© TWR (Marli Spieker)

So sieht Hoffnung aus

Die Fraueninitiative Projekt Hannah verändert ein Dorf in Tansania

© Marli Spieker

1997 hat TWR-Mitarbeiterin Marli Spieker die Initiative Projekt Hannah ins Leben gerufen. Der Name steht zum einen für eine Radiosendereihe, die sich speziell an Frauen in verschiedenen Kulturen richtet. Zum anderen ist Projekt Hannah auch eine weltweite Gebetsbewegung mit vielen Tausend Mitgliedern, die täglich für Frauen in Not beten. Hier erzählt Marli Spieker von einer beeindruckenden Reise nach Afrika:

Während meiner Afrikareise im Februar 2015 habe ich den Ort Zoissa tief im Herzen Tansanias besucht. Der Ort liegt sechs Stunden von der Hauptstadt entfernt in einem Tal. Die Menschen dort leben in Lehmhütten, die sie nach jeder Regenzeit erneuern müssen. Es gibt kein Strom oder fließend Wasser.

Aus diesem Tal stammt unsere Projekt Hannah-Koordinatorin für Afrika, Ruth Mbennah. Ihr Herz schlägt für die Menschen in ihrem Heimatort, besonders für die Frauen. Sie leben in extremer Armut, die meisten erhalten keine Bildung und haben wenig Möglichkeiten für ihre Rechte zu kämpfen. Vor zwei Jahren hat Ruth Mbennah mir ein Stück Land in Zoissa gezeigt und gesagt: „Diese Stück Erde ist Gottes Land. Mein Traum ist, darauf ein Haus zu bauen für Projekt Hannah. Es soll ein Ort sein, wo Frauen Trost finden, wo sie unterrichtet werden, wo sie zusammen beten können. Ich möchte auch eine Klinik bauen, wo Mütter vor und nach der Geburt betreut werden.“ Ruth hatte große Träume, aber wir haben auch einen großen Gott.

Ich konnte meinen Augen nicht trauen

Dieses Jahr bin ich wieder nach Zoissa gefahren, und ich konnte meinen Augen nicht trauen. Schon von weitem sah ich einen großen Rohbau auf dem Platz stehen, den mir Ruth vor zwei Jahren gezeigt hat. Ich hörte Frauen singen, trommeln und pfeifen. Als wir ausstiegen, tanzten diese Frauen wie Schmetterlinge um uns herum und sangen: „Durch Projekt Hannah ist Gottes Gnade nach Zoissa gekommen.“

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Ich kann das kaum beschreiben, es war so wunderbar. So sieht Hoffnung aus. Das ist Hoffnung, die über Ungerechtigkeit und Armut und Missbrauch triumphiert. Als die Frauen in Zoissa angefangen haben zu beten, ist an diesem Ort eine Erweckung ausgebrochen. Männer sind zu ihren Frauen zurück gekommen. Drogenabhängige Söhne sind befreit worden. Kirchen, die sich zerstritten hatten, haben sich wieder versöhnt. 1500 Frauen in Zoissa sind Teil der Projekt Hannah-Bewegung. Sie hören die Sendungen zusammen, erhalten Schulungen und treffen sich zum Beten. Auch viele Männer haben sich Projekt Hannah angeschlossen. Sie tragen T-Shirts mit dem Projekt Hannah-Logo und sagen: „Wir wollen ein Teil der Bewegung sein. Hier wirkt die Kraft Gottes, und das wollen wir nicht verpassen.“

Mehr über die Initiative Projekt Hannah erfahren Sie auf unserer Webseite.

Bilder: Marli Spieker

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