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Hilfsfonds Kirgisistan

Gewalttätigkeiten zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit führten im Juni 2010 zur Flucht mehrerer hunderttausend Menschen. ERF Medien leistete durch seinen kirgisischen Partner humanitäre Hilfe.

Für diesen Hilfsfonds werden keine weiteren Gelder benötigt. Um in Zukunft bei ähnlichen Katastrophen schnell helfen zu können, sind wir dankbar für Spenden an unseren allgemeinen Hilfsfonds.

Im April 2010 kam es wegen Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu Demonstrationen, die zum Sturz des kirgisischen Präsidenten Bakijew führten. In den Wochen danach begannen im Süden des Landes schwere Unruhen zwischen Kirgisen und Usbeken, bei denen Hunderte Menschen ums Leben kamen. Mehrere hunderttausend Menschen – vor allem Frauen und Kinder – flüchteten an die Grenze zu Usbekistan, das die Flüchtlinge nicht aufnehmen wollte.

Verteilung von Lebensmitteln
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Der ERF richtete daraufhin einen Hilfsfonds ein und leistete durch seinen kirgisischen Partner humanitäre Hilfe. Einheimische Christen halfen den Opfern der Unruhen mit Lebensmitteln. Mitglieder evangelikaler Gemeinden in der Hauptstadt Bischkek organisierten Lastwagentransporte in die westkirgisischen Städte Dschalalabad und Osch. Die Lieferungen erreichten auch usbekische Dörfer in der Umgegend der Städte, wo es zeitweise weder Trinkwasser noch Strom und Gas gab. Davon berichtet der Projektleiter von TWR Zentralasien, Willi Epp, in einem Interview.

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Genauso wichtig sei es, den Menschen Trost und Hoffnung durch die Verbreitung der christlichen Botschaft zu bringen, sagte der Leiter von ERF International, Thorsten Grahn. Die Radiosendungen des internationalen Partners TWR in kirgisischer, in usbekischer und in russischer Sprache waren sehr gut in dem Unruhegebiet zu empfangen. Von den 5,3 Millionen Einwohnern des Landes sind etwa 70 Prozent ethnische Kirgisen, 14,5 Prozent Usbeken und 8,4 Prozent Russen. Der Rest setzt sich aus anderen Minderheiten zusammen. Etwa 75 Prozent der Einwohner sind Muslime; rund 20 Prozent zählen sich zur Russisch-Orthodoxen Kirche. Die Vereinten Nationen gingen davon aus, dass mehr als eine Million Menschen von den Auseinandersetzungen betroffen waren. Die Übergangsregierung legte Ende Juni 2010 eine Verfassungsänderung vor. Rechtzeitig vor dem Referendum beruhigte sich die Lage wieder. Mit der Annahme der Änderung wurde die Grundlage für die erste parlamentarische Republik in Zentralasien gelegt.

 

 

Hilfsfonds Kirgisistan

Hilfsfonds Kirgisistan

Gewalttätigkeiten zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit führten im Juni 2010 zur Flucht mehrerer hunderttausend Menschen. ERF Medien leistete durch seinen kirgisischen Partner humanitäre Hilfe.

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