottes Ruhetag auch uns Kraft für die neue Woche schenken kann. Eine Andacht.  

Heute ist Montag, der erste Tag der neuen Woche. Die Woche liegt vor mir mit all ihren Aufgaben, Terminen, Erledigungen und Überraschungen. Ich weiß nicht, wie es dir an so einem Montag geht. Vielleicht bist du motiviert und voller Tatendrang, vielleicht startest du aber auch etwas schwerfällig in diese Woche, weil etwas Anstrengendes vor dir liegt.

Für mich ist heute schon der zweite Tag der Woche. Denn ich habe letztens einen Bibeltext gelesen, der mich neu inspirierte: Die Schöpfungserzählung.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen?

Gott arbeitete sechs Tage lang an der Erschaffung unserer Welt: Er erschuf den Himmel, das Land und die Meere, die Pflanzen, Sonne, Monde und Sterne, die Tiere und schließlich den Menschen. Am Ende eines jeden Tages schaute er sich sein Werk an und beurteilte seine Arbeit mit den Worten: „Und es war gut“.

Am siebten Tag stellte Gott fest, dass die Schöpfung vollendet ist und nichts mehr fehlt. Daraufhin ruhte er sich von seiner Arbeit aus und heiligte sogar diesen Tag:

„Darum segnete er den siebten Tag und sagte: ‚Dies ist ein ganz besonderer, heiliger Tag! Er gehört mir‘“ (1. Mose 2,3).

Es ist ein besonderer Tag für Gott. Die Bibel nennt ihn an anderer Stelle auch „den Tag des HERRN“. Gott gönnt sich selbst diesen Ruhetag und er gönnt uns Menschen ebenfalls diesen Tag.

Gott gönnt uns einen Ruhetag

Gott arbeitete sechs Tage, dann ruhte er sich aus. Für den ersten Menschen war es aber andersherum! Nachdem er am sechsten Tag erschaffen wurde, startete er am siebten Tag mit dem heiligen Ruhetag ins Leben. Und erst danach kamen die Tage, in denen er seine neue Welt erkundet, den Tieren Namen gibt und das Land bearbeitet. 

Und trotzdem beginnt für uns die neue Woche üblicherweise am Montag. Wir müssen erst arbeiten, bevor wir uns am Wochenende ausruhen können. Aber könnte es sein, dass Gott ganz anders darüber denkt?

Zuerst Gemeinschaft statt Leistung

Ich denke, dass Gott die Beziehung zu uns Menschen schon ganz am Anfang sehr am Herzen lag. Er erschuf den Menschen als sein Ebenbild, damit wir mit ihm Gemeinschaft haben können. Es bedeutet Gott viel, dass wir die Verbindung zu ihm pflegen und vertiefen. Dafür hat er den Sonntag als Ruhetag und Begegnungszeit mit ihm „installiert“. Und aus dieser Verbindung heraus können wir dann gestärkt in die neuen Arbeitstage starten. Damit erhält die ganze Woche einen neuen Startpunkt: Gott.

Für das Volk Israel war und ist der Schabbat immens wichtig. Sie haben eigens Regeln für diesen Tag und bereiten sich gründlich darauf vor, damit sie keine Arbeit verrichten müssen. Sie wollen sich auf die Gemeinschaft mit Gott konzentrieren, ohne Ablenkung. Für uns Christen ist der Sonntag außerdem der Tag, an dem wir die Auferstehung Jesu feiern.

Neue Prioritäten

Wie verbringe ich nun diesen Tag, der Gott gehört? Gönne ich mir Ruhe und Zeit mit ihm? Ich will mich inspirieren lassen und den Sonntag bewusster feiern: In der Bibel lesen, in den Gottesdienst gehen, in der Gemeinschaft mit anderen Christen wachsen und lernen, im gemeinsamen Singen von Liedern Gott anbeten und loben. Mich ermutigen lassen durch sein Wort, sein Reden und seine Liebe durch Jesus Christus.

Auch in der Natur erkenne ich seine wohltuende Schöpferkraft. Ich tanke auf in seiner Liebe und ich möchte es mir immer wieder gönnen, einen Tag lang bei Jesus zu sein und mit ihm in die neue Woche gehen.

Ich will Gottes Schöpfungsrhythmus zu meinem Lebensrhythmus machen.

Deswegen ist der Sonntag mein neuer Ausgangspunkt für den Wochenstart. Wie startest du in die neue Woche? Wie verbringst du den „perfekten“ Sonntag? Schreib uns gern unten in den Kommentaren!

 Carmen Schmidt

Carmen Schmidt

  |  Community- & Fundraising-Manager/-in

Carmen Schmidt, erfahren in Fundraising und Referentin bei ERF – der Sinnsender, vereint ihre Leidenschaft für Jesus mit ihrem Engagement für die Vision der Organisation. Als Jungsmama und Ehefrau bringt sie Empathie und Entschlossenheit ein, um Menschen zu inspirieren, sich für die ERF Vision einzusetzen.

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Kommentare (3)

Vera /

Ich verstehe auch nicht, warum selbst der ERF in immer mehr Bereichen, den Sonntag als ERSTEN Tag der Woche abschafft. Sogar meine Solaranlage fängt am Sonntag an, die Woche neu zu zählen!

Heike /

Für mich hat der Ruhetag eine besondere Bedeutung. Ich bin 7. Tag Adventist und feiere den Sabbat- also Samstag- schon seit meiner Kindheit. Ich habe den Segen erfahren, der auf diesem Tag liegt auch mehr

Andrea /

Bis 1975 war tatsächlich der Sonntag in Deutschland ganz offiziell der erste Tag der Woche.
Den perfekten Sonntag verbringe ich mit Gottesdienst (meistens online im Livestream, unsere Gemeinde macht das seit Corona) und viel lesen. Ansonsten wird nur das Nötigste gemacht!

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