Hilfsfonds Ostafrika

Durch mangelnden Regen und ausbleibende Ernten hungerten im Herbst 2011 in Ostafrika rund 10 Millionen Menschen. Als das Ausmaß der Krise bekannt wurde, richtete der ERF einen Hilfsfonds für Ostafrika ein.

Für diesen Hilfsfonds werden keine weiteren Gelder benötigt. Um  in Zukunft bei ähnlichen Katastrophen schnell helfen zu können, sind wir dankbar für Spenden an unseren allgemeinen Hilfsfonds.

Durch mangelnden Regen und ausbleibende Ernten hungerten im Herbst 2011 in den Ländern Äthiopien, Dschibuti, Kenia, Somalia und Uganda rund zehn Millionen Menschen. Viele Menschen flüchteten aus Somalia nach Kenia, wo die Flüchtlingslager jedoch überfüllt und ebenfalls nicht ausreichend mit Lebensmitteln und Trinkwasser ausgestattet sind. Als das Ausmaß der Krise bekannt wurde, richtete der ERF einen Hilfsfonds für Ostafrika ein. Außerdem wurde ein Videoclip produziert, der mehrere Monate lang auf ERF 1 zu sehen war.

Eingehende Spendengelder für Ostafrika wurden zur gezielten Hilfe an erfahrene Partner vor Ort weitergegeben: an World Vision für Kinder in Somalia und Notleidende im größten Flüchtlingslager der Welt in Dadaab, an Diguna und DMG für Kenia sowie an den TWR-Partner in Kenia.

© TWR Afrika

Mit dieser finanziellen Unterstützung führte TWR Kenia eine Nahrungsmittelverteilung in Turkana durch. Darüber berichteten sie folgendes: „Am 29. September brachen wir in Richtung Lodwar auf, der größten Stadt in Nordwestkenia, wo wir mit der Provinzverwaltung unser Vorhaben besprachen. Sie wiesen uns Kapua zu, das von der Dürre besonders schwer getroffen war, und beorderten vier Polizeireservisten zu unserem Schutz ab. Am Samstagnachmittag, dem 1. Oktober, führten wir die Verteilung durch. Dabei wurden wir mit der schmerzhaften Realität der Hungersnot konfrontiert – hungrige Kinder und geschwächte Erwachsene, die die ganze Grausamkeit der Dürre erleben. Sie sahen schwach und verzweifelt aus. Unsere Ankunft rief ein Lächeln auf ihrem Gesicht hervor, aber dahinter konnten wir die Mangelernährung deutlich sehen. 1215 Männer und Frauen aus 120 Haushalten, die Kinder nicht mitgezählt, warteten geduldig auf Nahrungsmittel – teilweise seit 7 Uhr morgens.

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“Wir haben kein Wasser und keine Nahrung, und wir haben die Weiden verlassen, weil wir so viele Ziegen verloren haben”, sagt Naukout, ein Viehhirte, der den ganzen Tag auf die Lebensmittel gewartet hat. Die Geschichten waren immer ähnlich – dankbare Menschen, die mit hungrigem Magen geschlafen hatten und nun sicher sein konnten, für einige Tage genug zu essen zu haben.“

Andererseits förderte der ERF mit den Geldern spezielle Sendungen für die Notleidenden, die in Kenia produziert und ausgestrahlt wurden. Neben aktuellen Informationen zur Lage thematisierten die Radiosendungen auch die tieferliegenden Ursachen der Katastrophe und wie man sie bekämpfen kann. Dazu zählen Themen wie nachhaltige Landwirtschaft, Bekämpfung der Korruption, Prävention von Aids und anderen Krankheiten und Wege zur Versöhnung in Konfliktsituationen. Diese Radiosendungen in Englisch und Swahili wurden sowohl lokal über UKW-Sender in von der Hungersnot betroffenen Gebieten in Kenia als auch über Kurzwelle regional für ganz Ostafrika ausgestrahlt.

Laut Angaben der UNO gehören Kriege, Bürgerkriege und ethnische Konflikte zu den Hauptursachen von Armut in

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Afrika. Diese Radioprogramme von TWR in Afrika sollen dabei helfen, einen Bewusstseinswandel bei den Menschen herbeizuführen, sodass Versöhnung möglich wird. Die Programme können also auch dazu führen, dass Armut langfristig abgebaut wird.

 


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Nothilfe (Hilfsfonds)