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Radio macht Kindern in Zentralasien Mut

Zentralasiatische Kinder und Jugendliche suchen Zukunftsperspektiven.

Eine junge Region

Haben Sie vergangene Woche in den Nachrichten eine Meldung aus Zentralasien gehört? Nein? Hierzulande erfährt man kaum etwas aus Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan und Kasachstan. Dabei haben diese Länder durch ihre Bevölkerungsstruktur ein großes Potenzial: Tadschikistan gehört zum Beispiel zu den „jüngsten“ Ländern der Welt; fast jeder vierte dort ist noch keine 15 Jahre alt. Eine Region mit viel Zukunftspotenzial, wie es scheint. Doch für die vielen Kinder und Jugendlichen bedeutet Zentralasien eher eine Region der herausfordernden Extreme.

Eine harte Region

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Ihre Kindheit verbringen sie in oft in ärmlichen Familienverhältnissen. Da die Familien so kinderreich sind, werden die Eltern den Bedürfnissen eines jeden Einzelnen nicht gerecht. In vielen Familien ist Alkoholmissbrauch an der Tagesordnung. Auch laufen die größten Heroin-Schmuggelrouten durch Zentralasien, sodass es leicht ist, an illegale Drogen heranzukommen.

Hohe Kriminalitätsraten und fast schon gängige Drogensucht sind die Konsequenz, wenn die Kinder erwachsen werden. Auch dann haben sie Schwierigkeiten, ihren Weg zu finden, denn knappe Arbeitsplätze in der Industrie und Landwirtschaft sind eine weitere Folge des Kinderreichtums. Nur jeder zehnte findet in der Industrie einen Arbeitsplatz. Hinzu kommt, dass sich Schwer-, Leichtmetallindustrie und Bergbau auf Kasachstan, das größte Land Zentralasiens, beschränken.

Die Arbeitslosenquote in Zentralasien liegt bei rund 20%. Viele Menschen leben als Selbstversorger vom Ackerbau und der Viehzucht. Dabei ist die Landwirtschaft lokal begrenzt, denn nur die Ufer der beiden Wasserströme Amu Darya und Syr Darya und einige fruchtbare Nischen in den Gebirgen können für den Ackerbau genutzt werden .

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Ansonsten überlebt in der großen Hitze der Sommermonate und der klirrenden Kälte im Winter nur die robusteste Vegetation. Und auch den Menschen wird das Überleben unter diesen Bedingungen nicht leicht gemacht. Deshalb gehört Zentralasien trotz seiner Ausdehnung vom Kaspischen Meer bis an die östliche Grenze Chinas zu den am spärlichsten besiedelten Regionen weltweit.

Eine Radioregion

Um in diesem weitläufigen Landstrich am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, ist das Radio die Informationsquelle Nummer eins. Und so dringen die Radiowellen auch an die Ohren der Kinder und Jugendlichen. Deshalb strahlt unser Radiopartner TWR jede Woche zwei Sendungen speziell für Kinder und Jugendliche aus: Spannende und zugleich einfühlsam gemachte Geschichten über Freundschaft, Vertrauen und Ehrlichkeit hören die Jüngeren in der jeweils 15-minütigen Sendung „Children’s Corner – Zeit für Kinder“. Die Älteren bekommen in der Sendung „Christliche Jugend“ gute Impulse zu den Themen Liebe, dem Ersten Date oder einer Heirat. Die Sendungen wollen sie dazu anleiten, sich für eine sinnvolle Bahn in ihrem noch jungen Leben zu entscheiden. Grundlage dazu ist die Bibel; der Brief Gottes an sie, der auch ihnen ein Leitfaden sein will. Und so manch ein Erwachsener hört sicherlich auch mit.

Gestaltet werden die Sendungen durch einheimische Christen, die ein Gespür für die Situation der Kinder und Jugendlichen haben. Begonnen hat TWR 2004 mit Sendungen für Turkmenistan. Heute ist die Arbeit so weit gewachsen, dass Kinder und Jugendliche die Sendungen in jedem der Länder in ihrer Muttersprache hören können: Kasachisch, Turkmenisch, Tadschikisch, Russisch, Kirgisisch und Usbekisch.

Unterstützen Sie die Radioarbeit „Children’s Corner“ – „Zeit für Kinder“ und „Christliche Jugend“. Denn von den guten Impulsen aus ihrer Kindheit werden die erwachsen gewordenen Kinder Zentralasiens ihr ganzes Leben lang profitieren.

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