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© Tristan Pineda / unsplash.com

27.03.2023 / Andacht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor/-in: Heike Knauff-Oliver

Gottes Ruhm in aller Welt

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt...

Westwärts bin ich seit einem halben Jahr unterwegs. Die Welt ist groß. In ihren Wunderwerken von hohen Bergen und großen Meeren spiegelt sich der Schöpfer Gott wieder. Immer wieder bringt mich die Vielfalt dieser göttlichen Schöpfung zum Staunen. Auf meinen Reisen fühle ich mich meinem Gott näher und vertraue mich ganz seiner Führung an.

Als Kind Gottes weiß ich mich in seiner Gunst

„Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt…“, heißt es in einem alten Volkslied. Mit vielen Freunden in aller Welt und ein bisschen Erspartem und gerade in den Ruhestand getreten, mache ich mich also auf den Weg: USA, die azurblaue Südsee mit Korallenriffen, weiße Sandstrände der palmenbewachsenen Inseln.

Australien der rote Subkontinent mit einer Vielfalt von seltenen Tieren und schließlich Indonesien, Asien, Indien und Oman. Neben wunderbaren Landschaften sind es aber besonders die Menschen, die mich faszinieren. Wo auch immer ich mich gerade befinde, sonntags besuche ich einen Gottesdienst.

Wie Menschen unseren himmlischen Vater rühmen und ehren berührt mich sehr: Inbrünstig und stimmgewaltig, mit herrlich klaren Stimmen preisen die Menschen unseren großen Schöpfer in der Südsee. Ihre Hingabe im Gesang ist unvergleichbar. Ich könnte stundenlang zuhören, wenngleich ich ihre Sprache nicht verstehe.

Menschen rühmen Gott auf unterschiedlichste Weise

In Asien habe ich so übervolle Kirchen erlebt, wie wir sie hierzulande nur erträumen. Während in der freien westlichen Welt, das Verlangen nach Glauben abnimmt, ist in vielen Ländern Asiens das genaue Gegenteil der Fall. Das Christentum erlebt gerade einen ungeheuren Zulauf. Übervolle Kirchen und eine große Nachfrage an biblischer Lehre zeugen davon. Es gibt nicht genügend Missionare und Pastoren, die den Bedarf decken können.

1923 brachten Missionare das Evangelium nach Kambodscha – ein vom Buddhismus dominiertes Land. Kriege und der Genozid der Roten Khmer konnten das Christentum im Lande nicht auslöschen. Im Gegenteil: „100 Jahre frohe Botschaft“ wird jetzt groß gefeiert. Selbst hohe Politiker, wie der Premierminister, nehmen an Feierlichkeiten teil. Sie rühmen nicht Gott, aber zollen der Einsätze von Christen im Land Anerkennung – Irgendwie, denke ich, rühmen sie damit auch indirekt Gott.

Tausende Jugendliche stürmen geradezu die abendlichen Veranstaltungen. Lobpreis und Ruhmeshymnen übertönen den sonst sehr lauten Straßenlärm – Jesus ist unser Erlöser, ist die laute und frohe Botschaft.

Gottesruhm begegnet mir überall in der Welt

In Vietnam zeigen Christen ihre Gesinnung mit Kreuzen im Gartentor. Das ist sehr mutig. Christen sind in der Minderheit und vom kommunistischen Regime nicht sonderlich gemocht. Davon lassen sie sich nicht beirren. Ihr Mut, ihr Lebenswandel bewegt viele Menschen ihres Umfeldes, es ihnen gleich zu tun.

Meine asiatischen Freunde beeindrucken mich mit ihrem tiefen Glauben an Gott und Jesus Christus. Selbst oder besonders die, die in tiefster Armut leben. Sie rühmen Gott inbrünstig; danken, loben und preisen ihn täglich. Auch wenn Gott in unterschiedlichen Sprachen anders benannt wird, so ist doch sein Ruhm bei allen Menschen in allen Teilen dieser Welt bei denen, die an ihn glauben. Das, finde ich, gibt auch mir Mut und Zuversicht. Dem Psalmdichter stimme ich zu: „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Enden“ (Psalm 48,11).
 

 Heike Knauff-Oliver

Heike Knauff-Oliver

  |  Freie Mitarbeiterin

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Kommentare (1)

Beate G. /

Über die gesamte Reise habe ich den Status verfolgt. Tief beeindruckend und bewegend wie Glauben mit Leben gefüllt werden kann.
Beate

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