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© Markus Spiske / unsplash.com

07.06.2021 / Andacht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor: Vera Nölke

Das erste Eis in der Sonne

Von Sonnenstrahlen, Wolken und einem Versprechen.


„Cover me in sunshine“, singt P!NK gemeinsam mit ihrer Tochter, also „Hüll mich ein in Sonnenschein“ Und so gehe ich durch die Wetzlarer Altstadt und blinzle in die Sonne, lasse mich wärmen von den Strahlen. Ich schaue aufmerksam auf das Leben, das erwacht. Menschen strömen durch die Altstadt. Essen Eis. Sie genießen die offenen Läden und bummeln durch die Straßen.

Wenn ich durch die Felder um Wetzlar spaziere, staune ich über die grünen Bäume. Der Himmel ist so wunderschön hellblau, wie er eben nur in dieser Jahreszeit leuchten kann. Die Sonne wärmt meine Haut.

Die Natur zeigt mir: der Frühling hat sich zwar Zeit gelassen, aber jetzt holt er alles nach. Auf den Feldern wächst und blüht es. Alles bereitet sich auf den Sommer vor. „Tell me that the world‘s been spinning since the beginning and everything will be alright“ – Sag mir, dass die Welt sich schon von Beginn an gedreht hat, und dass alles gut wird. So heißt es in P!NKs Lied weiter.
 

Die Welt dreht sich weiter

Es gibt einen Rhythmus, der weiter geht – im Lied wie in meinem Leben. Die Erde dreht sich konstant. Und ich merke in all dem Chaos, den Zahlen und all den Regeln, dass noch etwas bleibt: das Versprechen, dass alles gut wird.

Diese Zusage spüre ich, wenn die Sonnenstrahlen meine Haut treffen. Ich kann dieses Versprechen greifen, wenn meine Hände durch die blühenden Felder streifen. Und ich höre ein „Alles wird gut“, wenn ich meine Freundinnen unbeschwert lachen höre.
 

„Everything will be alright“ – wirklich?

Alles wird gut – diese Worte klingen nach Geborgenheit und Sicherheit. Das sind aber auch Worte, die im Hangeln von einem Lockdown zum nächsten und von einer Schulschließung zur nächsten eher leer geklungen haben. Da hat sich so viel Frust aufgebaut.

Wenn ich zwischendurch frustriert schreien will: Nichts ist gut!, dann glitzern die Sonnenstrahlen durch diesen Frust und erinnern mich daran: Die Welt dreht sich, konstant.

Fürchte dich nicht, denn ich, Gott, bin bei dir. Sieh dich nicht ängstlich nach Hilfe um, denn ich bin dein Gott: Meine Entscheidung für dich steht fest, ich helfe dir (Jesaja 41,10).

 

Wenn Gottes Entscheidung für mich feststeht und er bei mir ist, dann habe ich noch etwas, woran ich festhalten kann: „Everything will be alright.“ – Alles wird gut, denn Gott ist bei mir. Auch wenn sich Wolken vor die Sonnenstrahlen schieben, ist die Sonne immer noch dahinter und kommt wieder hervor.

 

 Vera Nölke

Vera Nölke

  |  Redaktions-Volontärin

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