© Liebenzeller Mission, ÜMG

Hilfsfonds Japan

Zerstörte Küstenregionen, dazu die Bedrohung durch freiwerdende Kernenergie, über 15.000 Tote, mehrere 100.000 Menschen obdachlos, das war die Bilanz der Dreifachkatastrophe im März 2011.

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Für diesen Hilfsfonds werden keine weiteren Gelder benötigt. Um in Zukunft bei ähnlichen Katastrophen schnell helfen zu können, sind wir dankbar für Spenden an unseren allgemeinen Hilfsfonds.

Die Katastrophe in Japan löste weltweit eine große Betroffenheit und den Wunsch zu helfen aus. Auch der ERF richtete einen Hilfsfonds ein. Dank der großen Spendenbereitschaft konnten dadurch die Hilfsmaßnahmen von Humedica, der Liebenzeller Mission und der Überseeischen Missionsgemeinschaft (ÜMG, international: OMF) unterstützt werden. Bei der Verteilung von Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten und Decken arbeiteten die Missionen mit dem lokalen Partner CRASH zusammen. Die Einsätze fanden in der zweiten Aprilhälfte unter anderem in Ishinomaki, Kurihara und Onagawa statt.

Zwischenstand vom 4. Mai 2011: "Zwar sind mittlerweile viele Japaner in ihre zerstörten Häuser zurückgekehrt, doch allein in Minamisanrikucho leben noch 4306 Flüchtlinge in 50 Notunterkünften. Im Liebenzeller Freizeitheim in Okutama (westlich von Tokyo) wurden die Mitglieder einer evakuierten Gemeinde aus Fukushima untergebracht. Die meisten haben alles verloren und wissen nicht, ob sie überhaupt wieder in die verstrahlte Gegend zurückkehren können. Da sich auch die Arbeitssuche für die Betroffenen äußerst schwierig gestaltet, werden weiterhin Spendengelder für ihre Versorgung eingesetzt.“

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Aus dem Hilfsfonds werden zudem zwei Schüler gesponsert, deren Eltern bei der Katastrophe alles verloren haben bzw. sogar ums Leben gekommen sind. Mithilfe eines monatlichen Stipendiums können sie doch noch ihren Schulabschluss machen und haben damit eine Chance auf eine bessere Zukunft.

Nach Abschluss der Soforthilfsmaßnahmen rückten konkrete Wiederaufbauprojekte in den Mittelpunkt, die in Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern koordiniert wurden. In einem zweijährigen Projekt unterstützen zwei ÜMG-Missionare die Ortsgemeinden im Iwate Küstengebiet. Ziel ist, den Menschen durch humanitäre und evangelistische Einsätze Gottes Liebe nahezubringen. Für das Gebiet nördlich von Sendai organisierte die Liebenzeller Mission zudem Kurzzeiteinsätze mit internationalen Freiwilligen.

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Auch die Allianzmission schickte Freiwilligenteams nach Japan - ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben half Friederike Schmidt beim Häuseraufbau: "Als ich vor Ort war, war ich zum einen überrascht, wie viel vom normalen Leben wieder im Gang ist, sobald etwas aufgebaut worden ist. Die Leute leben dort weiter und gehen ihrem täglichen Leben nach. Auf der anderen Seite ist es trotzdem immer noch sehr schlimm, wenn zum Beispiel aus einem ganzen Viertel nur noch ein Haus steht.

Man kann kaum beschreiben, was der christliche Glaube diesen Leuten gibt. Und das obwohl Japan ein Land ist, in dem der christliche Glaube kaum vorkommt. Viele Leute sehen das Zeugnis der Christen, die mit der Situation anders umgehen. Sie sind davon sehr berührt und wenden sich dem Glauben mehr zu. Das ist ein Wunder."

 

Hilfsfonds Japan

Hilfsfonds Japan

Zerstörte Küstenregionen, dazu die Bedrohung durch freiwerdende Kernenergie, über 15.000 Tote, mehrere 100.000 Menschen obdachlos, das war die Bilanz der Dreifachkatastrophe im März 2011.

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