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© Jonas Jaeken

27.08.2021 / Beziehungen trotz Konflikten leben / Lesezeit: ~ 11 min

Autor: Hanna Willhelm

Der andere ist mehr als seine Meinung

Corona hat viele Beziehungen strapaziert. Was braucht es für einen Neuanfang?


Astrid Eichler hat von Berufs wegen viel mit Menschen zu tun. Die gebürtige Mecklenburgerin ist Pastorin, Seelsorgerin und Mitbegründerin des Single - Netzwerkes Solo&Co. Bei so vielen Begegnungen bleiben Konflikte nicht aus. Aus dieser Erfahrung ist Eichlers Buch „Friede, Freude, Pustekuchen! Wie uns die Bibel hilft, Konflikte zu bewältigen“ entstanden. ERF spricht mit der Autorin über die Frage, warum Corona unsere Beziehungen einem Stresstest ausgesetzt hat, und wie ein Neuanfang trotz unterschiedlicher Meinung gelingen kann.
 

ERF: Corona hat mich vorsichtig werden lassen, welche Themen ich in einer Beziehung ansprechen kann. Die ganze Thematik ist wie ein Minenfeld, in dem einem plötzlich heftige Reaktionen um die Ohren fliegen können. Warum reagieren wir auf Corona, auf die Einschränkungen oder die Impfstrategie so emotional?

Pastorin und Seelsorgerin Astrid Eichler (Foto: privat)
Pastorin und Seelsorgerin Astrid Eichler (Foto: privat)

Astrid Eichler: Das frage ich mich auch. Ich bin erschrocken, was sich hier zeigt! Ist es eine um sich greifende Unfähigkeit zu Kommunikation? Leben wir nach dem Motto, was du denkst, das bist du? Kennen wir nur noch Freunde, die dasselbe denken, wie wir selbst? Können wir nur noch in schwarz - weiß denken? Ich habe da selbst mehr Fragen als Antworten.
 

Fragen stellen und Unwissenheit zugeben

ERF: Es gibt mehrere Möglichkeiten zu reagieren, wenn die Gefühle in einem solchen Gespräch hochkochen: Manche beschwichtigen, Konfliktscheue suchen sich ein anderes Gesprächsthema. Diskutierfreudige stimmen zu oder halten dagegen. Wie reagieren Sie in solchen Situationen?

Astrid Eichler: Ich bin auch eher ein vorsichtiger Typ und stelle Fragen. Zum einen möchte ich gern wissen, was mein Gegenüber bewegt. Wo sind die Quellen seiner Überzeugung? Manchmal können meine Fragen mein Gegenüber zum Nachdenken bringen. Das freut mich dann. Manchmal kommen wir von meinen Fragen ausgehend auch noch in ein gutes Gespräch.

Außerdem halte ich es auch für möglich, dass ich mich irre. Ich beanspruche nicht, dass ich auf die brennenden Fragen der Gegenwart wirklich eine Antwort habe. Wenn mein Gegenüber das merkt, dann können wir uns vielleicht auch darin einig werden, dass wir vieles nicht so genau wissen, wie wir es gern wüssten - und manchmal auch vorgeben zu wissen.
 

ERF: Gibt es eigentlich eine Art „ideale Reaktion“, wenn sich die Stimmung in einer Diskussion zunehmend aufheizt?

Astrid Eichler: Es ist wichtig, dass ich von Anfang an mich selbst hinterfrage. Dass ich mich frage: was ist meine Absicht bei diesem Gespräch? Viele Diskussionen heizen sich so auf, weil jede Seite gewinnen will. Wir kämpfen darum, Recht zu haben. Ist das wirklich wichtig? Je länger je mehr habe ich entdeckt, dass es mit diesem Ziel viel zu verlieren und wenig zu gewinnen gibt. Ich muss den anderen nicht davon überzeugen, dass er oder sie Unrecht hat und ich Recht habe. Was bringt mir das ein? Was habe ich davon, wenn ich dieses Duell gewinne, dabei aber den anderen verliere?

