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05.11.2012 / Andacht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor/-in: Nelli Löwen

Freust du dich auf den Himmel?

Wie er unser Leben verändert, wenn wir an ihn denken.

„Herzliche Einladung zur Einweihungsparty“ sagten meine Vermieter und reichten mir freudestrahlend vor einigen Tagen die Einladungskarte zur Einweihung der neuen Wohnungen, die heute Abend stattfinden wird. Zwei Jahre haben sie an dem Haus gewerkelt und geschuftet. Jetzt ist endlich alles fertig. Sie sind glücklich, denn endlich können alle Mieter das Haus beziehen und dieses große Projekt 2011/2012 wird abgeschlossen. Heute soll ordentlich mit allen Mietern und Bauhelfern gefeiert werden. Zu diesem Anlass ist der Hähnchenwagen bestellt, alles dekoriert und geputzt und schön hergerichtet. Ich freu mich auf diesen besonderen Abend. Die Arbeit ist geschafft und nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen.

Irgendwie erinnert mich dieser Anlass zur Feier an die Einweihungsparty, über die Jesus mit seinen Jüngern spricht. Jesus selbst wird uns einladen, denn er sagt kurze Zeit bevor er stirbt: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa zu euch gesagt, dass ich dorthin gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Und wenn ich einen Platz für euch vorbereitet habe, werde ich wieder kommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.“ (Johannes 14,2+3)

Einblick in die Zukunft

Er gibt seinen Jüngern damit kurz vor seinem Abschied einen Einblick in ihre Zukunft. Er möchte Wohnungen für sie bauen und einrichten und sobald die Wohnungen fertig sind, die neuen Bewohner zur Einweihungsfete abholen. Der Gedanken, dass Gott jetzt gerade an der Arbeit ist, um für mich eine neue Wohnung zu bauen, gefällt mir. Jedoch sollte der Gedanke an die neue Wohnung weit mehr in mir bewirken als ein schönes Gefühl. Jesus hat die Jünger in seine Hausbaupläne nicht ohne Grund eingeweiht.

Der Gedanke auf meine Zukunft soll mein Leben heute beeinflussen und verändern, was er viel zu selten tut. Manchmal erscheint mir der Umzug nicht wichtig, weil er aktuell noch nicht dran ist. Manchmal bin ich in der Mitarbeit meiner Gemeinde so gefordert und beschäftigt, so dass ich keine Zeit habe, an den Himmel zu denken. Manchmal verliere ich den Himmel völlig aus meinem Fokus und vergesse, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Manchmal erscheint mir die Wahl der neuen Tapetenfarbe wichtiger, als es im Blick auf den Himmel tatsächlich ist.  

Dabei wünsche ich mir, dass der Himmel mein Leben stärker verändert und mir eine neue Sicht auf alltägliche Dinge und auf mein Leben insgesamt gibt. Der Gedanke an den Himmel sortiert und setzt meine Prioritäten. Der Himmel ordnet mein Leben und das tut gut. Deshalb möchte ich häufiger an den Himmel denken und mich jetzt schon auf den Tag freuen, wenn es heißt: „Herzliche Einladung zur Einweihungsparty. Alles ist fertig.“ 

Ihr Kommentar

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Kommentare (6)

Klaus H. /

Hallo Nelli, danke für die guten Worte. Ich habe mal einen Spruch gehört und der läßt mich nicht mehr los: Wir Christen sollen verliebt sein in den Himmel aber treu dieser Erde. Dadurch kann ich mehr

S. Paul /

Liebe Frau Löwen , danke für Ihren Beitrag "unsere " himml. Wohnung.Sie haben es mit wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht, das wir öfter bereit sind an den Himmel oder an ein Leben nach dem Tode zu mehr

Robert B /

Wenn man das Buch von Richard Sigmund "Meine Zeit im Himmel" kennt und den Ausführungen glaubt, kann die Freude nur umso größer sein. Trotzdem ist bei den Zurückgebliebenen die Trauer. Allerdings mehr

Heiderose /

....dann wird unsere Freude vollkommen sein wenn wir Ihn sehen wie Er ist!!Dann sind wir für alle Zeit endlich ZUHAUSE

Erdmute D /

Vielen Dank, liebe Nelli, für diese schönen und so wichtigen Gedanken an den Himmel. Seit dem mein Vater gestorben ist, beschäftigt mich dieses Thema intensiv und eine ganz neue Welt hat sich seitdem mehr

Wilfried D /

Unglaublich - wir dürfen uns auf den Himmel freuen wie ein Kind ...

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