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Katastrophenhilfe statt feierlicher Einführung

Sally Ababba wollte im November 2013 die Arbeit von OM Philippinen übernehmen. Dass Taifun Haiyan im Anmarsch war, ahnte sie nicht.

Schon Monate vor den Taifun hatte Sally Ababba zugesagt, im Spätherbst die Verantwortung für die OM-Arbeit auf den Philippinen zu übernehmen. Geplant war eine feierliche Einführung in ihren neuen Verantwortungsbereich. Stattdessen nahmen die Hilfsaktivitäten nach der großen Naturkatastrophe ihre gesamte Aufmerksamkeit in Beschlag. Denn am 8. November 2013 zog der bisher stärkste Taifun über die Philippinen hinweg. Windgeschwindigkeiten von bis zu 379 Stundenkilometer verwüsteten nahezu alles, was ihnen im Weg stand. Die beiden am meisten betroffenen Inseln waren Leyte und Samar. Dort starben mehr als 10.000 Menschen, über vier Millionen wurden obdachlos.

Neues Leben nach dem Taifun 
Sally Ababba berichtet über die aktuelle Situation auf den Philippinen und gibt Einblicke in ihre persönliche Geschichte. 

Geschult in der Krise reagieren

Für die neue OM-Leiterin macht sich bezahlt, dass ihr Team einige Zeit zuvor ein Seminar zur Katastrophenhilfe besucht hat. „Die Schulung nannte sich ‚Reaktion der Gemeinde auf Krisen und Katastrophen‘. Ich bin so froh, dass wir daran teilgenommen haben. Nun können wir besser auf die Bedürfnisse von Menschen in Katastrophensituationen eingehen,“ sagt sie.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf richtete OM nach der Tsunamikatastrophe als erstes eine Notfall-Betriebszentrale ein. Das Team befragte die ortsansässigen Überlebenden nach den notwendigen Hilfsmaßnahmen. Dann erstellten sie gemeinsam einen Bedarfsplan und bauten ein umfangreiches Hilfsnetzwerk auf. Die gute Vorbereitung war angesichts des Ausmaßes der Katastrophe sehr wichtig, um effektiv helfen zu können.

Die Betroffenen stehen nicht allein da

Knapp acht Monate nach dem Taifun befindet sich das Land im Wiederaufbau. OM beteiligt sich daran und plant, in den kommenden Monaten 200 neue Häuser zu errichten. Auch sollen 500 Häuser repariert werden. „Momentan gibt es noch provisorische Zelte, die als Evakuierungsräume dienen. Denn es ist unmöglich, sofort eine große Menge an dauerhaften Häusern zu bauen,“ sagt Sally Ababba.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von OM Philippinen liegt auf dem sozialen und seelischen Wohlergehen der Betroffenen. Diese müssen damit zurechtkommen, dass sich ihr gewohntes Leben völlig verändert hat. OM unterstützt sie darin, die Herausforderungen ihres neuen Alltags zu meistern und das erlebte Trauma zu verarbeiten. Am meisten möchte Sally Ababba den Betroffenen vermitteln, dass sie nicht allein dastehen. Sie können sich an Kirchen und Hilfsorganisationen wenden, wenn sie Hilfe brauchen. Sally Ababba ermutigt die lokalen Kirchen zur stärkeren Zusammenarbeit. Gemeinsam mit der Regierung und anderen Organisationen will sie nach Wegen suchen, wie sich die Menschen eine neue Lebensgrundlage aufbauen können. Allmählich zeichnen sich Fortschritte ab.

ERF Medien richtete für die Betroffenen von Taifun Haiyan einen Hilfsfonds ein. Etwa 240.000 Euro kamen durch ERF Zuschauer, Hörer, Internetnutzer und Freunde zusammen. Mit den Spendengeldern unterstützte  der ERF mehrere Hilfswerke, die humanitäre Soforthilfe und Wiederaufbauhilfe vor Ort leisten. Dazu gehört auch OM Philippinen, deren Arbeit seit November 2013 von Sally Abbaba geleitet wird.

Die zweite Meile mitgehen

Auch Sally Ababba und ihr Team haben in den letzten Monaten viel dazugelernt: „Wir können von heute auf morgen aus unserem Leben herausgerissen werden. Um zu überleben, ist Kreativität und Anpassungsfähigkeit gefragt. Auch Beziehungen zu Freunden und der Familie sind sehr wichtig. Darauf kommt es in Katastrophen wie diesen an.“ Auch die Gemeinde spielt für Sally Ababba eine wichtige Rolle. Die Christen könnten Zeichen setzen, indem sie sich selbstlos für die Betroffenen einsetzten: „Geh nicht nur eine Meile mit, sondern zwei, wenn du damit anderen helfen kannst. Damit zeigst du ihnen die Liebe Jesu.“

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