Im konkreten Gespräch kann es außerdem sehr hilfreich sein, Fragen zu stellen. Das hat mir schon mein Vater in meiner Schulzeit für ganz andere Situationen beigebracht.
 

ERF: Haben Sie im Laufe des letzten Jahres erlebt, dass eine Ihrer Beziehungen aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen zu Corona Schaden gelitten hat?

Astrid Eichler: Ich selbst habe das nicht erleben müssen. Aber ich weiß von anderen, zum Beispiel in unserem Netzwerk, die Freunde verloren haben. Ich finde das echt dramatisch. Es macht mich ratlos und wütend. Wer hat denn das größte Interesse, Beziehungen zu zerstören, Gemeinschaft zu verhindern? Ich denke, wir bereiten dem Widersacher Gottes, dem Teufel, große Freude mit unseren Streitereien. Und Jesus Christus, unser Herr, weint so manches Mal über seine Nachfolger.
 

Spannungen aushalten können

ERF: Ich habe es öfters auch erlebt, dass mich Diskussionen zu Corona im wahrsten Sinne des Wortes „sprachlos“ zurückgelassen haben: Nachdem man gemerkt hat, dass man unterschiedlicher Meinungen ist, hat man sich stillschweigen darauf geeinigt, das Thema in Zukunft lieber auszuklammern – man will und muss ja schließlich im Alltag miteinander klarkommen. Ist das eine sinnvolle Herangehensweise?

Astrid Eichler: Es gehört auch bei anderen Themen dazu, dass wir nicht immer alles klären können. Wir müssen auch nicht immer in allem einer Meinung sein. Wenn man dann trotzdem miteinander weitergeht, ist das für mich die höhere Kunst. In einem solchen Verhalten zeigt sich mehr Reife als in unendlicher Rechthaberei. Allerdings braucht es dann auf beiden Seiten die Bereitschaft, das auszuhalten. Diese Bereitschaft ist leider oft nicht gegeben.

Wenn man eine solche Spannung aushalten muss, bewirkt das eine Art Ohnmachtsgefühl, das nicht leicht zu ertragen ist. Aber es gehört zu unserem Leben dazu, dass wir es lernen, andere auszuhalten, andere zu tragen, sie zu ertragen. Da klingen in mir durchaus biblische Weisungen an, wie z.B. der Text aus dem Kolosserbrief. Dort heißt es: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!“ (Kol 3,12f, LUT)
 

ERF: Welche anderen Möglichkeiten gäbe es, in einer solchen Situation miteinander umzugehen – damit das Thema nicht unausgesprochen die ganze Zeit in der Luft hängt?

Astrid Eichler: Es hilft, wenn man in einer solchen Situation sehr offen damit umgeht und feststellt: Ist unsere Beziehung nicht mehr (wert) als dieses Thema? Wenn ich mit dem anderen darüber nicht sprechen kann, könnte ich vielleicht einen behutsamen, wertschätzenden Brief schreiben.

Und noch etwas: Beim Thema Corona spielt sehr viel Angst mit. Das hat mich von Anfang an sehr erschreckt. Ich habe gedacht, dass wir Christen jetzt einen „Unterschied machen können“, wie es immer so schön heißt - weil Christen nämlich ohne Angst vor dem Virus leben. Schließlich müssen Christen nicht mal Angst vor dem Tod haben. Aber was ich erlebt habe, finde ich sehr ernüchternd. Die einen haben Angst vor dem Virus, die anderen vor einem totalitären Staat, die dritten vor der Impfung. Immer und überall ist Angst im Spiel. Dieses Spiel zu durchschauen und selbst ohne Angst weiterzugehen – das empfinde ich als die wirkliche Herausforderung und Chance.
 

ERF: Warum können viele Menschen offensichtlich nicht mehr auf gute Art und Weise miteinander streiten und um den richtigen Gesichtspunkt ringen?

