© TWR und Helmut Menzel

Hilfsfonds Haiti

Die Erdbebenkatastrophe in Haiti traf eines der ärmsten Länder der Erde bis ins Mark. Soforthilfemaßnahmen und Wiederaufbau bedürfen externer Hilfe.

Für diesen Hilfsfonds werden keine weiteren Gelder benötigt. Um in Zukunft bei ähnlichen Katastrophen schnell helfen zu können, sind wir dankbar für Spenden an unseren allgemeinen Hilfsfonds.

Als am 12. Januar 2010 die Erde südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince bebte, bedeutete dies den Tod für mehrere Hunderttausend Menschen.  Ein Drittel der haitianischen Bevölkerung war und ist nach wie vor von der Katastrophe betroffen.

Soforthilfe

© TWR

Kurz nach der Katastrophe richtete ERF Medien einen Hilfsfonds speziell für Haiti ein. Die eingehenden Spenden wurden zum einen an christliche humanitäre Organisationen weitergeleitet, die mit Medikamenten und Material beim Wiederaufbau halfen. Zudem wurden TWR-Sendungen in Kreolisch unterstützt, die auch in der nahezu zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince die Botschaft der Hoffnung verbreitet haben. Mit kurzen Spots ermutigten die Radiomacher die Hörer konkret in der dramatischen Situation.

Langfristige Hilfe

Auch zwei Jahre nach dem Unglück hilft der ERF durch den Hilfsfonds. Das Partnerbüro Radio Lumière muss dringend saniert werden, es fehlt das Geld für ein digitales, schalldichtes Radiostudio und die notwendigsten Geräte. Es gibt zum Beispiel keine Möglichkeit, Sendungen aufzunehmen – alle Programme werden live ins Mikrofon gesprochen und sind nicht wiederholbar. Der ehemalige ERF-Missionar Helmut Menzel reist seit einiger Zeit regelmäßig nach Haiti, um mit einfachsten Mitteln ein Studio aufzubauen: Schaumstoffmatratzen werden zurechtgeschnitten und an den Wänden angebracht, um den Schall zu dämpfen. Auch schult er das Team in digitaler Aufnahmetechnik. Das macht die Versprecherbeseitigung, Zusammenstellung mit Musik und anderen Beiträgen sowie die Ausstrahlung zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Helmut Menzel berichtet:

Liebe Freunde,
Haiti hat mich unbeschadet wieder entlassen. Es gab auch praktisch keine Abenteuer.

Als ich ankam war allerdings niemand am Flughafen zum Abholen. Jemand hatte mein E-Mail nicht richtig gelesen. Für 2 US-Dollar habe ich mich zum Parkplatz durchgeschlagen. Es war die letzte Maschine am Abend und danach wird der Flughafen geschlossen. Ich war bereits der letzte Passagier auf dem Parkplatz, als mein Auto mit Fahrer kam. [...]

© Helmut Menzel
© Helmut Menzel

 

 

 

 

 

Auf dem 45 minütigen Weg ins Guesthouse war es beruhigend zu sehen, dass inzwischen die Polizei die Oberhand zu haben scheint. Bei drei Straßensperren waren alle Polizisten mit schuss-sicheren Westen bekleidet, die Maschinenpistolen in der Hand. Ein junger Mann - offensichtlich verdächtig - musste sich mit erhobenen Armen der Polizei nähern und sein Hemd heben um zu zeigen, dass er keine Waffe im Gürtel trug.

Für einen Teil der Reise begleitete mich ein Bruder aus unserem gemeinsamen Hauskreis. Wenn er nicht als Handwerker - auf eigene Rechnung - mit nach Haiti fliegt, ist er als Direktor in einer Softwarefirma tätig. Vor dem Abflug an unterschiedlichen Tagen hatten wir das Elektrowerkzeug und verschiedene Baumaterialien auf unser Gepäck verteilt. Bei viermal 23 kg und zwei gut gepackten Handgepäckstücken kann man schon einiges mitnehmen. Mein Kollege hatte eine Woche Zeit, um den Matratzenschaumstoff in Akustik-Platten umzusägen. Nach der Fertigstellung von ca. 20 m2 habe ich sie akustisch ausgemessen, auch das hat bestens geklappt. Die früheren Matratzen sind jetzt genau so fachgerecht einsetzbar, als wenn wir pro Quadratmeter 40 € für Dämmstoffe bezahlt hätten.

© Helmut Menzel
© Helmut Menzel

 

 

 

 

 

[...] Die praktische Arbeit meines Kollegen machte mich frei, um mich um den technischen Unterricht zu kümmern. Der war auch mehr oder weniger erfolgreich. Es kam darauf an, in welche Gesichter ich schaute. Einige schauten wach und fragend drein, andere eher etwas verschlafen. Der Raum war nicht klimatisiert und selbst die Einheimischen wischten sich bei über 30 Grad den Schweiß von der Stirn. Vielleicht hätte ich ja auch geschlafen, aber beim Sprechen ist mir das noch nicht gelungen. [...] Die verantwortlichen Brüder haben so oft nachgefragt, wann ich denn nun wieder komme, dass es nicht nur Höflichkeit sein konnte, die sie veranlasst hat, danach zu fragen.

13.12.2011

© Helmut Menzel

 

 

 

 

 

© Helmut Menzel

 

Hilfsfonds Haiti

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Die Erdbebenkatastrophe in Haiti traf eines der ärmsten Länder der Erde bis ins Mark. Soforthilfemaßnahmen und Wiederaufbau bedürfen externer Hilfe.

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