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© Grace Madeline / unsplash.com

15.03.2021 / Bericht / Lesezeit: ~ 2 min

Autor: Oliver Jeske

Immer wieder zurück aus Los!

Der Jugendforscher Simon Schnetzer über die „Generation Reset“.

 

 

Die unter 25-Jährigen: Bisher sind sie bekannt als Generation Z oder Generation Greta. Doch die Corona-Pandemie hat alles verändert, sagt Simon Schnetzer. Er spricht lieber von der ‚Generation Reset‘: „Diese jungen Menschen haben sich super auf das Leben vorbereitet und alles getan, um erfolgreich zu sein. Und wenn Sie losgehen, drückt jemand auf diesen Reset-Knopf. Es fühlt sich an, als würden sie beim Mensch-ärgere-dich-nicht!-Spielen immer zurück auf Los kommen.“
 

Familie wird wichtiger

Die Perspektive auf einen Ausbildungsplatz sei schlecht. Der wichtige Studentenjob fällt weg. Und Freunde kann man auch nicht mehr treffen. Das frustriert. Es lässt aber auch zusammenrücken, beobachtet Schnetzer:

Die Familie hat einen unglaublich hohen Stellenwert gerade auch in der Krise, weil es der einzige Sozialraum ist, in dem sie sich noch im Reallife bewegen. – Simon Schnetzer

 

Gleichzeitig gewinne das Smartphone an Bedeutung. „Dort bündelt sich Ausbildung, Beruf und das Treffen mit Freunden und eben nicht nur Social Media und Gaming, wie es vorher der Fall war.“
 

Neue Begegnungsräume sind gefragt

Trotzdem: Ein Chat stillt nicht den Wunsch nach echter Begegnung.

Wir müssen Räume schaffen, wo dies unter Hygienevoraussetzungen möglich ist, wenn die Inzidenzen das zulassen. – Simon Schnetzer

 

Hier sieht der Jugendforscher einen Auftrag auch für Christen. Sie sollten das alte Prinzip des Priestertums aller Gläubigen wiederentdecken und den Jugendkeller aufmachen für Treffen unter Hygieneregeln – und dann die jungen Leute einfach selbst aktiv werden lassen. Der Jugendforscher hat festgestellt: „Die jungen Leute erleben oft: Die besten Gottesdienste haben sie, wenn der Hochschulpfarrer im Urlaub ist. Sie ziehen zum Beispiel los und machen auf der Straße Interviews darüber, wie andere Leute über den Glauben denken.“
 

Auftrag an Christen: Nicht wegducken

Genau das brauche die „Generation Reset“: Räume, in denen sie sich ausprobieren und etwas nach vorne bringen kann. Wo dies andernorts nicht möglich ist, sind christliche Gemeinden umso mehr gefragt, sagt der Jugendforscher Simon Schnetzer. „Das sollten sich Kirchen nicht wegducken, sondern dafür kämpfen, dass Menschen im realen Leben zusammen kommen können.“

 Oliver Jeske

Oliver Jeske

  |  Redakteur Aktuelles
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Kommentare

Jörg /

Es gab schon Generationen, die haben ganz andere Resets erlebt - zwei Weltkriege und zwei Währungsreformen. Zweimal Ersparnisse auf Null gesetzt, das Haus, alles was über zwei Generationen mit Mühsal erarbeitet wurde, pulverisiert. Es ist jedoch richtig, dass Resets, zu aller erst eine Währungsreform und andere Formen der Enteignung, wieder geschehen werden. Es wird ja von der Politik ständig propagiert, es scheint als nicht zu hinterfragendes Ziel festzustehen.

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