Astrid Eichler: Ich denke, dass verschiedene Faktoren dazu beitragen. Einer davon ist vielleicht, dass wir immer mehr auf Beifall, auf Zustimmung angewiesen sind, um uns ausreichend wertvoll zu fühlen. Wenn Zustimmung gleichgesetzt wird mit dem Wert, den ein andere mir gibt, dann bin ich in Auseinandersetzungen immer arm dran.
 

ERF: Wie können wir es Ihrer Meinung nach als Gesellschaft wieder neu lernen, in heiklen Gesprächen eine gute Streitkultur einzuüben?

Astrid Eichler: Das ist keine leicht zu beantwortende Frage. Fangen wir als Christen doch erstmal bei uns, in unseren Kreisen und Gemeinden an, bevor wir die Gesellschaft lehren wollen. Ich habe nicht von Ungefähr ein Buch zu dem Thema Konflikte geschrieben. Dabei ging es mir darum, in der Bibel nachzuschauen und daraus lernen: Wie wird in der Bibel mit Konflikten umgegangen? Welche Art von Kommunikation wird dort gepflegt? Wie kommen die biblischen Menschen aus Konflikten heraus? Ich habe in den biblischen Geschichten viel Wertvolles entdeckt, und dieses Wissen ist kein Geheimnis. Allerdings hapert es oft daran, dass wir das Gelernte in praktische Schritte umsetzen. Wir lesen die Bibel wie ein Erbauungsbuch für fromme Stunden. Dabei will sie uns Hilfen zum praktischen Handeln geben, gerade auch in Konflikten. Das fordert heraus!
 

ERF: In der gegenwärtigen Situation fühlen sich viele Menschen in Deutschland verunsichert, weil die Zukunft sehr ungewiss zu sein scheint. Stichwort: Globalisierung, Klimawandel, Digitalisierung. Auch die politischen Lager scheinen sich immer mehr voneinander abzugrenzen. Dazu dann noch Corona. Was macht diese Gemengelage mit Ihnen persönlich?

Astrid Eichler: Ich bin da aufgrund meiner Lebensgeschichte etwas abgehärtet. Wenn ich es einmal etwas salopp sagen darf: Ich war als Christ nie so verwöhnt, wie es viele sind. Ich bin als Christ in der DDR aufgewachsen und dort auch noch Pfarrerin geworden. Diese Biographie empfinde ich in diesem Zusammenhang als Vorteil. Ich kam nie in die Versuchung, das Leben als Christ für einfach, problemlos, konfliktfrei zu halten. Nein, wirklich nicht. Das gehörte für mich schon immer dazu.

Insofern ist für mich manches eher ein Wiedererkennungseffekt, als dass es etwas Bedrohliches wäre. Unsicherheit in dieser Welt ist völlig normal für Christen. Ich jedenfalls suche meine Sicherheit nicht in dem, was ich hier auf dieser Erde finde, sondern in dem, was Gott mir zugesagt hat. Das mag jetzt oberfromm und abgehoben klingen. Ich finde aber, dass es Zeit ist, dass wir in eine „Existenz des himmlischen Realismus“ hineinwachsen.
 

Angstfrei leben, kompromisslos lieben

ERF: Wir leben in einer sehr individualisierten Gesellschaft. Das bietet dem einzelnen viel Freiheit, fordert ihm aber auch ab, sich seine Identität selbst zu suchen. Darüber hinaus sind wir aufgefordert, die Lebensentwürfe unserer Mitmenschen ebenfalls zu akzeptieren. Das ist eine emotionale und geistige Arbeit, die dem einzelnen viel Kraft abverlangt. Woher nehmen Sie in Ihrem Beruf die Kraft dazu, Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen zu begegnen?

