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"Hoffnung für Frauen" in Kurdisch - Sorani

Anfang Juni startete die Ausstrahlung der „Projekt Hannah" Sendereihe in Kurdisch-Sorani, sie soll Frauen und Mädchen Gottes Wertschätzung bringen.

„Auch heute ist es im Nordirak nicht ganz einfach in Kontakt mit Frauen zu kommen. Nur wenige von ihnen verlassen das Haus um zur Arbeit zu gehen, den größten Teil ihres Tages verbringen sie im Haus. Wie also kommt man am besten zu ihnen? Einfach an die Türen klopfen ist ziemlich schwierig. Doch durch Medien – Fernsehen, Radio und Internet – kann man die Frauen auf ihre Lebensfragen ansprechen. Und so Türen und Herzen dieser Frauen öffnen.“ Sagt die Sorani – Sprecherin dieser Sendereihe.

Seit fast 30 Jahren produziert der ERF Sendungen in Kurdisch-Sorani für den Nordirak. Täglich werden 15-minütige Sendungen ausgestrahlt, seit Juni 2013 neu im Programm ist die Sendereihe "Projekt Hannah" für Frauen.

Verglichen mit anderen Teilen Iraks sind die Schutzmaßnahmen für Frauen im Nordirak fortgeschrittener. Themen wie Gleichberechtigung und Gewalt gegen Frauen nehmen in der Öffentlichkeit mittlerweile einen breiteren Raum ein. Trotzdem gibt es eine große Bandbreite familiärer Gewalt: Frauen dürfen das Haus nicht verlassen oder werden zu einer Heirat gezwungen.  In der Regel ist es so, je niedriger Einkommen und Bildungsgrad einer Familie sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mädchen zu einer frühen Heirat gezwungen wird. In solchen Fällen kommt es dann im Laufe der Jahre häufig zu weiteren Formen der Gewalt gegen Frauen. Um grundlegende Veränderungen bei den Einstellungen der Menschen zu erreichen, die an einem traditionellem Rollenbild der Frau festhalten, ist also viel Ausdauer notwendig.

Denn laut amnesty international gibt es immer noch zu viele Männer in der Region, die es als selbstverständlich ansehen, das Leben von Frauen zu kontrollieren. Einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation zufolge leiden 40 Prozent der verheirateten Frauen in der kurdischen Region unter dem Kontrollverhalten von Männern. Frauen müssen sich vor einem Arztbesuch die Zustimmung ihres Mannes holen. Oder sie werden von männlichen Verwandten attackiert, weil sie ein Handy benutzen. Wichtig sei eine gezielte Förderung von Mädchen und Frauen in den Bereichen Schule, Ausbildung und Beruf, damit sie eine unabhängige Lebensperspektive entwickeln können.

Frauen im Nordirak, die oft keine Möglichkeit haben, etwas über Jesus zu erfahren, lernen durch die Programme von „Projekt Hannah“ Gott und die Bibel kennen und erhalten Informationen über relevante Themen wie Familienbeziehungen, Versöhnung, Zwangsehe oder häusliche Gewalt.

 

Quellen:
TWR

amnesty international

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