© Willi Epp / ERF Medien

Lebendiges Wasser

Wie Wasser zum Leben, brauchen die Menschen in Zentralasien das Evangelium. Ein aktueller Bericht von Willi Epp.

Willi Epp koordiniert die Arbeit von ERF Medien in Zentralasien - dazu zählen die Länder Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan. In seinem monatlichen Gebetsbrief berichtet er von aktuellen Entwicklungen und Gebetsanliegen. Einen Auszug davon lesen Sie hier. Den ausführlichen Gebetsbrief können Sie hier herunterladen.


Liebe Gebetsfreunde,

dieser Anblick vom Ablassen des Wassers am Wasserkraftwerk des großen Nurek-Staudamms hat mich bei meinem letzten Besuch in Tadschikistan wieder sehr beeindruckt. Der Damm mit 300 m Höhe staut den Fluss Wachsch an. Der Speicherraum des Stausees soll 10,5 Milliarden Kubikmeter betragen. Das Wasserkraftwerk reicht aus, um nahezu ganz Tadschikistan mit Strom zu versorgen. Das Reservoir dient auch der Bewässerung von etwa 650.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche. Wasser ist da. Und wenn man durch das Land reist, sieht man ein dürres Land, welches nach Wasser lechzt.

Wir benötigen Wasser zum Leben. In so einem kargen Land wird es uns neu bewusst. Aber viel schlimmer steht es mit der Löschung des Durstes der Seelen der Menschen. Es gibt nur ein paar wenige tadschikische christliche Gemeinden in dem 9-Millionen-Staat. Ähnlich sieht es im Vergleich zu ganz Zentralasien aus. Die Zahl der Nachfolger Jesu ist klein  und viele sehnen sich nach einer geistlichen Erneuerung und Wachstum.

Aber Gott hat verheißen: „Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: Ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen.“  (Jes. 44,3) Gott will uns als seine Nachfolger, dazu gebrauchen, damit andere zum Glauben kommen und ihr Durst gestillt wird.

Deshalb laden wir Sie ein, für Zentralasien zu beten, dass die wenigen Christen im Glauben standhaft bleiben und neue dazukommen.

Ihr
 Willi Epp


Die Lage der Christen in Usbekistan:

Die Gemeinde Jesu in unserem Land erlebt Schwierigkeiten und Verfolgung. Der neue Präsident hat dieses Jahr als „Jahr des Dialogs mit den Bürgern“ ausgerufen. Er versucht, näher an den Alltag der Menschen heranzukommen, hört sich ihre Bedürfnisse an und bemüht sich, bei Problemen Abhilfe zu schaffen. Doch trotz dieser Entwicklungen im Staat leben die Gemeinden immer noch unter dem starken Druck der Regierung.

Wir beobachten, dass einige Christen es nicht wagen, eine Hausgemeinde zu besuchen. Der Grund für viele ist die Angst vor den hohen Geldstrafen, die drohen, wenn jemand dabei erwischt wird. Aber es gibt auch Christen, die standhaft im Glauben sind. Manche fürchten keine Bestrafung, sondern sind sogar bereit, für ihre Überzeugungen ins Gefängnis zu gehen. Für unsere Glaubensgeschwister ist es immer noch schwierig, sich in großen Gruppen zu versammeln. Damit sind bereits Treffen mit mehr als acht bis zehn Personen gemeint. Viele Christen versammeln sich in Gruppen von zwei bis drei Personen, weil das sicherer ist.

Ich freue mich, dass trotz all dieser Herausforderungen die Gemeindearbeit weitergeht. Denn unser Herr hat in seinem Wort verheißen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, werde ich unter ihnen sein.“ (Matthäus 18,20) Und selbst wenn einige Christen keine christliche Literatur mehr besitzen, haben sie die Radiosendungen. Diese geistlichen Inhalte nutzen einige Gruppen, um ihre Gottesdienste abzuhalten.


Aktuelle Gebetsanliegen:

  1. Die verfolgten Christen in Zentralasien.
  2. Eine Erweckung unter Jugendlichen; denn sie sind zurzeit besonders auf der Suche nach der Wahrheit in unterschiedlichen Religionen.
  3. Die Verbreitung des Evangeliums in allen Ländern Zentralasiens. Es gibt hier noch viele Menschen, die noch nie die Nachricht vom liebenden Vater im Himmel gehört haben.
  4. Mehr nationale Prediger, die Gottes Wort klar und verständlich ihren Völkern weitergeben können.
  5. Die Entwicklung der Seelsorgearbeit in den Gemeinden, damit Menschen Unterstützung und Hilfe im Umgang mit Sünde und eigenen Charakterschwächen bekommen.

Aber vor allem beten Sie bitte dafür, dass unsere Radiosendungen zu unterschiedlichen Themen für unterschiedliche Hörer großen Nutzen bringen und ein Segen sind.

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