Astrid Eichler: Ich bin ein von Gott geliebter Mensch. Diese Wahrheit ist mir geschenkt, und aus ihr lebe ich. Diese Wahrheit gilt aber auch für den anderen. Die meisten Christen haben solche frommen Sätze schon einmal gehört und nehmen sie für sich persönlich gerne an. Mir ist es wichtig, dass wir diese Sätze auch für andere gelten lassen. Ich habe vermutlich den Vorteil, dass ich einige Jahre im Gefängnis gearbeitet habe. Dort hatte ich es mit einer extremen Vielfalt an Menschen zu tun. Und gerade dort habe ich gelernt: Selbst wenn diese Menschen Verbrecher sind, sind sie doch von Gott geliebte Verbrecher. Wenn die Liebe Gottes schon Verbrechern gilt, wie sollte diese Liebe dann nicht anderen Menschen gelten, die „nur“ eine andere Meinung oder Überzeugung haben als ich?

Wer bin ich, dass ich meine Überzeugung als absolut setzen könnte? Absolut ist nur Jesus – und er war absolut in der Liebe. Darin will ich ihm nachfolgen, von ihm lernen und ihm immer ähnlicher werden.
 

ERF: Das Thema rührt ja auch an unsere Identität. Wir reagieren empfindlich oder verletzt, wenn andere mit ihrer anderen Weltsicht unser Dasein in Frage stellen. Auch das ist ein Grund, warum viele in aktuellen Debatten stark emotional reagieren. Wie schafft man es, das eigene Wertgefühl von solchen strittigen Streitfragen zu entkoppeln und sachlich zu bleiben?

Astrid Eichler: Damit ist eines der Kernprobleme angesprochen, warum wir oft unfähig sind, miteinander großzügig, versöhnt und - im besten Sinne - tolerant umzugehen. Genauso wie die ersten Nachfolger von Jesus sind wir immer noch dabei zu streiten, wer der Größte unter uns ist (Lk. 22). Es ist ein Elend, dass auch wir als Christen nicht begriffen haben, wie groß, wie bedeutsam, wie wichtig wir in Gottes Augen sind. Wir sind bedeutsam und groß, weil wir als Menschen zum Ebenbild Gottes geschaffen worden sind. Wir haben eine königliche Würde, weil wir durch Jesus zu Kindern Gottes geworden sind. Wenn wir in diesem Wert und in dieser Würde leben würden, dann müssten wir nicht so viel miteinander streiten.

Ich habe im Johannesevangelium entdeckt, was das Geheimnis Jesu ist. Er konnte Menschen dienen, die ganz verschieden von ihm waren. Es heißt in diesem Bibeltext von Jesus: Er wusste, dass ihm der Vater alles in die Hände gegeben hatte. Er wusste, dass er von Gott, dem Vater gekommen war und zu Gott, dem Vater ging. Weil er sich dieser Identität bewusst war, konnte er sein Obergewand ablegen und den Jüngern die Füße waschen (Joh 13). Das ist ein Geheimnis: Wer weiß, wer er ist, woher sie kommt, wohin er geht – der kann sich anderen Menschen demütig und stark zuwenden, ohne Angst.
 

ERF: Auch in vielen christlichen Gemeinden ist es wegen Corona zu Meinungsverschiedenheiten, Streit oder sogar zu Trennungen gekommen. Vor welchen Herausforderungen standen und stehen hier die Verantwortlichen?

Astrid Eichler: An sich ist die Problematik nichts absolut Neues. Bei vielen Konflikten erleben wir in unserem Umfeld etwas, was Christen schon immer erlebt haben, nämlich den Umgang mit unterschiedlichen Standpunkten. In einer solchen Situation kann es hilfreich sein, wenn man gemeinsam den Bibeltext aus Römer 14 liest. Gemeinsam kann man sich dann fragen, was der Text für die konkrete Situation vor Ort bedeuten könnte. Im Bibeltext selbst war es die Frage, wie man mit dem Opferfleisch für die Götzen umgehen sollte, die die Christen herausforderte. Wenn ich mir diesen Streit der ersten Christen anschaue, dann war es nicht ihr höchstes Anliegen, festzustellen wer Recht hat. Stattdessen hatten sie immer das Ziel, eine gemeinsame Lösung zu finden. Den starken Willen, gemeinsam eine Lösung zu finden, finde ich bei Christen heute oft wenig ausgeprägt.
 

