© Abel Kavanagh/U.N./CC license 2.0

Zeichen der Hoffnung in Burundi

Die Leiterin unserer Partnerorganisation TWR in Burundi berichtet

Burundi gilt als ärmstes Land der Welt. 2005 ging ein zwölfjähriger Bürgerkrieg zu Ende, der mindestens 300 000 Menschen das Leben gekostet hat. Im Zuge von Präsidentschaftswahlen kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Ausschreitungen. Dabei sind bereits über 100 Menschen getötet worden. Auslöser war die verfassungswidrige Kandidatur von Präsident Pierre Nkurunziza für eine dritte Amtszeit. Trotzdem hat Nkurunziza die Wahlen mit 70 Prozent der Stimmen gewonnen.

    © Rachel Muhorakeye 

Rachel Muhorakeye ist die Leiterin unserer Partnerorganisation TWR in Burundi. Anfang August war sie auf dem Weg zur Kirche, als ganz in ihrer Nähe ein Anschlag stattfand. Dabei kam General Adolphe Nshimirimana ums Leben. Er war ein wichtiger politischer Mitarbeiter des gerade wiedergewählten Präsidenten. Am darauffolgenden Tag wurde ein Aktivist der Gegenseite, Pierre Claver Mbonimpa, durch Angreifer angeschossen und schwer verwundet. Muhorakeye erzählt zudem von nächtlichen Gewehrschüssen und von Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten. In der Hauptstadt Bujumbura gehen immer wieder Autos in Flammen auf.

Vor einem Bürgerkrieg bewahrt

Trotz der angespannten Lage gibt es aber auch eine Reihe von positiven Entwicklungen, sagt Muhorakeye. Dazu gehört, dass unser Partner TWR in Burundi christliche Programme zum Thema Versöhnung ausstrahlen kann. Sie richten sich an Anhänger in beiden politischen Lagern. TWR Burundi arbeitet dafür mit acht anderen Partnern an der Produktion zusammen, darunter Campus für Christus und die Bibelgesellschaft Burundi. Die Organisation rufen dazu auf, die Menschenrechte zu respektieren. Jeder habe ein Recht auf freie politische Meinungsäußerung, doch niemand dürfe die Rechte eines anderen durch Gewalt und Vandalismus beschränken. Die dreißigminütigen Sendungen werden drei Mal die Woche im Radio und im Fernsehen ausgestrahlt.

Muhorakeye ist überzeugt, dass Gott Burundi vor einem weiteren Bürgerkrieg bewahrt hat. „Wir haben Gottes Wirken in vielen Situationen gesehen. Wir haben wirklich Grund, ihm zu danken“, sagt sie. Sie ist erleichtert, dass sich die Lage insgesamt entspannt hat. 180.000 Menschen waren vor den Unruhen in Nachbarländer geflohen. Sie kommen Stück für Stück zurück und auch die Schulen haben wieder geöffnet. Alle TWR-Mitarbeiter sind unversehrt. Muhorakeye freut sich über jeden, der für die Situation in Burundi betet: „Ich glaube, dass Gott unsere Situation durch Gebete verändern kann! Betet weiter für uns und legt alles in Gottes Hände. Was Menschen nicht tun können – Gott kann es.“ 

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren