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Kein Durchkommen in Venezuela

Barrieren verhindern, dass Hilfsgüter in Venezuela ankommen. Doch es gibt auch Wunder.

 

 

In Venezuela spitzt sich die Lage weiter zu. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat das System fast zum Erliegen gebracht. Seit Monaten ist die Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten nicht mehr gewährleistet. Hilfslieferungen sollen Abhilfe schaffen und die Not lindern. Doch die Grenzen sind dicht. Der erbitterte Machtkampf zwischen dem amtierenden Präsidenten Maduro und dem selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó spaltet das Land und verhindert, dass die Hilfstransporte dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Währenddessen drohen die USA mit weiteren Sanktionen und die Lima-Gruppe (ein Zusammenschluss Maduro-kritischer Länder in Süd- und Nordamerika) möchte den Internationalen Strafgerichtshof einschalten. Sie fordert die Absetzung Maduros, dem sie schwere Menschenrechtsverletzungen vorwirft. Freie Neuwahlen – das ist es, was die USA und die Lima-Gruppe fordern. Ein friedlicher Übergang zurück zu einer selbstgewählten Demokratie.

Doch davon ist bislang noch nichts zu spüren. Die Barrieren und Blockaden bleiben bestehen, die Fronten scheinen sich trotz aller diplomatischer Versuche zu verhärten.
 

Ermutigung durch Radio

Barrieren und Blockaden erlebt auch das Team von RTM (RadioTransmundial) Venezuela, der Zweigstelle unseres Partners TWR im Land . In der durch die Wirtschaftskrise und Inflation stark gebeutelten Nation verbreitet das venezolanische Team nicht nur christliche Botschaften per Radio; sie helfen auch praktisch und besuchen die Menschen vor Ort. In den letzten Monaten haben sie über 3500 Kinder und Erwachsene mit Essen, Schultaschen und der guten Nachricht von Jesus versorgt.

In dem morgendlichen Programm „Despertar“ (dt.: Aufwachen) gibt Gabriel Fernandez, der Leiter von RTM Venezuela, jeden Tag einen ermutigenden Impuls an die Menschen weiter, der über rund 70 Radiostationen ins Land gesendet wird. Fernandez erklärt: „Eine solche ermutigende Botschaft ist zum Beispiel die Geschichte von Mose, der mit Gottes Hilfe viele schwierige Situationen durchgestanden hat.“
 

Gott kann Blockaden aufheben

Auch das Team in Venezuela erlebt Schwierigkeiten und Hindernisse, wenn sie im Land unterwegs sind, um den Menschen praktische Hilfe und Hoffnung zu bringen. Fernandez berichtet von einer Begebenheit, die ihn sehr ermutigt hat:

Einmal kamen wir nicht zu unserem Einsatzort durch, weil die Straßen durch Blockaden versperrt waren. Die Menschen in dieser Gegend hatten seit Wochen kein Gas und keinen Strom. Ich redete mit den Protestierenden und erklärte ihnen, dass auf der anderen Seite fast 200 Kinder auf unser Team und unsere Show warteten. Aber sie lenkten nicht ein. Dann fragte ich sie, ob wir die Blockade zu Fuß überqueren dürften. Damit waren sie einverstanden.

Also rief ich den Pastor der Gemeinde an. Er kam mit zwei Fahrzeugen von der anderen Seite an den Ort der Blockade. Als wir mit unserem Bus näher an die Absperrungen heranfuhren, damit wir unser Material besser zu Fuß auf die andere Seite bringen konnten, begannen die Leute plötzlich Stück für Stück die Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Es erinnerte mich an die Geschichte, als Mose und das Volk Israel vor dem Roten Meer standen und die Ägypter im Nacken hatten. In dieser ausweglosen Situation hat Gott auf wundersame Weise einen Weg für sie gebahnt.

ERF Medien fördert das Kinder-Radioprogramm „Pedrito el Pulpo“ unseres Partners TWR in Venezuela sowie Gemeindeveranstaltungen für Kinder und Erwachsene. Dank Ihrer Unterstützung konnte in 2018 ein Bus für Gemeinde- und Hilfseinsätze finanziert werden. Weitere Informationen zu praktischen Hilfsprojekten von ERF Medien.

Gott kann Blockaden aufheben – auch heute. Beten Sie für die Menschen in Venezuela, dass sich auch dort die Blockaden auflösen und die Menschen die dringend benötigten Hilfsgüter erhalten. Beten Sie auch für das Team von RTM Venezuela, die trotz Schwierigkeiten und Hindernissen praktisch helfen und ermutigende Hoffnungsbotschaften aus der Bibel verbreiten.

 


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Kommentare

Von Veronica G.-H. am .

Es ist sehr gut, das Sie auch für mein Land beten, vielen Dank. PS: Unser Präsident, Juan Guaidó, hat sich nicht selbst ernannt. Er wurde durch das legitime Parlament auf Basis des Grundgestzes ernannt. Saludos vgh


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