ERF: Niemand weiß, wie sich die Pandemie-Lage im Herbst oder Winter entwickeln wird. Was könnten Verantwortliche in Gemeinden jetzt vorbeugend tun, damit es im Falle einer Neuauflage der Einschränkungen nicht wieder zu großen Unstimmigkeiten kommt – oder lässt sich das nicht vermeiden?

Astrid Eichler: Es geht hier vor allem um Antworten auf eine Frage: Was hilft uns, angstfrei und liebevoll miteinander umzugehen? Wie können wir als Christen ohne Angst mitten in den Herausforderungen unsere Zeit stehen und gleichzeitig kompromisslos liebevoll miteinander umgehen? Alles, was in Verkündigung und Seelsorger diesem Ziel dient, ist eine gute Vorbereitung nicht nur für neue Coronawellen, sondern für jede Herausforderung, in der Christen zukünftig stehen werden.
 

ERF: Welche Rolle spielt das Thema Vergebung für einen Neuanfang in Beziehungen, die durch die Pandemie belastet worden sind?

Astrid Eichler: Was das Thema Vergebung angeht, gibt es einen weit verbreiteten Irrtum. Dieser Irrtum lautet, dass alles gut ist, wenn man sich vergeben hat. Man geht davon aus, dass dann alle Beteiligten dasselbe denken. Das stimmt so nicht. Durch Vergebung können die Verletzungen, die wir einander zugefügt haben, geheilt werden. Vergebung berührt aber nicht unsere unterschiedlichen Meinungen und Überzeugungen. Ich sollte mich also nicht wundern, wenn der andere nach der Versöhnung immer noch eine andere Meinung hat als ich.
 

ERF: Zum Schluss noch einmal ganz praktisch nachgefragt: Welche Schritte kann man auf den anderen zugehen, wenn eine Beziehung aufgrund von unterschiedlichen Meinungen zu Corona in die Brüche gegangen ist oder zumindest strapaziert worden ist?

Astrid Eichler: Die folgenden drei Schritte sind ganz kurz beschrieben und ganz praktisch - aber nicht unbedingt einfach umzusetzen:

  1. Den anderen fragen: Habe ich dich verletzt? Wodurch?
  2. Den anderen fragen: Kannst du mir vergeben?
  3. Gemeinsam überlegen: Können wir gemeinsam weitergehen, auch wenn wir nicht einer Meinung sind? Wollen wir das versuchen?
     

ERF: Vielen Dank für das Gespräch!

Mehr zur Person von Astrid Eichler finden sie hier. 

 

 Hanna Willhelm

Hanna Willhelm

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Kommentare

Iris S. /

Dieser Artikel ist Bombe. Ich komme auch aus der ehemaligen DDR und finde es zur Zeit erschreckend, wie Gemeinden zerbrechen, wie die eigene Meinung höher ist, als die des Anderen. Dabei ist doch das Ziel bei Christen gleich. JESUS. Wenn wir lernen uns selbst nicht so wichtig zu nehmen, sondern JESUS als Mitte und Fundament haben, begegnen wir uns leichter im Miteinander und dann wird der Vers, Einer achte den anderen höher als sich selbst, Wirklichkeit. Das Thema Streitkultur ist immer noch mehr

Kerstin /

Gerade in diesem Zusammenhang irritiert mich die Formulierung "angstfrei leben" doch sehr. Angst ist das Gefühl, das uns vor Gefahr warnen soll. Angstfrei leben hieße also: ich renne einfach blindlings in jede Gefahr, Warnsignale gibt es für mich ja keine. Wäre es da nicht sinnvoller, davon zu sprechen, dass wir unterscheiden lernen müssen, wo besteht echte Gefahr - z.B. durch eine Infektion schwere Schäden zu erleiden und wo hat eine Angst sich verselbständigt und macht mir jetzt völlig unsinnig das Leben schwer ?

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