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© Priscilla du Preez / unsplash.com

05.11.2021 / Theologie / Lesezeit: ~ 2 min

Autor: Ingrid Heinzelmaier

Mein Bibelbuch (4)

Ein persönlicher Blick in die Heilige Schrift: Ingrid Heinzelmaier über das 5. Buch Mose.

 

 

Seit einem Jahr lese ich jeden Tag drei ausgewählte Abschnitte aus der Bibel. Psalmen, Altes und Neues Testament. Das ist etwas anderes, als wenn ich an einzelnen Versen lange „herumkaue“. Da geht es um Überblick und um Zusammenhänge. So lese ich auch Bücher und Abschnitte, die sonst nicht so oft auf meinem Bibellesespeiseplan waren.

Leichter geht es in einer modernen Übersetzung wie der Basisbibel von der Deutschen Bibelgesellschaft. 

Ich habe mit Pfarrerin Tina Arnold gesprochen vom Übersetzerteam. Tina Arnold ist begeistert vom 5. Mosebuch, das sie auch übersetzt hat. Und sie hat mich damit angesteckt. Da steckt so viel drin: Berichte, Poesie und Lehre. Berichtet werden Geschehnisse, die über 3000 Jahre zurückliegen. Der rote Faden dabei ist, wie ein liebender Gott um sein Volk wirbt. Dazu ein erster Ausschnitt aus einer Rede von Mose aus Kapitel 7 im 5. Mosebuch – gelesen von Tina Arnold:

„Du Israel, bist ein besonderes Volk.
Du bist heilig für den Herrn, deinen Gott.
Der Herr, dein Gott hat dich erwählt.
Als einziges Volk unter allen Völkern dieser Erde
sollst du ihm gehören.
Nicht weil ihr zahlreicher seid als alle Völker
Empfindet der Herr Zuneigung zu euch.
Nicht deswegen hat er euch ausgewählt.
Denn du bist ja das kleinste von allen Völkern.
Sondern aus Liebe zu euch hat der Herr es getan.“

 

Wunderbar, wie klar die Gedanken fließen durch diese kurzen Sätze. Und wie Gottes Werben um sein Volk klar wird, das er so sehr liebt. Wunderbar auch, wie poetisch andere Stellen klingen. Wie ein Gedicht. So das Lied des Mose aus Kapitel 32:

„Mein Lied soll strömen wie der Regen.
Meine Rede soll fallen wie der Tau.
Wie wenn der Regen auf das Gras tropft
Und Tautropfen die Pflanzen benetzen.
Denn ich will preisen den Namen unseres Herrn.
Gebt unserem Gott die Ehre.“

 

Das 5. Buch Mose. Neu zu erleben in einer urtextnahen, aber gut zu lesenden Übersetzung. Und jetzt zum Abschluss ein kurzer Abschnitt aus der Erzählung vom Tod des Mose nach der Basisbibel:

„Als Mose starb, war er 120 Jahre alt.
Seine Augen waren nicht schwach geworden,
seine Lebenskraft war nicht gewichen.
30 Tage lang weinten die Israeliten um Mose
dort in der Steppe Moabs.
Danach war die Zeit des Weinens und der Trauer vorbei.
Josua, der Sohn Nuns,
war erfüllt vom Geist der Weisheit
Denn Mose hatte ihm die Hände aufgelegt.
Die Israeliten gehorchten Josua
und taten, was der Herr Mose befohlen hatte.
Doch einen solchen Propheten wie Mose
gab es nicht noch einmal in Israel.“

 

Mose – der Mann Gottes ist gestorben, ohne das Land zu betreten, das Gott für Israel versprochen hat. Aber trotzdem wird das fünfte Buch Mose gekrönt mit dieser Aussage von einem einmaligen Propheten. Mose ist nicht gescheitert mit seinem Lebensauftrag und Gott hat ihn seine Nähe und seine Kraft erleben lassen während der 40 Jahre in der Wüste.

 

Weitere Informationen zum Thema Bibel finden Sie auch auf unserem Dossier:

 

 Ingrid Heinzelmaier

Ingrid Heinzelmaier

  |  Redakteurin
Eine Leidenschaft von Ingrid Heinzelmaier ist einfangen, was Gott rund um den Globus tut: Lebensgeschichten aus allen Kontinenten für „Jerusalem, Samarien und die Welt“ und „Glaube – global“. Außerdem will sie als Redakteurin und Moderatorin mit der Gebetsmotivationsreihe „Beten bringt’s“ anderen Mut machen für ihr persönliches Leben mit Gott.

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Kommentare (1)

Renate /

Danke für die schöne Einführung ins 5. Mosebuch. Allerdings enthält sie einen Fehler: "830 Tage lang weinten die Israeliten ..." Nein, es waren nur 30 Tage, so sagt es der 8. Vers.

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