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Afrika soll leben – Hilfe zur Selbsthilfe

Wie geht das Leben weiter? In Afrika stellt sich diese Frage nicht selten.

"Afrika soll leben" - eine Selbstverständlichkeit oder ein überhöhter Anspruch? In Afrika klaffen diese beiden Pole sehr auseinander. Einerseits ist Afrika reich an Bodenschätzen wie Öl, Gold, Diamanten und Erze. Andererseits verhungern nirgendwo so viele Kinder wie in Afrika und ungefähr 60 % der Kinder dort leiden an Entwicklungsstörungen. Afrika soll leben, aber nicht notdürftig, sondern mit Potential für morgen. Das geht am besten durch Hilfe zur Selbsthilfe.

Radio als Ratgeber

"Vielen Dank für das Programm "Afrika soll leben". Früher habe ich meine Tage damit verbracht, in der Bar zu trinken. Wenn ich dann nach Hause kam, verprügelte ich meine Frau oft wegen Kleinigkeiten. Dank Ihrer Programme bin ich heute eine veränderte Person. Wenn ich jetzt morgens aufwache, helfe ich meiner Frau auf unserem Hof. Ich habe erkannt, dass es viel schöner ist in Frieden mit meiner Frau zu leben, und ihr eine Hilfe zu sein."

Gut geeignet dafür ist die halbstündige Sendung „Afrika soll leben“ unseres Partners TWR Afrika. Sie gibt auf Swahili und Englisch Rat zu verschiedenen Lebensbereichen, darunter Herausforderungen in Landwirtschaft, Gesundheit und Familie. Zu Wort kommen geschulte Einheimische, Ärzte und Experten. Auch das Thema Versöhnung spielt eine wichtige Rolle, denn das Miteinander vieler Volksgruppen in Afrika ist angespannt und durch gegenseitige Übergriffe bestimmt. Leider sind derartige Konflikte immer wieder Auslöser für Bürgerkriege, die wiederum zu Hunger und Unterdrückung der Menschen führen. Wenn Menschen sich aber miteinander versöhnen, kann dieser Kreislauf durchbrochen werden. Die Hörer werden ermutigt, anderen Menschen - auch in ihrer eigenen Familie - mit Liebe zu begegnen.

Sendungsproduktion                © TWR Afrika

Langfristiges Engagement

Die Initiative „Afrika soll leben“ gibt es bereits seit 1986. Damals startete „Afrika soll leben“ als Entwicklungsprojekt infolge einer Dürrekatastrophe im Osten des Kontinents. 2011 wiederholten sich die Szenen in dieser Region: Die Viehhirten verloren ein Tier nach dem anderen, weil die Wasserquellen versickerten. Zunächst war schnelles Reagieren durch Hilfsorganisationen und Behörden nötig, um die akute Hungersnot zu bekämpfen. Doch durch extreme Temperaturschwankungen und ausbleibenden Regen kann sich diese Tragödie bald wiederholen. Wie kann ein Massensterben des Viehs beim nächsten Mal eingedämmt werden?

Durch “Afrika soll leben“ erfahren die Hörer zum Beispiel, wie sie ihre Tiere auf lange Sicht halten und versorgen können, ohne noch einmal bei null anfangen zu müssen. Außerdem werden die Hörer ermutigt, die vorhandenen Ressourcen optimaler zu nutzen. Das kann bedeuten, Wasser ganz gezielt zu verwenden oder lokales Gemüse anzubauen, das auf das Klima abgestimmt ist.

„In einer Sendung, die vor kurzem lief, haben Sie uns Ratschläge gegeben, wie man am besten traditionelles Gemüse aussucht und vorbereitet. Vielen Dank für diese Information, denn ich persönlich habe nicht gewusst, dass die heimischen Gemüse einen so hohen Nährwert haben. Bitte stellen Sie mir die Einzelheiten schriftlich per Post zur Verfügung."

Vielseitige Themenwahl

Die Radiosendungen geben Rat u.a. zu folgenden Themen:

  • christlicher Glaube
  • Gesundheit: HIV/Aids,  Buruli-Ulkus, Tuberkulose, Malaria, Geschlechtskrankheiten
  • Umwelt: Landwirtschaft, Umweltschutz, sanitäre Einrichtungen, Trinkwasser
  • Menschenrechte: Menschenhandel, Zwangsehen, Kinderarbeit, weibliche Genitalverstümmelung
  • Familie: Mutter und Kind, Waisen, Genderfragen, Erziehung
  • Unternehmensgründung - kleine Geschäfte (Bild unten)

Die Sendung wird in in Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda, Burundi, der Demokratischen Republik Kongo und im Sudan ausgestrahlt.

© TWR Afrika

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